Mit dem Fortschreiten der Digitalisierung, insbesondere der Blockchain-Technologie und anderer Distributed-Ledger-Technologien, entstehen neue Herausforderungen für das überwiegend nationale Wertpapierrecht sowie für den internationalen Handel. In diesem Sammelband wird der Status quo der gesetzlichen Regelungen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein zu elektronischen Wertpapieren, Registerwertrechten und weiteren digitalen Vermögenswerten dargestellt und aus rechtsvergleichender Perspektive untersucht. Im Mittelpunkt stehen hierbei die von den nationalen Gesetzgebern geschaffenen Rechtsgrundlagen. Die Beiträge erörtern unter anderem die privatrechtliche Einordnung von digitalen Werten, die Bestellung von Sicherungsrechten, die Marktinfrastrukturen sowie die Rolle elektronischer Register und zeigen Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Rechtsordnungen auf. Dabei veranschaulichen sie auch, wie sich die Abweichungen zwischen den gesetzgeberischen Ansätzen auf den grenzüberschreitenden Rechtsverkehr zwischen den Ländern auswirken und diesen erheblich erschweren, so etwa die gegenwärtige Rechtszersplitterung im deutschsprachigen Raum hinsichtlich elektronischer Wertpapiere und Wertrechte. Dieses Ergebnis wird zudem im Hinblick auf die Fortentwicklung der digitalen Werte genauer analysiert. Darauf aufbauend werden mögliche Vorschläge einer zukünftigen rechtlichen Ausgestaltung für das Wertpapierrecht herausgearbeitet. Ziel ist es, durch das Hervorheben von Lösungsansätzen eine Grundlage für eine grenzüberschreitende Diskussion hinsichtlich einer Rechtsharmonisierung im deutschsprachigen Raum zu schaffen.
Noch keine Bewertungen vorhanden
Verfassen Sie die erste Bewertung zu diesem Artikel
Helfen Sie anderen Kundinnen und Kunden durch Ihre Meinung.