Volkszählung und Datenschutz Proteste zur Volkszählung 1983 und 1987 in der Bundesrepublik Deutschland
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Sprache:Deutsch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Ja
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
01.06.2009
Verlag
Bedey & Thoms Media eBookSeitenzahl
120 (Printausgabe)
Dateigröße
1233 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783836623889
Folge war eine unvorhergesehene, bundesweite Protestbewegung, dessen Konsequenz die Verschiebung der Volkszählung auf das Jahr 1987 war. Massgeblich für die Aussetzung der Erhebung war das Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 15. Dezember 1983, das auch langfristige Folgen für den Datenschutz haben sollte. So sprach das Bundesverfassungsgericht im Urteil erstmals vom Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung, wodurch der Datenschutz Grundrechtsqualität erlangte.
Neuer Stichtag des Zensus war der 25. Mai 1987, zu dem die Volkszählung schliesslich durchgeführt werden konnte. Begleitet wurde sie auch in diesem Jahr von Protestaktionen, vor allem in Form von Boykotten, die das Ergebnis verfälschten und nach Ansicht von Kritikern unbrauchbar machten.
In diesem Buch werden die gesellschaftlichen und politischen Konstellationen und Problemdefinitionen zur Volkszählung und die unterschiedlichen Protestakteure und ihre Motive von 1983 und 1987 analysiert. Die verschiedenen Ausdrucksformen des Protests mit Blick auf Mobilisierung und Protestverlauf, Aktionsformen und Sprache und Symbolik stellen einen weiteren Schwerpunkt dieser Studie dar. Auch die Gegenoffensive der Volkszählungsbetreiber darf dabei nicht unberücksichtigt bleiben. Abschliessend werden die jeweils kurzfristigen und dauerhaften Folgen des Widerstands für Volkszählung und Datenschutz beleuchtet.
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