Produktbild: Inter alia
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Inter alia Roman. Von der Autorin des Bestsellers »Prima facie«

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Audio

Erscheinungsdatum

15.09.2026

Verlag

Kjona, München

Übersetzt von

Katharina Martl + weitere

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-910372-90-0

EAN

9783910372900

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Audio

Erscheinungsdatum

15.09.2026

Verlag

Kjona, München

Übersetzt von

  • Katharina Martl
  • Anne Flückiger

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-910372-90-0

EAN

9783910372900

Herstelleradresse

Kjona Verlag GmbH
Gotzinger Straße 8
81371 München
DE
gpsr@kjona.eco

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  • Petra

    aus Grasbrunn

    5/5

    16.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wenn der eigene Sohn beschuldigt wird – Ein Roman, der unter die Haut geht

    Als Richterin greift Jessica Parks rigoros durch: Sie bringt ihre feministische Denkweise konsequent in ihr Amt ein und lässt vor Gericht keine „Vergewaltigungsmythen“ zu, die Opfern eine Mitschuld anlasten wollen. Gleichzeitig kämpft sie mit der Doppelbelastung als berufstätige Mutter, zumal ihr Sohn in der Schule gemobbt wird. Ihre Welt bricht jedoch zusammen, als genau dieser Sohn beschuldigt wird, eine Mitschülerin vergewaltigt zu haben. Von seiner Unschuld überzeugt, kämpft Jessica dagegen, selbst von ihren eigenen Grundsätzen abzuweichen und das Opfer zur Täterin zu machen. Mich hat dieses Buch zutiefst bewegt und mitgenommen. Gerade als Mutter von Söhnen fragt man sich unwillkürlich, wie man selbst reagieren würde und ob man im Alltag genug tut, um den Jungs einen respektvollen Umgang mit Frauen zu vermitteln. Eindrucksvoll zeigt der Roman auch, wie extrem Teenager durch Social Media beeinflusst werden und wie machtlos man als Eltern oft danebensteht. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das Thema Mental Load: Selbst wenn beide Elternteile Vollzeit arbeiten, bleibt die Care-Arbeit und Erziehung meist an der Frau hängen. Trotz dieser schweren und komplexen Themen liest sich der Roman hervorragend. Er ist so spannend und fesselnd geschrieben, dass ich ihn regelrecht verschlungen habe. Die Diskussionen, die ich im Anschluss mit Familie und Freunden über das Buch geführt habe, dauerten jedenfalls deutlich länger als das Lesen selbst. Es ist einfach fantastisch, wenn ein Buch so viel wichtigen Stoff zum Nachdenken liefert.

  • Bewertung

    5/5

    16.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Inter Alia – eine Herausforderung

    Wie bereits der Klapptext verrät, beschäftigt sich das Buch mit hoch relevanten Themen. Jessica Parks, Richterin, die regelmäßig Sexualstraftäter verurteilt und sich stark für Feminismus, Opferschutz und mehr Gerechtigkeit einsetzt, steht gleichzeitig vor dem Konflikt, wie sie diesen Konflikt in ihr Familienleben mit ihrem Mann und ihrem 18 jährigen Sohn umsetzt. Denn während sie bei anderen problemlos patriarchale Strukturen erkennt und diese sowohl verbal anspricht als auch gekonnt reflektiert, reproduziert sie unbewusst in der Beziehung zu ihrem Mann und Sohn sehr viele dieser Strukturen, sei es bei der Care-Arbeit im Laufe des Lebens für Ihren Sohn, der sehr unselbstständig ist und bei sehr vielen Alltagshandlungen seine Mutter um Unterstützung bittet, bei der Hausarbeit und dem Mental Load oder in der Beziehung zu ihrem Mann. Genau das hat mich beim Lesen oft frustriert, gleichzeitig hatte ich viel Mitgefühl, da sie oft das Gefühl hatte, durch diese Ambivalenz zu scheitern und verzweifelte. Das Buch hat es erfolgreich geschafft, mir keinen der Charaktere wirklich sympathisch werden zu lassen, während es jeden Charakter erfolgreich erklären konnte und ihm menschliche, unperfekt wirken zu lassen. Der Konflikt spitzt sich zu, als ihr Sohn der Vergewaltigung angeklagt wird. Hin und hergerissen zwischen dem Glauben an ihren Sohn und dem Wissen, wie es dem Opfer ergangen ist und was es durchmacht, stürzt sie das in eine tiefe Glaubenskrise und die Familie in einen Teufelskreis. Sprachlich bin ich gut durch die Seiten gekommen, auch wenn einiges an Fachjargon vorhanden war, war es gut verständlich. Was für mich schwer zu lesen war, war die Helikopter-Erziehungsweise ihrem Sohn gegenüber und die teils schwer zu akzeptierenden Emotionen dem Opfer gegenüber. Das Buch ist kein leichtes Buch, es stellt unbequeme Fragen und regt zum Nachdenken an. Glaube ich dem Opfer unter allen Umständen? Auch wenn der Täter aus der engsten Familie kommt? Jess Antworten darauf sind menschlich und sehr von ihrem Erziehungsstil geprägt, doch gleichzeitig haben sie mich fassungslos gemacht, während mich das Ende mit einer gewissen Hoffnung zurücklässt. Ein feministischer, wichtiger Roman, der lange nachhallt und den ich nur empfehlen kann.

  • Katto

    aus Köln

    5/5

    15.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein großartiger Roman, der mich nicht mehr losgelassen hat

    „Inter alia“ von Suzie Miller hat mich von der ersten Seite an gefesselt und bis zum Schluss nicht mehr losgelassen. Ich bin wirklich begeistert von diesem Buch, auch wenn es an manchen Stellen schwer auszuhalten war. Es ist kein leichter Roman, sondern eine Geschichte, die mich emotional gefordert, berührt und auch nach dem Lesen noch lange beschäftigt hat. Im Mittelpunkt steht Jessica Parks, eine erfolgreiche Richterin und Mutter, die plötzlich mit einem Konflikt konfrontiert wird, der ihre Überzeugungen und ihr Familienleben auf die Probe stellt. Die Autorin verbindet dabei u.a. die Themen Gerechtigkeit, Feminismus (der mir an manchen Stellen allerdings ein wenig zu präsent war) und Mutterschaft. Besonders beeindruckt hat mich, wie authentisch die Autorin den Alltag einer berufstätigen Mutter und die damit verbundenen Herausforderungen darstellt. Die Frage, wie man Beruf, Familie und die eigenen Überzeugungen miteinander vereinbaren kann, hat mich sehr berührt. Gleichzeitig thematisiert Suzie Miller die Benachteiligung von Frauen im Berufsleben und zeigt, wie schwierig es sein kann, sich in einer von Männern geprägten Arbeitswelt zu behaupten. Der moralische Konflikt, in den die Protagonistin gerät, hat mich immer wieder zum Nachdenken gebracht. Es gibt hier keine einfachen Antworten, und genau das macht die Geschichte so stark. Die Charaktere fand ich unglaublich authentisch. Ihre Gedanken, Zweifel und Entscheidungen wirkten auf mich so nachvollziehbar, selbst wenn ich nicht immer mit ihnen einer Meinung war. Auch den Schreibstil mochte ich sehr. Er ist klar, direkt und eindringlich. Bei den Gesprächen hatte ich oft das Gefühl, nicht nur Leser zu sein, sondern direkt mit am Tisch zu sitzen. Dadurch waren die Dialoge für mich besonders lebendig und haben mich noch tiefer in die Geschichte hineingezogen. Suzie Miller schafft es, die Geschichte aus einer sehr persönlichen Perspektive zu erzählen und gleichzeitig wichtige gesellschaftliche Fragen aufzuwerfen. Da einige Themen und Situationen emotional belastend sein können, halte ich eine Triggerwarnung bei diesem Buch für sinnvoll. Beim Lesen habe ich mitgefühlt, war wütend und habe immer wieder über die Entscheidungen der Figuren nachgedacht. Für mich ist „Inter alia“ ein großartiger Roman, der mich nachhaltig beeindruckt hat. Es ist ein mutiges, kluges und aufrüttelndes Buch, welches wichtige Themen anspricht und mich berührt hat. Ich habe selten ein Buch gelesen, das mich so schnell gepackt und gleichzeitig so sehr zum Nachdenken gebracht hat. Eine ganz klare Leseempfehlung von mir!

  • Bianka

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    15.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Und plötzlich steht man selbst auf der anderen Seite.

    Und plötzlich steht man selbst auf der anderen Seite. Es gibt Bücher, bei denen man während des Lesens eine Meinung hat. Und dann gibt es Bücher, bei denen man irgendwann merkt, dass man eigentlich gar keine einfache Antwort mehr haben möchte. Inter Alia gehört für mich ganz klar zur zweiten Sorte. Jessica Parks ist Richterin. Sie hat ihr Leben darauf aufgebaut, für Gerechtigkeit einzustehen, besonders in Fällen, in denen Frauen und Opfer sexueller Gewalt um ihre Stimme kämpfen müssen. Sie kennt das Recht. Sie kennt die Argumente. Sie kennt die Grauzonen. Und dann wird ausgerechnet ihr eigener Sohn Harry beschuldigt, ein Mädchen vergewaltigt zu haben. Und plötzlich ist alles persönlich. Was ich an dieser Geschichte so stark finde, ist genau dieser Moment, in dem zwei Welten aufeinanderprallen. Jessica ist nicht mehr nur die Richterin, die von außen auf einen Fall schaut. Sie ist Mutter. Und was macht man, wenn das eigene Kind plötzlich auf der Seite steht, auf der man es niemals erwartet hätte? Ich fand diesen Konflikt unglaublich unangenehm. Und genau deshalb so gut. Denn natürlich möchte man sein Kind schützen. Natürlich möchte man glauben, dass es so etwas niemals tun würde. Aber gleichzeitig kann man nicht einfach alle eigenen Überzeugungen über Bord werfen, nur weil der Beschuldigte der eigene Sohn ist. Und genau da hat mich das Buch gepackt. Ich hatte beim Lesen nicht ständig das Gefühl, dass mir jemand erklären möchte, was ich denken soll. Stattdessen musste ich selbst darüber nachdenken, wo für mich die Grenze liegt. Was bedeutet Schuld? Was bedeutet Verantwortung? Was bedeutet es, jemandem zu glauben? Und vor allem: Was bleibt von unseren Überzeugungen übrig, wenn plötzlich unsere eigene Familie betroffen ist? Besonders stark fand ich auch die Auseinandersetzung mit jungen Männern, Gruppendruck, Pornografie, sozialen Medien und der Frage, welche Vorstellungen von Frauen und Sexualität Jungen heute vermittelt bekommen. Das Buch ist dabei nicht unbedingt bequem. Und ich glaube, es soll das auch gar nicht sein. An einigen Stellen ist die Botschaft ziemlich deutlich und ich kann verstehen, wenn man das als etwas zu direkt empfindet. Mich hat es trotzdem nicht gestört, weil der eigentliche Konflikt für mich stark genug war, um mich immer wieder zurück in die Geschichte zu ziehen. Und dann kommt dieser emotionale Teil. Jessica muss nicht nur herausfinden, was passiert ist. Sie muss herausfinden, wer sie selbst in dieser Situation sein kann. Die Richterin. Die Feministin. Die Ehefrau. Oder einfach die Mutter. Vielleicht alles gleichzeitig. Vielleicht aber auch nicht. Und genau diese Frage hat mich nach dem Lesen noch beschäftigt. Inter Alia ist für mich deshalb kein Buch, das man einfach zuklappt und abhakt. Es ist eines dieser Bücher, bei denen man danach noch ein bisschen weiterdenkt. Und vielleicht sogar ein bisschen unangenehm über sich selbst nachdenkt.

  • Bewertung

    5/5

    15.09.2026

    eBook (ePUB 3)

    Wenn Überzeugungen plötzlich persönlich werden

    Ein wirklich tolles und gleichzeitig teilweise schwer auszuhaltendes Buch. Bei manchen Gedanken von Jessica musste ich beim Lesen tatsächlich erst einmal tief durchatmen, weil mich so vieles daran aufgeregt hat. Vor allem die Art, wie Frauen klein gehalten werden und sich teilweise selbst kleinmachen, weil sie Angst haben anzuecken oder nicht den Erwartungen zu entsprechen, fand ich sehr eindringlich dargestellt. Auch die Beziehung zwischen Jessica und ihrem Sohn wirkte auf mich sehr realistisch. Ihre Angst, als berufstätige Mutter nicht genug zu sein, wird dabei sehr nachvollziehbar beschrieben. Gleichzeitig ist ihr persönlicher Konflikt besonders spannend, weil sie als Richterin eigentlich für ihre Überzeugungen einsteht, aber plötzlich selbst mit einem Fall konfrontiert wird, der sie als Mutter ganz anders fordert. Auch die Auseinandersetzung mit dem Thema Vergewaltigung fand ich sehr fesselnd. Gerade Jessicas innerer Konflikt und die Frage, wie sie mit den Aussagen ihres Sohnes und ihren eigenen Überzeugungen umgehen soll, machen die Geschichte sehr spannend. Dazu hat mir auch der Schreibstil gut gefallen. Das Buch liest sich flüssig, ohne dass die schwierigen Themen dabei oberflächlich behandelt werden. Insgesamt eine Geschichte, die mich mehrfach richtig wütend gemacht hat, mich aber gerade deshalb sehr beschäftigt hat.

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