Fragt man nach dem Begriff der " interkulturellen Vernunft ", also nach einer Vernunft, die " zwischen " den Kulturen angesiedelt und deshalb allen gemeinsam ist, dann gilt es zunächst, den vorherrschenden, perspektivisch eingeschränkten, Vernunftbegriff zu dekonstruieren. Wir stellen im Vorliegenden kurz die Grundmodelle bereit, auf welche sich die hier ausgeführten Schlussfolgerungen, welche sich diesem Vorgehen verdanken, zu stützen haben. Wir werden ferner versuchen, die Frage zu erhellen, inwieweit ein genuin interkultureller Kontext der Argumentation entwickelt werden kann, der geeignet ist, den kommunikativen Diskurs zu einem tatsächlich interkulturellen werden zu lassen, und wir werden feststellen, dass der Weg hieraufhin nur bestritten werden kann, wenn es gelingt, den wesentlichen Umstand zu berücksichtigen, dass jene angestrebte Diskurspraxis immer schon mit Ethik vermittelt ist.
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