Nesthäkchen und der Weltkrieg Nesthäkchen - Reihe Nr. 4
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inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Ja
Text-to-Speech
Ja
Altersempfehlung
9 - 12 Jahr(e)
Erscheinungsdatum
03.08.2014
Verlag
Andersseitig.deSeitenzahl
191 (Printausgabe)
Dateigröße
1326 KB
Sprache
Deutsch
EAN
9783955014483
Band 4 schildert Annemaries Erlebnisse im Ersten Weltkrieg von 1914 bis 1916.
Annemaries Vater, Dr. Braun, ist als Soldat und Stabsarzt in Frankreich. Auch die Mutter ist abwesend: Sie weilte bei Kriegsausbruch bei ihrer Kusine Annchen, die mit dem Engländer John verheiratet ist, und kann nicht nach Deutschland zurück, da sie aufgrund einer Nervenkrise die letzte Abreisemöglichkeit für Deutsche verpasste. Von ihren Briefen treffen nur einige bei ihrer Familie ein. Während der Abwesenheit der Eltern kümmern sich die Grossmutter, das Kindermädchen Lena und die Köchin Hanne um Annemarie und ihre Brüder.
Schliesslich wird die Mutter, nachdem sie sich unvorsichtigerweise begeistert über den Erfolg der deutschen U-Boote geäussert hat, als angebliche Spionin verhaftet, jedoch bald darauf wieder freigelassen.
Annemaries Bruder Hans bringt eines Tages ein Findelkind mit nach Hause, das Baby ostpreussischer Flüchtlinge, die wahrscheinlich umgekommen sind. Annemarie nimmt das Kind ins Haus und gibt ihm aus Begeisterung für Paul von Hindenburg den Namen "Hindenburg". Zuletzt kommt das Kind zum Hausmeisterehepaar und erhält den Namen Max. Annemaries Patriotismus geht so weit, dass sie daheim und in ihrer Klasse eine "Fremdwortkasse" einrichtet - wer ein Fremdwort benutzt ("Pompadour" statt "Handtasche", "Portier" statt "Hausmeister" usw.), muss fünf Pfennig zahlen.
In Annemaries Klasse kommt ein neues Mädchen, Vera Burkhard aus Czernowitz in der Bukowina, welches kaum Deutsch spricht. Angestachelt von zwei älteren Mädchen, hält Annemarie Vera für eine "polnische Spionin" und damit "Feindin" und beginnt, das Mädchen zu schikanieren. Ihre Freundinnen Margot, Ilse und Marlene haben Mitleid mit Vera, wagen jedoch keinen Widerspruch gegen die dominante Annemarie. Gelegentlich kommen auch Annemarie Zweifel an der Richtigkeit ihres Verhaltens, doch will sie sich ihr Unrecht nicht eingestehen. Schliesslich verkündet der Klassenlehrer, dass Veras Vater in der Karpatenschlacht auf deutscher Seite gefallen sei und somit den sogenannten "Heldentod" erlitten habe. Veras Ansehen ist daraufhin wiederhergestellt, und die beschämte Annemarie will ihr Verhalten wiedergutmachen. Vera wird zu ihrer besten Freundin.
Weitere wichtige Episoden:
Annemarie hält einen im Haus lebenden Thailänder für einen feindlichen Japaner und grüsst ihn fortan nicht mehr, doch Fräulein Lena erklärt ihr, Unhöflichkeit sei niemals etwas patriotisches. Als Annemarie befürchtet, ihrer Mutter ginge es in England schlecht, erklärt ihr ein Arzt, ein Kollege ihres Vaters, lachend: "So arg behandeln die Engländer Damen nicht, wenn sie auch einer feindlichen Nation angehören." Eines Abends betet Annemarie zum lieben Gott, er möge Deutschland unterstützen, bis ihr einfällt, dass vielleicht französische und englische Kinder zum gleichen Gott beten. Daraufhin bittet sie Gott, doch wenigstens neutral zu sein. Als Annemarie in ihrem Patriotismus kein Französisch und Englisch mehr lernen will, da es die Sprachen der Feinde sind, erteilt ihr der Lehrer eine Lektion im Weiterdenken: Nach dem Krieg müssten die Beziehungen der Völker neu angeknüpft werden, wofür Sprachkenntnisse vonnöten seien, und das Vaterland brauche eine gebildete Jugend.
Annemaries Vater, Dr. Braun, ist als Soldat und Stabsarzt in Frankreich. Auch die Mutter ist abwesend: Sie weilte bei Kriegsausbruch bei ihrer Kusine Annchen, die mit dem Engländer John verheiratet ist, und kann nicht nach Deutschland zurück, da sie aufgrund einer Nervenkrise die letzte Abreisemöglichkeit für Deutsche verpasste. Von ihren Briefen treffen nur einige bei ihrer Familie ein. Während der Abwesenheit der Eltern kümmern sich die Grossmutter, das Kindermädchen Lena und die Köchin Hanne um Annemarie und ihre Brüder.
Schliesslich wird die Mutter, nachdem sie sich unvorsichtigerweise begeistert über den Erfolg der deutschen U-Boote geäussert hat, als angebliche Spionin verhaftet, jedoch bald darauf wieder freigelassen.
Annemaries Bruder Hans bringt eines Tages ein Findelkind mit nach Hause, das Baby ostpreussischer Flüchtlinge, die wahrscheinlich umgekommen sind. Annemarie nimmt das Kind ins Haus und gibt ihm aus Begeisterung für Paul von Hindenburg den Namen "Hindenburg". Zuletzt kommt das Kind zum Hausmeisterehepaar und erhält den Namen Max. Annemaries Patriotismus geht so weit, dass sie daheim und in ihrer Klasse eine "Fremdwortkasse" einrichtet - wer ein Fremdwort benutzt ("Pompadour" statt "Handtasche", "Portier" statt "Hausmeister" usw.), muss fünf Pfennig zahlen.
In Annemaries Klasse kommt ein neues Mädchen, Vera Burkhard aus Czernowitz in der Bukowina, welches kaum Deutsch spricht. Angestachelt von zwei älteren Mädchen, hält Annemarie Vera für eine "polnische Spionin" und damit "Feindin" und beginnt, das Mädchen zu schikanieren. Ihre Freundinnen Margot, Ilse und Marlene haben Mitleid mit Vera, wagen jedoch keinen Widerspruch gegen die dominante Annemarie. Gelegentlich kommen auch Annemarie Zweifel an der Richtigkeit ihres Verhaltens, doch will sie sich ihr Unrecht nicht eingestehen. Schliesslich verkündet der Klassenlehrer, dass Veras Vater in der Karpatenschlacht auf deutscher Seite gefallen sei und somit den sogenannten "Heldentod" erlitten habe. Veras Ansehen ist daraufhin wiederhergestellt, und die beschämte Annemarie will ihr Verhalten wiedergutmachen. Vera wird zu ihrer besten Freundin.
Weitere wichtige Episoden:
Annemarie hält einen im Haus lebenden Thailänder für einen feindlichen Japaner und grüsst ihn fortan nicht mehr, doch Fräulein Lena erklärt ihr, Unhöflichkeit sei niemals etwas patriotisches. Als Annemarie befürchtet, ihrer Mutter ginge es in England schlecht, erklärt ihr ein Arzt, ein Kollege ihres Vaters, lachend: "So arg behandeln die Engländer Damen nicht, wenn sie auch einer feindlichen Nation angehören." Eines Abends betet Annemarie zum lieben Gott, er möge Deutschland unterstützen, bis ihr einfällt, dass vielleicht französische und englische Kinder zum gleichen Gott beten. Daraufhin bittet sie Gott, doch wenigstens neutral zu sein. Als Annemarie in ihrem Patriotismus kein Französisch und Englisch mehr lernen will, da es die Sprachen der Feinde sind, erteilt ihr der Lehrer eine Lektion im Weiterdenken: Nach dem Krieg müssten die Beziehungen der Völker neu angeknüpft werden, wofür Sprachkenntnisse vonnöten seien, und das Vaterland brauche eine gebildete Jugend.