Ein fantastisches Stück Literatur - irgendwo zwischen Pumuckl, Pinoccio und dem kleinen Däumling. Ein Hotel voller Kranker und Gespenster. Eine Kuckucksuhr, in deren Innerem die Zeit aus den Fugen gerät. Ein Beinspeicher, der Reliquienschrein oder Archiv sein könnte. Mittendrin: kleiner mann, eine Figur von eigentümlicher Zartheit, die stolpert, lauscht, scheitert, weitermacht, und im Laufe der Gedichte immer kleiner wird. Mit „kleiner mann triptychon“ schreibt Kappe eine grosse poetische Erzählung in drei Zyklen – und zugleich eine Schule der Kleinheit. Den Band trägt eine spielerische, fast kindliche Sprache: Einfache Sätze kippen unvermittelt ins Nachdenkliche, Humor öffnet Abgründe, Trost und Verzweiflung stehen unmittelbar nebeneinander. In diesen Gedichten liegt eine Wärme, vielleicht weil sie wissen, dass das Kleine keine Schwäche ist, sondern der kleinste Punkt der Kraft.
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