Die Manins waren im 17. Jahrhundert eine wohlhabende und mächtige Familie in Venedig. Corrado, der Vater des zehnjährigen Corradino Manin, gehörte zum Rat der Zehn an der Spitze der Regierung von Venedig. Er wurde von seinem Bruder denunziert und seine Familie umgebracht. Corradino überlebte als einziges Familienmitglied und machte auf der Insel Murano eine Ausbildung zum Glasbläser.
Nach der Trennung von ihrem Mann Stephen, mit dem sie zu Beginn des 21. Jahrhundert in London gelebt hat, zieht es die künstlerisch begabte Leonora Manin in ihre Geburtsstadt Venedig, um dort als Glasbläserin zu arbeiten. Zudem möchte sie mehr über ihre Ahnen erfahren. Sie ist in direkter Linie verwandt mit dem berühmten Glasbläser Corradino Manin, der im 17. Jahrhundert in Venedig gelebt hat.
Die aktuelle Erzählung erfolgt chronologisch, die Einschübe über die Vergangenheit situationsbezogen. Schicksalhafte Abhängigkeiten und Parallelen sind an verschiedenen Stellen erkennbar. Die Leser erhalten einen Einblick in die venezianische Glasbläserkunst und ihre strengen Regeln. Die Geschichte von Corradino ist dramatisch, die Geschichte von Leonora, sie ist besessen von ihrer Ahnenforschung, ist vorhersehbar.