Motorcolonia: Die Wiege der MobilitätKöln hat vieles erfunden, zumindest nach eigener Überzeugung: Lebensfreude, Toleranz, das beste Bier der Welt und natürlich das Gefühl, in der schönsten Stadt am Rhein zu leben. An Selbstbewusstsein mangelt es dieser Stadt selten. Umso erstaunlicher ist, dass sie eines ihrer grössten Kapitel bis heute fast so gut gehütet hat wie den Domschatz: Köln ist ein Epizentrum der weltweiten Motorisierung. Denn hier, in Köln-Deutz, entwickelte Nikolaus August Otto 1876 den Viertaktmotor und gab damit den Startschuss für eine Bewegung, die bald die ganze Welt erfassen sollte. Aus Werkhallen, Tüftlergeist und rheinischem Eigensinn entstand eine Geschichte, die weit über Kolben, Kurbelwellen und Pferdestärken hinausreicht.Dieser Bildband erzählt von frühen Fabriken, vergessenen Motorrad- und Fahrradmarken, von Citroën, Renault und Toyota am Rhein, von Technikbegeisterung, Wirtschaftswunderträumen und den ersten Protesten gegen die autogerechte Stadt. Auch das Automobil in der Kunst kommt zu seinem Recht – schliesslich fährt in Köln selbst die Industriegeschichte nicht ohne Gefühl.Jürgen Becker, Köln-Versteher, genauer Beobachter und bekennender Motorennarr, öffnet den Blick auf eine Stadt, die nicht nur Karneval kann, sondern auch Kurbelwelle und Kettenrad. Mit Neugier, Witz und einem liebevollen Sinn für historische Seitenstrassen lüftet er die Geheimnisse der Motorstadt Köln.Nur eines bleibt auch nach diesem Buch ungeklärt: Warum der Otto-Motor bis heute nicht mit Kölsch läuft.
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