Andreas ist ein Clochard in Paris. Er schläft unter den Seine-Brücken, statt einer Decke halten ihn alte Zeitungen warm. Und er ist ein Trinker, geradezu ein Säufer. Die Begegnung mit einem Unbekannten, der ihm zweihundert Franc leiht, setzt eine Kette von kleinen Wundern in Gang: ein warmes Essen, eine gründliche Rasur, eine Begegnung mit einer verflossenen Liebe und mit einem alten Freund - und immer wieder der Alkohol. Ein unorthodoxer Heiliger, eine melancholische und versöhnliche Legende, die Joseph Roth als sein Testament bezeichnete.
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Wunschdenken trifft auf Realität
Bewertung am 29.06.2020
Bewertungsnummer: 393592
Bewertet: eBook (ePUB)
Roths Erzählung beginnt beinahe märchenhaft: Ein Fremder schenkt dem alkoholkranken Obdachlosen Andreas zweihundert Francs, die glorreiche Zukunft scheint plötzlich ganz nah. Doch die Realität ist kein Märchen. Und Andreas ist immer noch ein Trinker ... So knapp wie atmosphärisch, so traurig wie schön - die "Legende" möchte man am liebsten wieder und wieder lesen!
Wie gewonnen...
Bewertung (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 15.10.2023
Die Legende vom heiligen Trinker - Joseph Roth 1939
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Kurz, knackig, amüsant.
Die Legende vom heiligen Trinker ist eine Novelle von Joseph Roth, die 1939 posthum veröffentlicht wurde.
Das Buch handelt vom obdachlosen Andreas, der 1934 in Paris lebt. Durch einen Zufall bekommt er eine Summe Geld, das er, weil er ein Mann von Ehre ist, auch zurückzahlen will. Doch im Rausch vergisst er den guten Vorsatz und versäuft das ganze Geld. Durch ehrliche Arbeit verdient er das Geld wieder, doch versäuft er es erneut. Ein Teufelskreis, bei dem ich den Schluss noch offen lassen will, damit dem Leser eine gewisse Spannung erhalten bleibt.
Mit viel Witz geschrieben, hat mich das Buch auf den ganzen 100 Seiten köstlich unterhalten!