Ganz im Sinne der Reihe „Gelebte Sportwissenschaft“ berichten und diskutieren hier drei Unruheständler über ihre jeweils gemachten Erfahrungen in (zusammen ungefähr) 100 Jahren Sportwissenschaft von den gemeinsamen Anfängen als wissenschaftliche Assistenten in Kiel bei Herbert Haag in den 90er Jahren bis in die digitalisierte Gegenwart. Themen sind u. a. die akademischen Biographien, die Entwicklung der Sportwissenschaft, insbesondere von Sportpädagogik, Trainingswissenschaft und Sportpsychologie, sowie die Entwicklung an den Universitäten insgesamt. Mit einigen weiteren speziellen Themen wird sich kritisch auseinandergesetzt, wie z. B. mit den Zentrifugalkräften in Sportinstituten, der zunehmenden Drittmittel- und Publikationsorientierung an den Universitäten, der Lage des sportwissenschaftlichen Nachwuchses oder auch mit der Forschungsförderung im Spitzensport.Mehrere Tage haben sich die Drei eingeschlossen und diskutiert und debattiert. Herausgekommen sind 170 Seiten Gespräch über ihre sehr subjektiven Erfahrungen und Ansichten. Das Buch erhebt daher keinesfalls den Anspruch eines wohlabgewogenen Lehrtextes, der die Dinge aus einer 360°-Perspektive beleuchtet. Viele Leser*innen werden vielleicht bei manchen Dingen zustimmen, bei anderen abwinken. Wir würden uns allerdings freuen, wenn unsere sehr persönlichen Erfahrungen für manche Diskussionen, für den sportwissenschaftlichen Nachwuchs und für zukünftige Entscheidungen anregend sind.
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