Einatmen, Ausatmen

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Roman

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Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

08.08.2017

Verlag

Ars vivendi

Seitenzahl

247

Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

08.08.2017

Verlag

Ars vivendi

Seitenzahl

247

Maße (L/B/H)

21.6/13.9/2.7 cm

Gewicht

446 g

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-86913-719-3

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Fly me to the Moon

Miro aus Wels am 03.02.2021

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

"In diesem Raum ist so viel Schuld, wer wird das alles verzeihen können, den Menschen gibt es nicht." (S. 222) Giorgia liegt im Koma und ihre Männer treten an: Ihr Noch-Ehemann Konrad, der sie seit acht Jahren nicht mehr gesehen hat und sich schlecht fühlt, weil er seinen Ehering nicht finden konnte. Ihr Freund Ben, der Drummer, der beim Unfall dabei war, aber mit leichten Verletzungen davongekommen ist. Und Cesco, ihr Online Freund, den sie sehr geliebt hat, der aber nicht den Mut hatte, seine Frau zu verlassen. Alle drei erheben Anspruch auf Giorgia und alle drei kämpfen mit Schuldgefühlen. Schuld ist da zentrale Thema in diesem Roman. Die Männer weisen sich gegenseitig Schuld zu, sehen sich ihrer eigenen Schuld gegenüber, machen Eingeständnisse und verfallen wieder in der Muster der Schuldzuweisung. Sie drehen sich im Kreis, beginnen sich zu öffnen, sich ihrer eigenen Geschichte zu stellen, nur um schließlich doch wieder dort zu landen, wo alle los ging. "Alle dachten über die Schuld nach, die eigene und die der anderen, und der Körper wurde dunkler und schwerer." (S. 222) Aber auch Giorgia fühlt sich schuldig. Ihre Gedanken kreisen ebenfalls, hetzen um die Dramen ihres Lebens, möchten sich verabschieden und hoffen auf Vergebung. Giorgias Geschichte ist sehr berührend, aber nicht ganz einfach zu lesen. Die drei Männer sind grundverschieden und so ist auch ihre Sprache. Das ist etwas gewöhnungsbedürftig. Und Giorgias Gedanken hetzen wirklich dahin. Ohne Punkt und Komma. Man muss sich darauf einlassen! Das Buch ist wie Jazz, der ist auch nicht immer einfach zu hören und manchmal hat man das Gefühl, etwas passt gar nicht, nur um daraufhin zu merken, dass doch alles stimmig ist. Außerdem liefert die Autorin einen großartigen Soundtrack mit. Alle Kapitel sind mit einem Songtitel übertitelt und den Männern sind Instrumente zugeordnet. Also Musik andrehen und loslesen!

Fly me to the Moon

Miro aus Wels am 03.02.2021
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

"In diesem Raum ist so viel Schuld, wer wird das alles verzeihen können, den Menschen gibt es nicht." (S. 222) Giorgia liegt im Koma und ihre Männer treten an: Ihr Noch-Ehemann Konrad, der sie seit acht Jahren nicht mehr gesehen hat und sich schlecht fühlt, weil er seinen Ehering nicht finden konnte. Ihr Freund Ben, der Drummer, der beim Unfall dabei war, aber mit leichten Verletzungen davongekommen ist. Und Cesco, ihr Online Freund, den sie sehr geliebt hat, der aber nicht den Mut hatte, seine Frau zu verlassen. Alle drei erheben Anspruch auf Giorgia und alle drei kämpfen mit Schuldgefühlen. Schuld ist da zentrale Thema in diesem Roman. Die Männer weisen sich gegenseitig Schuld zu, sehen sich ihrer eigenen Schuld gegenüber, machen Eingeständnisse und verfallen wieder in der Muster der Schuldzuweisung. Sie drehen sich im Kreis, beginnen sich zu öffnen, sich ihrer eigenen Geschichte zu stellen, nur um schließlich doch wieder dort zu landen, wo alle los ging. "Alle dachten über die Schuld nach, die eigene und die der anderen, und der Körper wurde dunkler und schwerer." (S. 222) Aber auch Giorgia fühlt sich schuldig. Ihre Gedanken kreisen ebenfalls, hetzen um die Dramen ihres Lebens, möchten sich verabschieden und hoffen auf Vergebung. Giorgias Geschichte ist sehr berührend, aber nicht ganz einfach zu lesen. Die drei Männer sind grundverschieden und so ist auch ihre Sprache. Das ist etwas gewöhnungsbedürftig. Und Giorgias Gedanken hetzen wirklich dahin. Ohne Punkt und Komma. Man muss sich darauf einlassen! Das Buch ist wie Jazz, der ist auch nicht immer einfach zu hören und manchmal hat man das Gefühl, etwas passt gar nicht, nur um daraufhin zu merken, dass doch alles stimmig ist. Außerdem liefert die Autorin einen großartigen Soundtrack mit. Alle Kapitel sind mit einem Songtitel übertitelt und den Männern sind Instrumente zugeordnet. Also Musik andrehen und loslesen!

Giorgia und ihre Männer

leseratte1310 am 03.02.2021

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Giorgia hatte einen Autounfall und liegt nun in einem Krankenhaus in Hudson (New York) im Koma. An ihrem Bett erscheinen die Männer, welche in Giorgias Leben eine Bedeutung hatten. Da ist zunächst ihr Noch-Ehemann Konrad, zu dem seit vielen Jahren kein Kontakt bestand. Auch ihr Musikerkollege Ben, mit dem sie eine Beziehung hat, erscheint und am Ende auch noch Cesco, Giorgias virtueller Liebhaber. Von der Autorin Nataša Dragnić hatte ich bereits "Immer wieder das Meer" gelesen, was mir gut gefallen hatte. Dieses Buch konnte mich allerdings nicht begeistern. Die Männer sind aus Sorge an Giorgias Bett geeilt, doch von der Sorge ist wenig zu spüren, da sie sich plötzlich in einem Wettbewerb befinden. Nach dem Tod der gemeinsamen Tochter hat Giorgia Konrad verlassen. Mich verwunderte es, dass er nach vielen Jahren Funkstille sogleich ins Krankenhaus eilte. Er ist Philosophieprofessor und ein gefühlsarmer Mensch, ganz im Gegensatz zu dem Drummer Ben, der nicht einmal wusste, dass Giorgia verheiratet ist. Bens Ausdrucksweise ist furchtbar. Nur Cesco, den sie nie gesehen hat, weiß mehr von ihr. Mit ihm plante sie eine Heirat, obwohl beide noch verheiratet sind. Die Männer erinnern sich und tauschen ihre Geschichten aus. Aber sie stehen in einem Wettstreit miteinander, wer wohl das Recht auf Giorgia hat, dabei geht es eigentlich nur um ihre Befindlichkeiten. Ich konnte mit keiner der beteiligten Personen mitfühlen, auch nicht mit Giorgia, die immer wieder Schicksalsschläge hinnehmen musste. Doch wieso gibt sie sich die Schuld daran? Ihre Gedankengänge werden in Abschnitten ohne Punkt und Komma dargestellt, was schwer zu lesen ist und in mir daher keine Gefühle auslöst. Aber auch bei den Männern spüre ich Schuldgefühle. Gut gefallen hat mir, dass die Kapitel mit Songtiteln überschrieben waren, das offene Ende gefiel mir dagegen weniger. Ein anspruchsvolles Buch über Beziehungen und Schuldgefühle mit dem ich mich etwas schwer getan habe.

Giorgia und ihre Männer

leseratte1310 am 03.02.2021
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Giorgia hatte einen Autounfall und liegt nun in einem Krankenhaus in Hudson (New York) im Koma. An ihrem Bett erscheinen die Männer, welche in Giorgias Leben eine Bedeutung hatten. Da ist zunächst ihr Noch-Ehemann Konrad, zu dem seit vielen Jahren kein Kontakt bestand. Auch ihr Musikerkollege Ben, mit dem sie eine Beziehung hat, erscheint und am Ende auch noch Cesco, Giorgias virtueller Liebhaber. Von der Autorin Nataša Dragnić hatte ich bereits "Immer wieder das Meer" gelesen, was mir gut gefallen hatte. Dieses Buch konnte mich allerdings nicht begeistern. Die Männer sind aus Sorge an Giorgias Bett geeilt, doch von der Sorge ist wenig zu spüren, da sie sich plötzlich in einem Wettbewerb befinden. Nach dem Tod der gemeinsamen Tochter hat Giorgia Konrad verlassen. Mich verwunderte es, dass er nach vielen Jahren Funkstille sogleich ins Krankenhaus eilte. Er ist Philosophieprofessor und ein gefühlsarmer Mensch, ganz im Gegensatz zu dem Drummer Ben, der nicht einmal wusste, dass Giorgia verheiratet ist. Bens Ausdrucksweise ist furchtbar. Nur Cesco, den sie nie gesehen hat, weiß mehr von ihr. Mit ihm plante sie eine Heirat, obwohl beide noch verheiratet sind. Die Männer erinnern sich und tauschen ihre Geschichten aus. Aber sie stehen in einem Wettstreit miteinander, wer wohl das Recht auf Giorgia hat, dabei geht es eigentlich nur um ihre Befindlichkeiten. Ich konnte mit keiner der beteiligten Personen mitfühlen, auch nicht mit Giorgia, die immer wieder Schicksalsschläge hinnehmen musste. Doch wieso gibt sie sich die Schuld daran? Ihre Gedankengänge werden in Abschnitten ohne Punkt und Komma dargestellt, was schwer zu lesen ist und in mir daher keine Gefühle auslöst. Aber auch bei den Männern spüre ich Schuldgefühle. Gut gefallen hat mir, dass die Kapitel mit Songtiteln überschrieben waren, das offene Ende gefiel mir dagegen weniger. Ein anspruchsvolles Buch über Beziehungen und Schuldgefühle mit dem ich mich etwas schwer getan habe.

Unsere Kund*innen meinen

Einatmen, Ausatmen

von Natasa Dragnic

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