Am Esstisch, zwischen Grillspiessen und Rotwein, fallen drei Worte, die eine Ehe unwiderruflich verschieben. Mia Graf fängt den Augenblick ein, in dem Fantasie aufhört, privat zu sein, und beginnt, gemeinsam zu atmen. Die Sammlung handelt von Neugier, die sich als Scham tarnt, von Bildern, die sich nicht mehr löschen lassen, von einer Frau, die in der Badewanne endlich zugibt, wie sehr sie sich selbst als Objekt der Begierde denkt - und von einem Mann, der dabei nicht zusammenbricht, sondern erwacht.Jamie ist Escort, sagt Anna, und Mark antwortet zuerst nur mit einem staunenden Laut. Zweitausend Dollar, teure Zimmer, Männer, die Macht und Geld mit Schönheit tauschen. Sie lächelt. Er fragt, ob sie sich das vorstellen könne, wäre sie allein. Ihre Antwort kommt zu schnell, zu klar. Später, während sie im Rosenduft des Wassers liegt, lässt sie die Szene zu: das Fenster über der Stadt, die Hand im Haar, der langsame, bezahlte Eintritt in einen Körper, der weiss, dass er gewählt wurde. Sie kommt, ohne bemerkt zu haben, dass ihre Hand schon lange unterwegs war. Im Büro am anderen Ende der Wohnung öffnet Mark ein Fenster im Netz, sucht ein Gesicht, das dem ihren ähnelt, und gibt nach. Zwischen ihnen liegt noch kein Plan, nur ein Same, der in beiden gleichzeitig keimt.
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