Ziviles und militärisches Totengedenken und Denkmalkult sind bedeutende kulturelle und soziologische Aspekte aller Geschichtsepochen, da sie die Vorstellungen ebendieser Epoche von ihrer Vergangenheit und politischen Bedeutung für uns Heutige mit sich führen und diesen Gedanken- und Kulturkreis als Forschungs- und Beschäftigungsfeld für den Historiker lohnenswert machen. Erstmals wird hier versucht, diesen wesentlichen Anteil der Landesdenkmalgeschichte geschlossen zu skizzieren. Hierzu möchte diese Entwicklungsanalyse einen Beitrag leisten, welcher die Entwicklungslinien des Denkmalbaus aufzeigt und deren lokal- und landesgeschichtliche Bedeutung berücksichtigt. Die Betrachtung von militärischer Denkmalgeschichte ist einer ausholenden, grenzüberschreitenden Betrachtung würdig; denn das Subjekt ist auch hier der historisch gewordene Mensch und menschliche Beziehungen, Verhältnisse, Ereignisse und Programme, in denen sich die Epochen und ihre Zusammenhänge darstellen. Der Themenstellung Kriegerdenkmäler ist in den letzten 30 Jahren durch informative Artikel in wissenschaftlich-lokalgeschichtlicher Periodika kaum grössere Aufmerksamkeit zugebilligt worden. Im ausserwissenschaftlichen und ausseruniversitären Bereich hatte sich bislang kaum jemand für die militärische Denkmalgeschichte zuständig gesehen.
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