»Hör mir zu, Paula, ich erzähle dir eine Geschichte, damit du nicht so verloren bist, wenn du wieder aufwachst.« Das Unfassbare geschah im Dezember 1991, als lsabel Allendes Tochter Paula plötzlich schwer erkrankte und kurz darauf ins Koma fiel. Eine heimtückische Stoffwechselkrankheit hatte die lebensfrohe junge Frau jäh niedergeworfen, im Herbst 1992 starb sie.
Das Schicksal ihrer Tochter wurde für lsabel Allende zur schwersten Prüfung ihres Lebens. Um die Hoffnung nicht zu verlieren, schrieb sie, der Tochter zur Erinnerung und sich selbst zur Tröstung, ihr persönlichstes und intimstes Buch.
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Bewertung
aus Dassow
5/5
03.02.2021
eBook (ePUB)
Ein berührendes Buch
Ich kannte von Isabel Allende bisher zwei Romane, z. B. "Das Geisterhaus", die ich sehr gerne gelesen habe. In "Paula" beschreibt die Autorin, wie ihre Tochter mit 28 Jahren aufgrund einer schweren Erkrankung ins Koma fällt und nach einem Jahr stirbt. Parallel erzählt sie ihre eigene Lebensgeschichte und die ihrer Familie. Es ist ein sehr persönliches Buch der Autorin. Es hat mich beim Lesen gefesselt und berührt. Mir wurde auch klar, dass Isabel Allende in ihren Romanen autobiographische Teile verwendet und reale Personen aus ihrem Verwandten- und Freundeskreis als Vorbilder für ihre Romanhelden und - heldinnen nimmt. Mir hat das Buch Lust auf mehr von Frau Allende gemacht.
Claudia
5/5
18.10.2013
Buch (Taschenbuch)
Sehr emotional
Kurzbeschreibung:
In diesem Buch erzählt Isabell Allende ihrer im Koma liegenden Tochter die Geschichte ihrer eigenen Familie. Der Familie von Salvador Allende, dem Präsidenten von Chile, der auf demokratische Weise einen sozialistischen Staat aufbauen wollte. Er wurde dann im Jahre 1973 durch einen Militärputsch gestürzt, was nicht nur seine Familie sondern das ganze Land in eine schreckliche Situation brachte, von der es sich heute noch erholen muss. Salvador Allende beging Selbstmord.
Isabell ist die Cousine 2. Grades von Salvador Allende und somit sind auch sie, ihre Eltern und Geschwister in großem Ausmaße betroffen.
Das Leben von Isabell und ihrer Familie ist so facetten- und wendungsreich, das dieses Buch niemals langweilig wird. Auch wenn man die Geschichte Chiles einigermaßen kennt, so kann man in diesem Buch auch Einblick in die Gefühlswelt der Bevölkerung und unmittelbar Betroffenen bekommen.
Nebenbei wird immer wieder von Paula berichtet, ihrem Leben und Leiden.
Fazit:
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es ist ein sehr persönliches Buch der Schriftstellerin, das auch Einblicke in die intimste Gedankenwelt von ihr und ihren Angehörigen bietet. Ich kann es nur empfehlen, vor allem wenn man sich für die politischen Begebenheiten in Chile interessiert.
buchwürmchen
aus reutlingen
5/5
26.09.2013
Buch (Taschenbuch)
Wer Isabel Allendes Bücher…
Wer Isabel Allendes Bücher kennt, der weiß sicherlich, dass Sie sehr viel aus der eigenen Biographie in ihre Romane einfließen lässt. Mit dieser Geschichte verarbeitet sie die Krankheit und den frühen Tod ihrer Tochter Paula. Unter dem Motto: „…ich erzähle dir eine Geschichte, damit du nicht so verloren bist, wenn du wieder aufwachst“, rollt sie fast ihr ganzes Leben auf und dafür das sie den Leser dermaßen intim an ihm teilhaben lässt, bin ich der Autorin sehr dankbar. Denn zu dem was sie offenbart, gehört sehr viel Mut, nicht immer steht sie positiv da, teilweise beschlich mich beim Lesen das Gefühl, sie entschuldigt sich und rechtfertigt ihre Entscheidungen. Obwohl ein sehr dramatisches und Trauriges Buch, verliert Allende nicht ihren Humor. Leicht zu lesen und nachhaltig!
Penelopia
aus Koblenz
5/5
15.06.2009
Buch (Taschenbuch)
Offene und ehrliche Biographie
Das Buch ist eine Autobiographie von und über Isabel Allende, einer chilenischen Schriftstellerin, die ein ganzes Jahr am Bett ihrer kranken Tochter Paula verbringt. Da nicht sicher ist, ob Paula nach Erwachen aus dem Koma ihr Erinnerungsvermögen zurückhaben wird, beschließt ihre Mutter Isabell, in einem Brief an Paula alle Ereignisse während ihres Komas, ja sogar ihr gesamtes Leben zu erzählen, damit Paula all dies irgendwann nachlesen kann.
Ob Paula, erkrankt an einer Erbkrankheit, jemals wieder aus dem Koma zurück ins Leben kehren wird und in welchem Zustand sie dann sein wird, bleibt bis zum Ende des Buches, das heißt ein Jahr lang, unklar und so durchlebt auch ihre Mutter 12 Monate lang eine Irrfahrt der Gefühle, des Hoffens und Bangens über die Zukunft ihrer Tochter.
Isabell füllt die Stunden, die sie liebend und pflegend am Bett ihrer Tochter verbringt, mit dem Schreiben dieses Briefes, am gleichen Tag, an dem sie vor 11 Jahren einen Brief an ihren sterbenden Vater begonnen hat, um sich von ihm zu verabschieden, nur dieses Mal mit dem Ziel, Paula mit diesem Brief ins Leben zurückzuholen. Gleichzeitig hilft dieses Schreiben der Mutter, ihre Gefühle und Ängste besser zu verarbeiten, auszuhalten... Indem sie schreibt, hält sie eine Innenschau, hält Meditation.
Der Leser begibt sich auf die Reise durch Isabell's Leben, die Kindheit, die verschiedenen Wohn- und Aufenthaltsorte, ihr Exil, erfährt viel über Ihre Einstellung zu Menschen, Leben, Land, Politik. Immer wieder ist diese Lebensgeschichte der gebürtigen Chilenin mit der Geschichte ihres Landes verknüpft, mit der Politik, Landsleuten, Flüchtlingen, denen sie, obwohl selber in Gefahr, immer wieder hilft, ihrem eigenen Exil.
Man ist hautnah dabei, begleitet die Autorin durch ihr Leben, ihre Kindheit, ihr Jugendalter, ihre Liebe zu ihrer Mutter, den Großeltern, später zu ihrem Mann und natürlich erst recht zu ihren Kindern und besonders zu der nun kranken Paula. Dies ist so ehrlich und einfühlsam beschrieben, daß man sich vorstellen kann, was nun in ihr, der Mutter, vorgeht, während sie hilflos am Bett ihrer Tochter sitzt und zusehen muss, wie Körper und Geist zusehends verfallen. Sie greift jeden Strohhalm auf, sei er auch noch so dünn, um eine mögliche Heilung Paulas zu erreichen. Trotz aller Rückschläge verliert sie in keiner noch so bedrückenden Lebenslage, den Mut, die Zuversicht, daß alles sich zum Guten wendet. Diese Zuversicht überträgt sich sogar auf die Mitpatienten der Station, auf der Paula liegt, und auf alle Menschen, die mit Isabell zusammentreffen.
Eine offene, ehrliche Biographie, die einen sehr persönlichen Einblick in Isabel Allendes Leben und ihre Gefühlswelt bietet...
Fugu
4/5
31.07.2009
Buch (Taschenbuch)
Tragisch und wunderschön
Diese Autobiographie hat sehr viele Gefühle geweckt. Im Mittelpunkt steht die Liebe von Isabel Allende zu ihrer Tochter, die im Koma liegt. Ihr erzählt Isabel Allende ihre ganze Geschichte und damit kriegt man einen tiefen Einblick in deren Leben und die Geschichte Südamerikas, vor allem Chile. Es ist faszinierend, tragisch, traurig, lustig etc. Einfach alle Gefühle des Lebens. Manchmal ist die Geschichte etwas langatmig, aber trotzdem sehr gut.