Auf dem sonnendurchfluteten Campus wird Verschwiegenheit zur zweiten Haut. Diese Sammlung erzählt von dem Moment, in dem Wissen schwerer wiegt als Unwissenheit, und von der seltsamen Zärtlichkeit, die entsteht, wenn Wut und Verlangen denselben Körper teilen. Es sind Geschichten über Hände, die sich halten, während Gedanken schon woanders sind; über Lächeln, die zu dünn sind; über die Kunst, weiterzugehen, obwohl man bereits alles weiss.In der Titelgeschichte läuft er neben Reese her, als wäre die Nacht zuvor nie geschehen.Sie fragt, ob er sie vermisst habe. Er antwortet ausweichend, streicht mit dem Daumen über ihre Hand und spricht von einer heiligen Verbindung, während in ihm das Bild nachleuchtet: ihr hochgeschobenes Shirt, fremde Hände, das Licht über der Hintertür. Jeder Satz wird zum Sticheln, jede Pause zur Prüfung. Erst hinter der schweren Zimmertür fällt die Maske. Das Foto auf dem Display braucht keine Erklärung. Sie taumelt zurück auf das Bett, die Luft entweicht ihr, und er steht da, ruhig und zugleich in Flammen, weil das, was ihn zerstören sollte, ihn auch unerbittlich erregt. "Willst du mir erzählen, was gestern Abend los war?"Manchmal ist die Wahrheit kein Ende, sondern der Anfang einer gefährlicheren Nähe.
Noch keine Bewertungen vorhanden
Verfassen Sie die erste Bewertung zu diesem Artikel
Helfen Sie anderen Kundinnen und Kunden durch Ihre Meinung.