»Ich will vom Fieber erzählen, von unserer Stadt Amanzi – und von dem Mord an meinem Vater Willem.«Nicolaas Storm fährt mit seinem Vater Willem durch ein vollkommen verändertes Südafrika. Nach einem Fieber, das weltweit fünfundneunzig Prozent der Menschen getötet hat, versuchen die beiden, einen sicheren Platz zum Leben zu finden. Das Land ist in einem Zustand der Gesetzlosigkeit. Gangs ziehen schwerbewaffnet umher, wilde Tiere bedrohen die Menschen. Schließlich aber finden Vater und Sohn einen Platz für eine Siedlung. Andere Menschen stoßen zu ihnen – Abenteurer, elternlose Kinder, ehemalige Soldaten. Sie alle müssen die Gesetze des Überlebens neu lernen. Nico wird zum Schützen ausgebildet. Er verliebt sich in Sofia, die wildeste Frau, die jemals ihre kleine Stadt betreten hat, und er beginnt wieder an eine Zukunft zu glauben. Bis die Katastrophe passiert – und sein Vater ermordet wird.»Einen Roman zu schreiben ist wie eine Reise in ein unbekanntes Land. Und die Entdeckungen, die man während dieser Reise macht – über die eigene Welt und sich selbst, formen und verändern nicht nur die Geschichte, sondern auch den Autor. Der Grund, warum dieses Buch so besonders für mich ist, liegt darin, wie es mich und mein Schreiben verändert hat. Und wie es meinen Blick auf das menschliche Zusammensein neu geformt hat.« Deon Meyer
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
Bewertung
aus Wien
4/5
18.01.2021
Hörbuch (CD)
Dystopie, Thriller, Liebesgeschichte, Drama
Fever verbindet das alles und noch mehr. Deon Meyer hat ein wirklich großartiges Buch geschrieben, welches mich von Anfang an gefesselt hat. Ich habe diese Buch als Hörbuch genossen und kann den Sprecher nur loben, da er das Buch auf seine Weise sehr gut interpretiert hat.
Zu der Geschichte - Nico und Wilhelm Storm und ihre Geschichte nach einer verehrenden Seuche, welche 90 % der Menschen ausgelöscht hat. Ihr Versuch eine neue, bessere Gesellschaft aufzubauen mit all ihren Widrigkeiten und Rückschlägen.
Meyer schafft es hervorragend den Leser in die Geschichte hineinzuziehen und fasst hat man das Gefühl, ein Teil von Amanzi zu sein. Man entwickelt Sympathien zu den einzelnen Protagonisten und erlebt Nicos Weg vom Kind zum jungen Erwachsenen bis zum Tag der sein Leben verändert, in jeder nur erdenklichen Weise.
Stellenweise hatte das Buch einige längen, aber über diese kann man hinwegsehen. Was mich wirklich überrascht hat, war das Ende des Buches. Mit so einer Wendung hätte ich nicht gerechnet. Leider wurde der Schluss im Vergleich zum Aufbau des Buches davor, viel zu schnell abgehandelt. Und das abrupte Ende ließ mich dann auch ziemlich unbefriedigt zurück. Zuviel Fragen waren für mich noch offen. Und einer der wichtigsten Plots - Trunkenboltz und Co. - wurde meiner Meinung nach nicht wirklich aufgelöst.
Schade, deshalb auch für mich keine 5 Sterne, obwohl ich das Buch trotzdem unbedingt als lesenswert empfehle.
monerl
aus Langen
3/5
18.01.2021
Hörbuch (CD)
Spannend und langatmig zugleich
(3,5 Sterne)
Dieses Zitat beschreibt das Buch am treffendsten:
» Der neue 700-Seiten-Wälzer hat zwar Krimielemente, ist jedoch viel mehr ein gesellschaftspolitisches Epos, auch ein bisschen Psychothriller und Science-Fiction, aber ebenso ein Entwicklungsroman und ein Ökothriller. Eine wilde Mischung, die zu fesseln vermag. « (Tages-Anzeiger 2017-10-11)
Ich lese sehr gerne Dystopien und Endzeitromane, da mich fasziniert, auf welche Ideen die Autoren kommen und wie sie sich eine mögliche Zukunft vorstellen kommen.
Deon Meyer lässt in seiner vorliegenden Zukunftsversion 95% der Weltbevölkerung durch ein Virus sterben. Die Überlebenden finden sich in einer neuen Welt wieder, in einer Welt ohne Strom, ohne große Hilfsmittel, beschränkten medizinischen Kenntnissen, geringen Fortbewegungsmitteln usw. Zwei davon sind Vater Willem und Sohn Nico, was sehr ungewöhnlich ist, da fast alle Familien auseinandergebrochen sind, weil fast immer nur eine Person einer Familie das Virus überlebt hat. Auf der Suche nach einer neuen Heimat und Überlebensschance gründet Willem eine neue Gemeinschaft, Amanzi, in der sich die neuen Bürger durch Arbeitskraft und auch Wissen unterstützen und helfen und sich auch gegenseitig beschützen müssen, da es nun sehr viele Überlebende gibt, die sich ihr Leben durch Rauben, Plündern und Gewalt zu sichern versuchen.
Sehr schön zeigt der Autor auf, vor welchen Schwierigkeiten die Überlebenden stehen und wie sie versuchen, diese zu lösen. Dabei hat Deon Meyer sehr starke und überzeugende Charaktere geschaffen!
Allen voran Willem, der Zukunft trotz allem positiv entgegenschauend, für seinen Sohn das Beste wollend, demokratisch eingestellt und als führende Persönlichkeit für Amanzi mehr als geeignet.
Nico, noch Jugendlicher als die Epidemie ausbrach, seine Mutter vermissend und auf der Suche nach seinem Platz in dieser neuen Welt. Er muss erkennen, dass sein Vater kein Superheld ist und sogar seine Hilfe und Unterstützung benötigt.
Viele weitere interessante Charaktere, die vielschichtig ausgearbeitet wurden, füllen den Roman und lassen ihn leben.
Nico erzählt für ein Geschichtsprojekt rückblickend, wie und was alles nach der Epidemie passiert ist, wie Amanzi gegründet wurde, zu was Amanzi wurde und wie es dazu kam, dass sein Vater ermordet wurde. Aus vielen Interviews mit Amazis Bewohnern, gibt es gelungene Perspektivwechsel und diese rundeten den Überblick über das ganze Geschehen ab.
Doch zeitweise war mir der Roman, neben einigen sehr spannenden Stellen, zu langatmig. Die gegen Ende immer wieder sehr kurzen Interviews und der damit häufige Wechsel des Erzählers, störte zunehmend meinen Hörfluss. Trotz recht detaillierter Beschreibungen der Gegend von Südafrika, konnte ich mir kaum eine Vorstellung vom Setting machen. Hin und wieder gab es wilde Tiere, die das Leben der Menschen streiften oder beeinflussten. Das waren dann die Punkte, die mich daran erinnerten, dass wir uns im Südafrika von morgen befinden. Zur Örtlichkeit fand ich den ganzen Roman lang keinen Zugang finden.
Das Buch steuerte auf ein Endereignis hin, das aussergewöhnlich sein musste. Und ja, der Schluss hat mich überrascht. Diese Auflösung hatt ich zu keiner Zeit vor Augen. Aber kaum war sie eingeführt, war sie auch schon zu Ende. Einige Fragen werden damit beantwortet. Und doch fühlte ich mich irgendwie aus der Geschichte hinauskatapultiert. Ein weniger abgehacktes Ende hätte mir mehr zugesagt.
Zum Hörbuch:
Der Sprecher Martin Bross war mir bisher nicht bekannt. Doch seine Stimme passte sehr gut, um das Hörbuch hörenswert zu machen. Sie hat eine gewisse Schwere, die für das Thema "Endzeit" gut ausgewählt wurde.
Fazit:
Eine sehr gut recherchierte Geschichte, die sehr viele Themen aufnimmt und auch aufarbeitet. Interessante Charaktere, die man während des Lesens immer besser kennenlernt. Für mich jedoch zum einen zu langatmig und zum Ende zu kurz. Gerne hätte ich, über die Auflösung hinaus, einen runden Abschluss zu Amanzi und einen Ausblick in eine weitere nahe Zukunft gehabt. Ein gutes Buch, dem der letzte Kick gefehlt hat.
Bewertung
5/5
01.09.2025
eBook (ePUB)
Völlig überraschend ist das…
Völlig überraschend ist das eines meiner Lieblingsbücher. Kein typischer Deon Meyer Krimi, sondern ein Endzeit Roman. Rund um die eigentliche Geschichte dreht sich das Buch eigentlich darum wie eine Gruppe in einer Welt voller Problemen und bösen Menschen ihre Menschlichkeit bewahrt. Es erinnert an "Die Straße" von McCarty, welches vielleicht noch etwas triester gezeichnet ist. Wem "Die Straße" gefällt dem sollte Fever auch gefallen, und umgekehrt. Ich jedenfalls liebe beide Bücher da sie mich in eine fremdartige spannende Welt voller Grausamkeit einerseits und auch voller Menschlichkeit andererseits entführt.
Bewertung
aus Koblenz
5/5
26.06.2025
eBook (ePUB)
spannende Geschichte
Das Beste? Das Buch handelt mal nicht in Amiland, LA oder NY. Sondern in Südafrika. Wie kommt die Restmenschheit mit den Bedingungen nach dem Zusammenbruch klar. Ja, es gibt menschlische Verflechtungen, aber der Romantikanteil hält sich in Grenzen. Ich fand es Spannend.
Vargsangen
5/5
29.11.2024
Buch (Taschenbuch)
Großartig
Das Buch hat mich von der ersten Seite an begeistert. Es ist in einem unglaublich guten Schreibstil verfasst. Die Charaktere besitzen Tiefe und man baut schnell eine Bindung zu ihnen auf. Der Plot ist fesselnd, spannend und zeugt von verdammt guter Recherche. Alles ist nachvollziehbar und korrekt. Ich konnte es nicht aus der Hand legen. Einige Zeit später habe ich es mir erneut als Hörbuch angehört, der Sprecher hat einen sehr guten Job gemacht. Eine Seltenheit.