»Klar habe ich damit gerechnet, dass mich eines Tages wieder irgendein Schwachkopf mit spitzem Hut beschwört, aber doch nicht derselbe wie beim letzten Mal!«
Der junge, ehrgeizige Nathanael strebt eine Karriere im Zaubereiministerium des britischen Imperiums an. Sein erster Auftrag: Er soll eine Gruppe von nichtmagischen Widerständlern dingfest machen, die mit Anschlägen die Zaubererwelt in Atem hält. Zur Widerstandsbewegung gehört auch die 15-jährige Kitty, die über aussergewöhnliche Abwehrkräfte gegen Magie verfügt. Nathanael setzt alles daran, Kitty und ihre Verbündeten aufzuspüren. Doch als diese entkommen, hilft nur eines: Bartimäus muss wieder her!
Kundinnen und Kunden meinen
4.9/5.0
Tina Bauer
aus Essingen
5/5
16.06.2023
Buch (Taschenbuch)
Magisch geht es weiter
Der zweite Teil der Trilogie
Nathanael hat es geschafft. Er ist im Zaubereiministerium aufgestiegen und hat fleißig Karriere gemacht.
Er muss jetzt regelmäßig den „Gewöhnlichen“, die rebellieren, den Kampf ansagen.
Als ob Nathanael damit nicht schon genug um die Ohren hätte, treibt ein Golem in London sein Unwesen. Er versetzt die Menschen und Magier in Angst und Schrecken.
Da alle im Ministerium Angst um ihren Posten haben, setzt man den jüngsten Mitarbeiter zur Klärung der Angelegenheit an den Fall. Nathanael soll das Problem endgültig lösen und London von dem fiesen Golem befreien.
Er steckt jedoch fest und keine seiner Pläne geht auf, den Golem zu besiegen. Ihm bleibt nur noch die Anrufung von Bartimäus.
Jonathan Stroud lässt Nathanael ganz gehörig zu Kreuze kriechen. Für Bartimäus ist das natürlich eine Steilvorlage und er macht sich einen Spaß aus Nathanaels Leid. Doch auch er muss schnell feststellen, dass hier irgendetwas nicht mit „normalen“ Dingen zugeht und auch ihm der Golem gehörig auf die Nerven geht.
books and phobia
aus Halle
5/5
18.05.2020
Buch (Taschenbuch)
Eine Fortsetzung voll Spannung, Magie und Humor
Nachdem der erste Band gelesen war, war schnell klar, dass der Nachfolger auch bald gelesen werden musste. Immerhin wollte ich ja wissen, wie Bartimäus diesmal seinen Weg in unsere Welt fand und was es mit dem geheimnisvollen Auge des Golem auf sich hatte.
Die ersten Seiten waren schnell gelesen und zogen mich sofort wieder in das magische London. Da das Ende des Vorgängers nichts darüber aussagte, ob es vielleicht einen Wechsel in Bezug auf Bartimäus´ Beschwörer gab, freute ich mich sehr Nathaniel bzw. John Mandrake wieder an meiner Seite zu wissen. Auch wenn er ab und an ein richtiges Ekel sein konnte, empfand ich ihn als deutlich sympathischer als so manchen anderen Zauberer im Buch. Er hinterfragte noch Dinge und war erst dann mit etwas zufrieden, wenn es auch wirklich der Wahrheit entsprach. Ein sehr seltenes Gut im Buch.
Somit erlebte ich also wieder ein Abenteuer mit Bartimäus und Nathaniel. Doch nicht nur das, denn auch diesmal gab es wieder die Möglichkeit mehr über die Herrschaft der Zauberer und natürlich auch ihre Feinde aus dem Widerstand zu erfahren. Dabei verband der Autor Teile des Vorgängers mit dieser Geschichte und löste somit so einige Ungereimtheiten aus. Ich kann Versprechen das es diesbezüglich Ahh´s und Ohh´s regnen wird, da man vieles einfach nicht erwartet hätte.
Demnach war es auch in diesem Band so, das man die Kapitel aus der Sicht verschiedener Charaktere erleben durfte. Dabei lernte ich sie natürlich auch besser kennen und manchmal lernte ich sie zu hassen. Ich denke viele werden mit mir einer Meinung sein, wenn ich sage, das die Zauberer in diesem Buch ein großer Haufen egoistischer Trottel waren. Ihre stets überhebliche Art machte sie einfach unsympathisch, wenn auch auf verschiedene Art und Weise. Natürlich wäre es jetzt leicht, den Widerstand als die Guten darzustellen. Zu leicht für Jonathan Stroud, welcher den Kämpfern dafür Eigenschaften verpasste, welche mich auch ihnen zweifeln ließ. Ganz ehrlich? Ich habe es geliebt.
Zur Handlung selbst möchte ich trotzdem nicht all zu viel erzählen, da es zum einen zu viel wäre und zum anderen, da ich niemanden der Freude berauben möchte, wenn er dieses Buch das erste Mal liest. Allerdings möchte ich sagen, dass dieser Band um einiges intensiver war. Gerade in Sachen Tiefe legte dieser Teil noch eine ganze Schippe obendrauf und erlaubte es mir noch weiter in diese Welt einzutauchen. Dabei spielten Spannung und Humor wieder eine große Rolle, wobei der Humor fast gänzlich durch Bartimäus zustande kam. Der Dschinn schoss sehr gerne mit lustigen Sprüchen oder begeisterte mich mit seinen unterhaltsamen Bemerkungen. Ein toller Gegensatz zum fast schon ernsten Nathaniel.
Was für ein grandioser Nachfolger. Nicht nur dass er das Rätsel um einen geheimnisvollen Golem auflöste, er schaffte es auch viele ungelöste Fragen aus dem Vorgänger aufzulösen. Dabei zeigte der Autor das er nicht nur grandiose Geschichten erzählen, sondern auch Charaktere mit viel Tiefgang erschaffen kann. Egal ob an der Seite von Bartimäus, Nathaniel oder Kitty, ich verlor mich in ihren Erlebnissen und war gebannt von dem, was ich erlesen durfte. Band 3, ich freue mich schon wahnsinnig auf dich.
L*
5/5
19.07.2011
Buch (Taschenbuch)
Das Buch ist wirklich witzig…
Das Buch ist wirklich witzig und liest sich gut. Ich hab oft laut lachen müssen. Es ist wirklich sehr schön geschrieben: Spannend , witzig ich kann es nur empfehlen! Das einzig schlecht an dem Buch ist, dass man viel zu schnell auf der letzen Seite ist...!
Bewertung
aus Münster
4/5
28.01.2021
Buch (Taschenbuch)
In dem zweiten Band der Bartimäus...
In dem zweiten Band der Bartimäus Reihe müssen Nathanel und Bartimäus nach Prag fahren und den Erschaffer eines Golems finden.
Spannend und lesenswert!
Stefan Heidsiek
aus Darmstadt
5/5
19.01.2021
Buch (Taschenbuch)
Aufruhr im Empire
Knapp drei Jahre nach den Ereignissen um den Sturz von Lovelace wird der Dschinn Bartimäus erneut beschworen. Kein Problem, kein Ding. So etwas ist man als Dschinn gewöhnt. Nur ist der Beschwörende erneut derselbe Typ wie beim letzten Mal. Nathanael alias John Mandrake hat für seine Leistungen bei der Rettung des Premierministers einen ordentlichen Karriereschub erhalten. An der Seite seiner Meisterin Jessica Whitwell arbeitet er mittlerweile im Sicherheitsministerium Großbritanniens. Und kann sich dort vor Problemen kaum retten. Nicht nur das die halbe Belegschaft ihm den schnellen Aufstieg missgönnt, auch die Anschläge einer unbekannten Widerstandsbewegung in London machen ihm zu schaffen. Obwohl er alle Hebel in Bewegung setzt, gelingt es dem Jungen nicht die Gruppe zu zerschlagen.
In seiner Not beschwört er einmal mehr Bartimäus, den Dschinn, damit dieser die Widerständler dingfest macht ... und stößt dabei bald auf die Spuren eines mächtigen Gegners aus dem alten Prag (Dessen Mauern nebenbei bemerkt Bartimäus Höchstselbst errichtet hat).
Dunkle Wolken ziehen über London auf und nachdem bereits der erste Band sehr politisch daherkam, ist "Das Auge des Golem" nun endgültig nichts mehr für ganz junge Leser. Zwar werfen wir mit Kitty, einer Anhängerin der Widerstandsgruppe, erstmals einen Blick in das Leben der Gewöhnlichen, doch auch deren Geschichte ist von Leid und Trauer geprägt. Hinzu kommt, dass Nathanael (schon vorher kein Sympathieträger) seine Persönlichkeit der Karriere geopfert hat, und sich mehr und mehr in Machtgier und Intrigen verstrickt. Für manchen Leser eine ungewöhnliche Erfahrung, fehlt doch damit irgendwie die Identifikationsfigur. Gerade das hebt das Buch jedoch vom Einerlei der Konkurrenz ab. Stroud schreibt unheimlich lehrreich, verleiht der Geschichte eine Tiefe, die zwar nicht mehr so leichtfüßig ausgearbeitet wird, dafür aber im weiteren Verlauf unheimlich an Fahrt gewinnt. Ein Ausflug nach Prag liest sich nicht nur sehr stimmungsvoll, sondern führt dazu, dass die so andere und doch irgendwie ähnliche Welt direkt vor unseren Augen entsteht.
Und was Bartimäus angeht: Der zieht mir immer noch das Grinsen ins Gesicht und weiß auf humorigste Art und Weise zu unterhalten. Schade, dass man auf seinen ersten Auftritt nach dem Prolog etwas länger warten muss. Dennoch bleibt er (und so soll es ja auch sein) die treibende Figur, ist er doch im Grunde seines Herzens immer noch ein besserer Kerl, als sein junger eitler und arroganter Herr. Einziges Manko: Ein- bis zweihundert Seiten weniger hätten dem Buch vielleicht gut getan, denn in einige Handlungsstränge (wie der Rückblick auf Kittys Jugend) hat sich Stroud ein bisschen zu sehr verbissen. Das bremst, besonders am Anfang, das Lesetempo und macht den Einstieg etwas schwer. Die darauf folgenden überschlagenden Ereignissen und das fulminante Finale können dafür letztendlich aber entschädigen.
Insgesamt ist "Bartimäus - Das Auge des Golem" eine äußerst gelungene, komplexere Fortsetzung mit viel Tiefgang, die mit einigen düsteren und drastischen Momenten aufwartet, dank dem liebenswerten Dschinn jedoch auch für ziemlich viel Spaß beim Lesen sorgt. Rundum empfehlenswert und äußerst originell. Ich freue mich auf den abschließenden Band.