Mama hier, Mama da. Julia reicht's!Als Ehefrau, Mutter und Praxisangestellte funktioniert Julia im Dauerlauf: morgens Brotdosen, tagsüber Patient:innen, abends Hausaufgaben und Diskussionen um die Schlafenszeit. Ihr Mann Marcel ist ein lieber Kerl. Aber Mental Load? Kennt er - anders als Julia - nicht. Und plötzlich fällt ihr auf: So kann es nicht weitergehen. Sie liebt ihre Familie. Doch sich selbst hat sie irgendwie verloren. Jetzt steht ein neues Kapitel an, und ganz anders als in den Briefen, die sie seit Beginn ihrer Mutterschaft im Stillen für sich schreibt, denkt sie nun laut darüber nach, wohin ihre Reise und die ihrer Beziehung gehen soll. Denn sie weiss: Es muss sich was ändern. Ihr reicht's.Das erste Hörbuch der beliebten Familienbloggerin Anke Neckar, bekannt von LÄCHELN UND WINKEN
Kundinnen und Kunden meinen
4.1/5.0
Lesetante
5/5
08.09.2026
Buch (Taschenbuch)
Wenn’s Mama einfach mal reicht - unterhaltsam und erschreckend nah am Alltag
"Ich bin nicht Julia. Und irgendwie bin ich es doch." (Seite 331)
Dieser Satz aus dem Nachwort von "Mama reicht’s!" trifft das Buch für mich ziemlich genau. Denn auch wenn ich mich natürlich nicht in allen Punkten in Julias Leben wiederfinde, konnte ich mich in zahlreichen ihrer Gedanken und Situationen identifizieren.
Julia ist eine authentische und sympathische Protagonistin, deren Alltag und Gedanken mir an vielen Stellen erstaunlich bekannt vorkamen. Auch die übrigen Figuren sind allesamt sehr lebensnah gezeichnet. In jeder von ihnen findet man wahrscheinlich Eigenschaften wieder, die einem aus dem eigenen Leben bekannt vorkommen. Besonders Marcel, Julias Mann, konnte ich in einigen Alltagssituationen gut wiedererkennen. Er bemerkt häufig gar nicht, wie viel Mental Load Julia tagtäglich auf ihren Schultern trägt. Gerade diese kleinen, alltäglichen Situationen und ihre Dynamik miteinander wirkten auf mich sehr realistisch.
Die Geschichte ist unterhaltsam und sehr liebenswert erzählt, oft humorvoll, greift aber gleichzeitig Themen auf, die zum Nachdenken anregen.
Gut gefallen haben mir auch die Briefe, die Julia an ihr "Older Me" schreibt. Sie geben der Geschichte eine schöne persönliche und nachdenkliche Note.
Der Erzählstil ist für mich "typisch Anke", wie ich sie bei @laechelnundwinken wahrnehme: locker, unterhaltsam und mit einer guten Prise Humor. An einigen Stellen empfand ich die Ausdrucksweise allerdings als etwas gestelzt, was meinen Lesefluss gelegentlich ein wenig gebremst hat.
Insgesamt hat mir "Mama reicht’s!" gut gefallen. Ich konnte mit Julia und anderen Figuren mitfühlen, mich in viele Situationen hineinversetzen und habe Julias Geschichte gerne verfolgt.
Ein unterhaltsamer und lebensnaher Roman über Familienalltag, Mental Load und die Frage, wann man eigentlich selbst einmal an der Reihe ist.
Bewertung
Thalia Book Circle Community
5/5
07.09.2026
Buch (Taschenbuch)
Keine leichte Kost, da es viel Raum zur Selbstreflexion bietet
„Mama reicht’s!“ erzählt von Julia, die zwischen Kindern, Arbeit und Ehemann völlig vergessen hat, dass sie selbst auch ein Mensch mit Bedürfnissen ist. Ein Ereignis in ihrem Freundeskreis rüttelt sie wach und bringt sie zum Nachdenken.
Das Taschenbuch von der Bloggerin Anke Neckar erschien 2026 bei Bastei Lübbe. Der Roman umfasst knapp 330 Seiten.
Dieses Buch erzählt nicht nur eine Geschichte. Es regt die Leser dazu an, über sich und ihr Leben nachzudenken. Es ist beinahe schon gespenstisch, wie viele Parallelen zwischen dem Leben der Protagonistin und mir und zwischen deren Ehemann und meinem Gemahl bestehen.
Die Gedanken, die sich die Protagonistin in diesem Buch macht, sollte jede Mutter sich machen. Die Fragen, die sie sich stellt, sollte jeder sich regelmäßig stellen. Denn nur wenn man erkennt, dass etwas nicht richtig läuft, kann man Maßnahmen ergreifen um es zu ändern. Die entsprechenden Denkanstöße liefert dieses Buch. Ob man will oder nicht. Man wird quasi dazu gezwungen, sich mit seinem Leben auseinander zu setzen.
Fazit: Achtung, dieses Buch kann einen auf ungebetene Gedanken bringen. Es fordert dazu heraus, sich mit seinem Leben auseinander zu setzen. Das ist manchmal unbequem aber sehr wichtig. Daher eine klare Leseempfehlung von mir!
Lisa_Marie4
aus Kreis Soest
5/5
03.09.2026
Buch (Taschenbuch)
So viel Wahrheit zwischen zwei Buchdeckeln!
"Mama reicht`s" greift für mich dieses unglaubliche Laster auf, das so oft auf den Schultern von Müttern liegt. Immer diese Verantwortung, das Organisieren, denken, Planen und vor allem das ständige Funktionieren. Immer das Gefühl zu haben an alles denken zu müssen und dabei selber auf der Strecke zu bleiben. Genau das hat Anke Neckar für mich persönlich unglaublich gut eingefangen und in eine Geschichte verpackt, die gleichzeitig unterhaltsam, humorvoll und erschreckend realistisch ist.
Besonders die Protagonistin hat es mir total angetan. für mich war sie nicht einfach nur eine Figur, die eine Geschichte trägt, sondern sie fühlte sich für mich einfach so unglaublich echt an. Man konnte ihre Gedanken und Reaktionen so gut nachvollziehen. Ich saß da so oft und habe mich so oft wiedererkannt. Teilweise musste ich schmunzeln, manchmal auch laut lachen und hier und da konnte ich einfach nur zustimmend mit dem Kopf nicken, weil alles so nah an der Realität war.
Genau diese Mischung aus, es ist humorvoll und witzig und gleichzeitig so auch ernst und real hat es für mich so sehr auf den Punkt gebracht. Es steckt einfach so viel Wahrheit drin. Es geht um Erwartungen, um den täglichen Mental-Load und um all die kleinen Dingen die sich häufen und zu einem riesigen Berg werden. Dabei wird das Ganze abgefedert und nicht so schwer erzählt, sondern so leicht und unterhaltsam, dass man nur so dadurch fliegt.
Geliebt hab ich auch absolut den Schreibstil den Anke Neckar hier an den Tag legt. Es gab für mich überhaupt keine Längen und dadurch das sie so locker, flüssig und direkt schreibt lässt einen nur so durchrauschen.
Was mir super an dem Buch gefällt ist, dass die Geschichte es schafft, einen als Mutter das Gefühl zu geben mit dem Ganzen allein dar zu stehen. Es darf auch einfach mal nerven und einem alles zu viel werden. Hier vor allem auch mal- DANKE, dass das mal jemand laut ausspricht!
Von mir ganz klare 5 Sterne!
Bewertung
Thalia Book Circle Community
5/5
31.08.2026
Buch (Taschenbuch)
Ein Buch, das mich zum Lachen und Nachdenken gebracht hat ❤️
Ich folge der Autorin schon seit langer Zeit auf Social Media und finde ihre Beiträge eigentlich immer lustig, ehrlich und sie spricht mir einfach ganz oft aus der Seele! Für alle die sie noch nicht kennen, schaut unbedingt mal bei „lächelnundwinken“ vorbei. Gerade an harten Tagen wirken ihre Posts bei mir wirklich Wunder und bringen mich oft wieder zum lachen. ❤️
Deshalb habe ich mich natürlich auch sehr auf das Buch gefreut und hatte ehrlich gesagt ziemlich große Erwartungen.
Die ersten Seiten waren für mich leider etwas zäh und ich musste mich schon ein bisschen zusammenreißen, um weiterzulesen. Zum Glück hat es mich dann irgendwann, ich glaube so ungefähr ab Seite 80, doch richtig mitgenommen. Ich habe angefangen Julia immer sympathischer zu finden und konnte mich auch immer mehr mit ihr verbunden fühlen.
Für mich hat das Buch am Ende eine ganz klare und vor allem wichtige Message. Eine, die wir Mamas uns wahrscheinlich alle viel öfter ins Gedächtnis rufen sollten: Man kann seine Familie lieben und trotzdem auf sich selbst achten. Man darf sich selbst und seine eigenen Bedürfnisse nicht komplett vergessen, nur weil man Mama ist. Und auch die gleichberechtigte Partnerschaft geht im Alltag mit Kindern leider viel zu schnell unter.
Besonders Julias Briefe fand ich sehr bewegend. Man konnte richtig miterleben, wie sie sich nach und nach im Muttersein verloren hat. Und ich glaube, genau so geht es ganz vielen von uns, manchmal bewusst, aber wahrscheinlich noch viel öfter unbewusst.
Das Buch hat mich zum Lachen, zum Weinen und ganz oft auch zum Nachdenken gebracht. Und obwohl ich am Anfang ein bisschen gebraucht habe, bin ich am Ende total in der Geschichte versunken und wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht.
Deshalb gibt es von mir auf jeden Fall eine Leseempfehlung! ❤️ Für alle Mamas da draußen und eigentlich auch für den ein oder anderen Papa.
Caro1893
Thalia Book Circle Community
5/5
31.08.2026
Buch (Taschenbuch)
Überraschend offen, ehrlich, treffend
Julia ist eine Mutter, wie es wohl viele sind. Sie kümmert sich um die Kinder, macht Termine, richtet Vesperdosen, plant den Urlaub. Nebenbei arbeitet sie noch in Teilzeit und kümmert sich auch sonst um alles was liegen bleibt. Ihr Mann Marcel liebt die Familie zwar sehr, ist aber nur selten in der Lage Dinge wahrzunehmen die gemacht werden müssen. Er hilft, wenn Julia ihn bittet. Aber Eigeninitiative Fehlanzeige. Und so kommt Julia an einen Punkt, an dem sie einfach nicht mehr mag. Sie hinterfragt ihr Leben und sie hinterfragt vor allem auch ihre Ehe. Ist sie wirklich so glücklich, wie sie es immer geglaubt hat oder schwelt da doch mehr, als gedacht?
Als ich den Titel “Mama reicht’s” gelesen habe, da wusste ich sofort, dass es sich um ein Buch handeln könnte, in dem ich mich wieder finden werde. Und tatsächlich war das in Teilen auch so. Vorneweg möchte ich anmerken, dass ich einen grandiosen Mann habe, der absolut keine Ähnlichkeiten mit Marcel hat und oft sogar mehr Termine mit den Kindern wahrnimmt als ich - trotz Vollzeitjob. Trotzdem habe ich mich in Julia sehr viel wiedererkannt.
Es ist nämlich die eine Sache, keine Hilfe zu haben oder eben doch. Die andere ist aber der Mental Load, dem wohl die meisten Mütter ausgesetzt sind. Schon auf den ersten Seiten liegt Julia nachts wach und grübelt über Dinge nach, was Marcel nie tun würde. Und da dachte ich direkt “I feel you”. Ich kenne das. Und ab dem Zeitpunkt, wusste ich, dass es ein gutes Buch werden wird.
Julia erzählt aus ihrem Leben. Sie erzählt von Mental Load, von schmerzhaften Erlebnissen und von der Herausforderung jeden Tag die beste Mutter zu sein, die man sein kann. Sie erzählt von schwierigen Schwiegereltern und noch viel mehr vom Stand der Frauen und Mütter in unserer Gesellschaft. Sie trifft die Problematik auf den Punkt, dass Frauen noch immer anders betrachtet werden als Männer. Ich glaube ich hatte schon lange kein Buch mehr, bei dem ich so oft zustimmend nicken musste, wie dieses hier.
Im echten Leben könnte ich mich bestimmt gut mit Julia verstehen. Sie hasst die Wettbewerbe zwischen Mütter und stellt fest, dass begrenzte Medienzeit auch nur etwas für Menschen mit sehr viel Zeit oder sehr viel Unterstützung ist. Ich möchte gar nicht so viel mehr vom Inhalt verraten. Aber dies alles sind super Beispiele, in denen ich mich ganz wunderbar wiedergefunden habe. Und die Julia für mich zu einer sehr nahbaren Frau gemacht haben, die ich nicht nur einmal gerne in den Arm genommen (oder ihre Schwiegermutter in den Hintern getreten) hätte.
Der Schreibstil ist super zu lesen und ich finde, dass die Geschichte die perfekte Balance zwischen ernsten Themen, lustigen Themen und liebevollen Momenten schafft. Anke Neckar schafft es, eine Geschichte zu schreiben, die sich für mich stellenweise wie ein Gespräch mit einer Freundin oder Therapeutin angefühlt hat. Sie greift dabei zu zwei Zeitebenen. Zum einen begleiten wir Julia in ihrer aktuellen Lebensphase, in der sie merkt, dass doch etwas in ihrer Beziehung und ihrem Leben ganz gewaltig aus dem Gleichgewicht gekommen ist. Und zum anderen bekommen wir Briefe, die Julias jüngeres Ich an ihr älteres Ich schreibt. Dabei erzählt sie von Momenten, die ihr zu Erinnerungszwecken wichtig sind, sie erzählt aber auch von schmerzhaften Momenten und nutzt ihre Briefe als Therapie. Alltägliche Themen und politische Geschehnisse (Corona, Ukraine…) sowie deren Auswirkungen auf Familien finden dabei ebenso ihren Platz.
All dies hat mich immer wieder sehr zum Nachdenken gebracht. Ich habe mich erinnert, wie wir in verschiedenen Situationen gehandelt habe, wie es uns damit ging. Und ich habe festgestellt, dass ich in manchen Situationen gerne noch etwas mehr gelassen wäre, wie Julia. Auch wenn sie das nicht in jeder Situation ist, was ich sehr erfrischend und echt fand. Auch sie verliert die Geduld, kommuniziert dies aber immer auch sehr schön an ihrer Kinder. Auch sie hat Streit mit ihrem Mann und ist nicht glücklich mit allen Vorgängen in ihrer Familie.
Und so bekommen wir Leserinnen und Leser hier eine authentische, sehr gut zu lesende Geschichte, einer Mama, die ein Plädoyer für uns alle sein kann. Eine Geschichte, in der klar wird, dass es okay ist, wenn auch wir Mamas mal an unsere Grenzen kommen. Eine Geschichte sie zeigt, dass man manchmal sein Leben hinterfragen muss, um etwas zu ändern und dass diejenigen die man liebt, immer das wichtigste für einen sein sollten.