Das Buch befasst sich mit der Analyse partizipativer Praktiken zur Unterstützung von Entscheidungsprozessen. Die Forschungsarbeit stützt sich insbesondere auf eine wichtige Überlegung, wonach traditionelle partizipative Prozesse in der Praxis nicht funktionieren. Tatsächlich zeigt die Entwicklung des Partizipationskonzepts, dass die Einführung partizipativer Prozesse zwar aus der Notwendigkeit einer scharfen Kritik an der Gesellschaft der 1960er Jahre hervorging, sie heute jedoch dazu genutzt werden, bestehende Machtverhältnisse zu festigen und zu legitimieren. In diesem konzeptionellen Rahmen wird Partizipation derzeit entweder als demokratisches Recht oder als Instrument zur Erreichung spezifischer Ziele analysiert und interpretiert. Aus dieser Perspektive zielt die Forschungsarbeit darauf ab, die dem Konzept der Partizipation innewohnende Ambivalenz anhand der Analyse einer Fallstudie zu interpretieren, die durch den sardischen Regionalen Landschaftsplan (RLP) repräsentiert wird. Insbesondere schlägt die Autorin ein Verfahrensprotokoll vor, dessen Ziel es ist, einen methodischen Rahmen für die Umsetzung partizipativer Praktiken zur Unterstützung der Planungsprozesse auf regionaler Ebene zu definieren.
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