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Wach

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

15.07.2011

Verlag

Rowohlt eBooks

Seitenzahl

(Printausgabe)

Dateigröße

2112 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783644109414

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion Text-to-Speech können Sie sich im tolino webReader und in der aktuellen Thalia – Lesen & Hören App das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Text-to-Speech.

Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

15.07.2011

Verlag

Rowohlt eBooks

Seitenzahl

(Printausgabe)

Dateigröße

2112 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783644109414

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Ein durchaus auch philosophischer Rundgang durch Berlin

Thomas Fritzenwallner aus Wiener Neustadt am 20.07.2011

Bewertungsnummer: 731013

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Albrecht Selge schickt den Protagonisten seines soeben erschienenen ersten Romans auf endlose Fußmärsche durch Berlin. Dabei ist sein Romanheld keinesfalls auf touristische Sehenswürdigkeiten aus. August Kreuzter ist vielmehr ein absichtsloser Flaneur, der scheinbar ziellos, aber durchaus mit dem Blick fürs Detail durch die Straßen Berlins streift und sich dabei dem Zufall von Zeit und Ort überlässt. Seine Tage verbringt der sechsunddreißigjährige Junior Manager einer Shopping-Mall damit, im künstlich erleuchteten Lustschlösschen-Center, Einkaufserlebnisse für Kunden zu erfinden. „Tauchen Sie ein in die Marzipan Welt“, schwärmt er in seinem Kunden-Newsletter, den er Monat für Monat schreiben muss und in dem er von „zuckersüßen Multibeeren aus der Region“ bis zum „extra geräumigen Planschbecken“ alles anpreist, was sich nur irgendwie verkaufen lässt. „Wir erzählen eine große Story, ein Epos von Ohnmacht und Macht, Von Pleitegeiern und himmlischen Heerscharen, von Untergang und Auferstehung“, erklärt es Augusts Chef Xerxes, der in diesem anspielungsreichen Roman nicht zufällig den Namen des bauwütigen Pharaonen trägt. Adressaten dieser Legende aus Glas und Plastikpalmen sind Rentnerinnen, die mit Eisbechern auf der Galerie im Panorama-Café sitzen, Schulschwänzerinnen, die Rolltreppen hinauf- und hinabfahren, und Kinderwagen schiebende Hausfrauen. „Die Mall am Mittag eines Werktags ist eine Welt in Schieflage“, sinniert August, „wie die männerlose Welt nach einem großen Krieg.“ Der grellen Tagwelt des Lustschlösschen-Centers aus Sportstudio, Erlebnisbad und Multiplex stehen Augusts einsame Nächte gegenüber. Der junge Mann, der sich erst mit Ritalin aufputscht, um dann zur Beruhigung Baldriantropfen zu nehmen, kann nicht mehr schlafen. Seine Freundin Susanne ist auf unbestimmte Zeit nach London entschwunden, und wenn er nicht gerade zu Hause Musik von Richard Strauss oder Bach auflegt, zieht es ihn hinaus in die Stadt, in der er sich berauscht an fremden Erlebnissen, Bildern und Geschichten. August schleicht durch Treppenhäuser und schaut in Briefkastenschlitze, er streunt über Friedhöfe, Spielplätze und untersucht Klingelschilder, ihn fesseln Orte, an denen sich die Zeiten ineinanderschieben: die Designerboutique, die einmal ein Kramladen war, das leerstehende Geschäft, das noch den Namenszug „Bäckerei“ erkennen lässt, der Supermarkt, der einmal ein Kino gewesen sein muss. Jeder dieser Orte birgt eine Welt für sich.

Ein durchaus auch philosophischer Rundgang durch Berlin

Thomas Fritzenwallner aus Wiener Neustadt am 20.07.2011
Bewertungsnummer: 731013
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Albrecht Selge schickt den Protagonisten seines soeben erschienenen ersten Romans auf endlose Fußmärsche durch Berlin. Dabei ist sein Romanheld keinesfalls auf touristische Sehenswürdigkeiten aus. August Kreuzter ist vielmehr ein absichtsloser Flaneur, der scheinbar ziellos, aber durchaus mit dem Blick fürs Detail durch die Straßen Berlins streift und sich dabei dem Zufall von Zeit und Ort überlässt. Seine Tage verbringt der sechsunddreißigjährige Junior Manager einer Shopping-Mall damit, im künstlich erleuchteten Lustschlösschen-Center, Einkaufserlebnisse für Kunden zu erfinden. „Tauchen Sie ein in die Marzipan Welt“, schwärmt er in seinem Kunden-Newsletter, den er Monat für Monat schreiben muss und in dem er von „zuckersüßen Multibeeren aus der Region“ bis zum „extra geräumigen Planschbecken“ alles anpreist, was sich nur irgendwie verkaufen lässt. „Wir erzählen eine große Story, ein Epos von Ohnmacht und Macht, Von Pleitegeiern und himmlischen Heerscharen, von Untergang und Auferstehung“, erklärt es Augusts Chef Xerxes, der in diesem anspielungsreichen Roman nicht zufällig den Namen des bauwütigen Pharaonen trägt. Adressaten dieser Legende aus Glas und Plastikpalmen sind Rentnerinnen, die mit Eisbechern auf der Galerie im Panorama-Café sitzen, Schulschwänzerinnen, die Rolltreppen hinauf- und hinabfahren, und Kinderwagen schiebende Hausfrauen. „Die Mall am Mittag eines Werktags ist eine Welt in Schieflage“, sinniert August, „wie die männerlose Welt nach einem großen Krieg.“ Der grellen Tagwelt des Lustschlösschen-Centers aus Sportstudio, Erlebnisbad und Multiplex stehen Augusts einsame Nächte gegenüber. Der junge Mann, der sich erst mit Ritalin aufputscht, um dann zur Beruhigung Baldriantropfen zu nehmen, kann nicht mehr schlafen. Seine Freundin Susanne ist auf unbestimmte Zeit nach London entschwunden, und wenn er nicht gerade zu Hause Musik von Richard Strauss oder Bach auflegt, zieht es ihn hinaus in die Stadt, in der er sich berauscht an fremden Erlebnissen, Bildern und Geschichten. August schleicht durch Treppenhäuser und schaut in Briefkastenschlitze, er streunt über Friedhöfe, Spielplätze und untersucht Klingelschilder, ihn fesseln Orte, an denen sich die Zeiten ineinanderschieben: die Designerboutique, die einmal ein Kramladen war, das leerstehende Geschäft, das noch den Namenszug „Bäckerei“ erkennen lässt, der Supermarkt, der einmal ein Kino gewesen sein muss. Jeder dieser Orte birgt eine Welt für sich.

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Wach

von Albrecht Selge

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