Diese Dissertation verfolgt das Ziel, die Bedeutung von Religion und Glaube in der modernen Gesellschaft zu bedenken. Der Weg zu diesem Ziel führt über die kritische und systematische Auseinandersetzung mit den religionsphilosophischen Überlegungen von Jürgen Habermas (1929–2026) und Nurcholish Madjid (1939–2005). Dazu werden die Gesellschaftsentwürfe der beiden exponierten Sozialphilosophen einander gegenübergestellt und auf Vereinbarkeit untersucht: Jürgen Habermas als Vertreter des Westens mit seinem Entwurf einer postsäkularen Gesellschaft und Nurcholish Madjid mit dem Projekt des sich der modernen Gesellschaft öffnenden Islams. Auf dieser Grundlage wird versucht zu klären, welchen Beitrag die interkulturelle Theologie zu einem Dialog zwischen Religionen und Weltanschauungen leisten kann und welche Lehren sich für die Entwicklung und Begründung interreligiöser Dialoge aus den Impulsen von Habermas und Madjid ziehen lassen.
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