Verstehen, Mißverstehen und Mißverständnisse Untersuchungen an einem Korpus englischer und deutscher Beispiele
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum
22.04.1997
Abbildungen
7 ill.
Verlag
De GruyterSeitenzahl
275
Maße (L/B/H)
24.6/17.5/2.1 cm
Gewicht
549 g
Auflage
Reprint 2012
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-484-30361-4
Anhand einer umfangreichen Sammlung englisch- und deutschsprachiger Beispiele werden Missverständnisse und benachbarte interaktive Phänomene empirisch untersucht. Die Grundlage bildet ein auf der Sprechakttheorie aufbauendes Kommunikationsmodell. Dieses Modell ermöglicht es zum einen, vielen Fällen Ursachen eindeutig zuzuordnen, die meist im aussersprachlichen Kontext (etwa in dialektaler Differenz der Beteiligten oder in akustischen Störfaktoren) zu suchen sind. Zum anderen ermöglicht die Identifikation verschiedener Aspekte der Äusserungsfunktion, die jeweils vom Missverstehen betroffen sind, eine Klassifikation von Missverständnissen in drei Typen und mehrere Untertypen. Kommunikationsprobleme auf Grund nonverbaler Handlungen, die in ihrem interaktiven Ablauf mit sprachlichen Missverständnissen vergleichbar sind, werden in die Überlegungen mit einbezogen. Die Analyse des Verhältnisses von Missverständnissen zu Nachbarphänomenen wie Nichtverstehen und unbemerktem Missverstehen führt darüber hinaus zu dem Ergebnis, dass vollständiges Verstehen aus linguistischer Sicht nicht nachweisbar ist und deshalb nicht als interaktive Realität, sondern lediglich als - wenngleich für die Kommunikation konstitutives - soziales Konstrukt angesehen werden kann. Das Beispielmaterial stammt zum grösseren Teil aus zeitgenössischen englischsprachigen Romanen und wird durch Fälle aus natürlicher Kommunikation ergänzt.
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