Jahrbuch für Soziologiegeschichte 2026 Erkenntnisproben - Revolutionäres Denken - Protestantismen
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
25.12.2026
Abbildungen
X, 457 S. 1 Abb.
Herausgeber
Peter GostmannVerlag
Springer Fachmedien Wiesbaden GmbHSeitenzahl
457
Maße (L/B)
21/14.8 cm
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-658-52806-5
Das Jahrbuch für Soziologiegeschichte 2025 umfasst wie seine Vorgänger-Ausgaben eine Reihe von Schwerpunktthemen, zu denen es jeweils mehrere Beiträge gibt, deren Zusammenhang und Perspektive durch einen Einleitungstext des Herausgebers ausgewiesen werden. In diesem Fall sind es die folgenden: I. Soziologie als politische Wissenschaft Die drei Beiträge verbindet, dass sie unter unterschiedlichen Blickwinkeln zeigen, dass die Soziologie, selbst wo sie sich erklärtermassen der reinen Objektivität verpflichten möchte, niemals unpolitisch bleibt, sondern - wie der Titel des Schwerpunkts es ausdrückt - eine politische Wissenschaft ist. Daraus folgt, dass es gerade im Sinne der Wissenschaftlichkeit der Soziologie fahrlässig wäre, diese politische Dimension nicht reflexiv zu erfassen. So gilt es, Möglichkeiten der Reflexion produktiv zu machen. Die Beiträge tun dies u.a. in Form einer Weiterentwicklung des Konzepts der Cités (Boltanski/Thévenot), in Auseinandersetzung mit der Sozialwissenschaftskritik der frühen Straussians sowie entlang einer feministisch aufgeklärten Betrachtung zur Arbeitsteilung im Institut für Sozialforschung. II. Soziologie des revolutionären Denkens Der zweite Themenschwerpunkt knüpft an den ersten an, indem hier nicht mehr die politische Dimension der Soziologie im Mittelpunkt steht, vielmehr Beiträge versammelt sind, die demonstrieren, wie Sozialwissenschaftler:innen eminente Formen politischen Denkens zu ihrem Forschungsgegenstand machen können, ohne einerseits den Anspruch der Wissenschaftlichkeit preiszugeben und ohne andererseits diesem Gegenstand seinen genuinen politischen Gehalt zu entziehen. Im Sinn dieses Anspruchs behandeln die drei Beiträge anhand unterschiedlicher Fälle politisches Denkens in extremis, d.h. revolutionäres Denkens. Die Bedeutung aller drei Fälle ist bislang in der sozialwissenschaftlichen Forschung noch nicht hinreichend gewürdigt worden: die Diskussionslage anlässlich des erste Rätekongresses; die Denkentwicklung von C.L.R. James während seines prägenden Aufenthalts in den USA; die Debatte um die Figur des Intellektuellen im SDS in der Zeit um 1968. III. Soziologie der protestantischen Praxis Auch der dritte Themenschwerpunkt weist eine politische Dimension auf. Allerdings sind im Fall des Protestantismus, dessen Selbstverständnis im 19./20. Jahrhundert in drei Beiträgen unter unterschiedlichen Blickwinkeln behandelt wird, seine politischen seit je mit seinen theologischen Aspirationen verwoben, wie sich z.B. bereits an ,klassischen' Konfliktlinien zwischen Erasmus und Luther oder Luther und Müntzer beobachten lässt. Vor diesem Hintergrund untersuchen die Beiträge signifikante Fälle der Verhandlung der Frage, was protestantische Praxis bedeuten mag, beginnend mit Hegels Versuch der Vermählung von Theologie und Philosophie im Zeichen der Moderne über die Bedeutung von E. Troeltsch für das protestantische Selbstverständnis und die Herausforderung der NS-Ideologie für es.
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