Das Buch führt auf atmosphärischen Kulturpfaden durch das Ausseerland und verbindet die Orte Grundlsee, Altaussee, Bad Aussee und Bad Mitterndorf. Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die Region zu einem bevorzugten Rückzugsort für Intellektuelle, vor allem aus Wien und Berlin. Adelige Familien, Grossbürger, Schriftsteller, Maler, Musiker, Mäzene und Visionäre ihrer Zeit verbrachten hier oft über Jahre hinweg die Sommermonate, wodurch eine einzigartige Sommerfrischekultur entstand. In Altaussee trafen etwa regelmässig Hugo von Hofmannsthal, Arthur Schnitzler, Jakob Wassermann, Eugenie Schwarzwald, Lilli Baitz und Marta Karlweis aufeinander – in privaten Häusern, am Seeufer und bei Spaziergängen. An ausgewählten Stationen wird dieses Geflecht sichtbar: in Grundlsee etwa an der Seeklause und der Karajan- Villa, in Altaussee an der Wassermann-Villa oder dem Haus Frischmuth und in Bad Aussee im Kurpark, am Lenau-Hügel oder an der Hofmannsthal-Linde. Reich bebildert erzählt das Buch von dieser Kunstwelt auf Zeit zwischen See, Berg und Dorf, in der Landschaft, Gesellschaft und Kreativität untrennbar miteinander verbunden sind.
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