Der Buchhändler Kimmel hat seine untreue Frau Helen umgebracht, sich dabei aber ein so stichfestes Alibi besorgt, dass kein Verdacht auf ihn fällt. Auch Anwalt Stackhouse führt eine unglückliche Ehe. Seitdem er einen Zeitungsartikel über den unaufgeklärten Kimmel-Mord gelesen und den fröhlichen Witwer besucht hat, spielt er mit düsteren Gedanken. Doch seine Frau kommt ihm zuvor… Ein Roman über den feinen Grat zwischen Schuld und Unschuld, über Reue und die ewige Angst vor sich selber.
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
Polar
aus Aachen
4/5
06.06.2007
Buch (Taschenbuch)
Schikanen
Im Deutschen existieren für das Wort Stümper Synonyme wie Dilettant, Anfänger, Dummerjan, Nichtskönner. Dabei ist Walter Stackhouse Anwalt und beabsichtigt, sich mit einem Kollegen selbstständig zu machen. Beruflich ist er also kein Stümper. Wäre er nur nicht verheiratet. Der Plot dieses Suspense-Romans erinnert an ein anderes Buch von Patricia Highsmith: Zwei Fremde im Zug. Auch hier mordet ein Mann, während der zweite sich den Mord nur vorstellt. Der Mord geschieht gleich zu Anfang. Der Buchhändler mordet seine Frau, während der Anwalt sich von der eigenen Vorstellung, wie er seine Frau ermorden könnte, in Lügen verstrickt. Ein Psychothriller, der in die Köpfe schaut, Liebe als gescheitert oder unerreichbar beschreibt, und eine einzige Schwäche besitzt, einen von Ehrgeiz zerfressenen Polizisten, der nicht glaubwürdig in seinen Aktionen, den Buchhändler auf den Anwalt hetzt. Trotzdem versteht es Patricia Highsmith uns diese Geschichte so zu erzählen, daß wir unbeding herausfinden wollen, wie sie endet.