Sternstunden der Medizin im deutschen Kaiserreich - und eine Frau schreibt Geschichte: Teil 1 der packenden zweibändigen Historiensaga um die Ärztin Ricarda Thomasius. 1876 verlässt die 13-jährige Gärtnertochter Ricarda schweren Herzens die ruhige Weite der Mark Brandenburg, um Henriette von Freystetten ins lebendige Berlin zu begleiten. Als Mündel der Komtess lernt das aufgeweckte Mädchen eine faszinierende neue Welt kennen: Die unverheiratete Frau führt in der glanzvollen Kaiserstadt ein emanzipiertes Leben, hält Salons und praktiziert als eine der ersten deutschen Ärztinnen. Tuberkulose, Bleichsucht oder Frauenleiden - Dr. Freystetten hat sich bei ihren gutbetuchten Patientinnen längst einen Namen gemacht. Kranken Menschen zu helfen, dem Tod die Stirn zu bieten, davon beginnt auch Ricarda heimlich zu träumen. Denn um die siechen Frauen, die jenseits des Boulevards Unter den Linden in Armut leben, kümmert sich niemand. Ein selbstbestimmtes Leben, wie die Komtess es führt, ist für eine junge Frau ihres Standes zwar unvorstellbar. Aber Ricarda ist entschlossen, für ihr Glück zu kämpfen. Sie ahnt nicht, dass die herrische Komtess eigene Pläne für ihren Schützling schmiedet. Und dass Ricardas Begegnung mit einem jungen Medizinstudenten all ihre Vorsätze ins Wanken bringen wird ...
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
Bewertung
aus Eugendorf
5/5
22.07.2019
eBook (ePUB 3)
Die Ärztin
Sehr spannend, leicht zu lesen, habe es in zwei Tagen fertig gelesen.
Christiane
aus Köthen
5/5
05.01.2019
eBook (ePUB 3)
Tolles Buch, sehr emotional und fesselnd
Ich habe mir durch Zufall dieses Buch gekaut, weil ich was lesen wollte, was medizinisch thematisiert wird.
Ich hatte mir das Buch am Anfang anders vorgestellt, aber ich wurde nie enttäuscht.
Das Buch lässt sich sehr flüssig lesen, die Spannung wird niemals abgebaut und ich konnte es kaum aus der Hand legen.
Die Rolle der Frau zum thema Beruf wird thematisiert, dass es sich nicht gehört, dass die Frau Arbeit, und schon gar nicht werden Frauen als Ärzte akzeptiert. Dennoch gibt es in diesem Buch Frauen, die sich dem typischen Weg des gesellschaftlichen Lebens verweigern und um das kämpfen, was sie wollen, und ihre Träume erreichen, egal wie viele Steine ihnen in den Weg gelegt werden oder welche Schicksals sie treffen.
Das Buch ist daher auch emotionsgeladen und ich wollte immer wissen, wie es weiter geht. Zum Glück gibt es von dem Buch dann 3 Bände.
Das erste Buch hat mich schon sehr gefesselt und beeindruckt
Bewertung
aus St. Gallen
5/5
12.11.2018
eBook (ePUB 3)
Spannende Zeitgeschichte
Das Buch gibt einen guten Einblick in die Zeitgeschichte und die schwierige Stellung der Frau.Die Frau ist ein weitgehend rechtloses Geschöpf und auf Gedeih und Verderb auf den Goodwill des Ehemannes angewiesen.Sollte eine Frau einen anderen Beruf als den des Eheweibs und der Mutter ergreifen wollen,so ist sie auf das Einverständnis des Mannes angewiesen.Für eine Frau dieser Zeit ist Lehrerin der einzige mögliche Beruf ausser Haus, und auch den muss sie aufgeben, wenn sie sich verheiratet.Den Beruf der Ärztin kann man nur im damals vorschrittlicheren Ausland, der Schweiz erlernen.Der schwierige und mit viel Verzicht und Opferwillen behaftete Weg der Heldin dieses Buch ist mit viel Einfühlungsvermögen und grosser Detailkenntnisse der Geschichte der Zeit spannend und glaubhaft wiedergegeben.Man wartet mit grösster Spannung auf die Fortsetzung.
friederickes Bücherblog
aus Berlin
5/5
03.07.2018
eBook (ePUB 3)
Historische Reise in die Welt der Medizin des 19. Jahrhunderts
Das Cover
Ein Cover, das mich sofort und intensiv angesprochen hat. Die abgebildete junge Frau im 19. Jahrhundert, zieht mit ihrem Ausdruck den Blick auf sich, und Berlin im Hintergrund der damaligen Zeit, sorgt für den richtigen Rahmen. Der Titel und der Klappentext fügen sich harmonisch ein. Eine stimmige und beeindruckende Buchpräsentation.
Die Geschichte (Spoiler!)
Eine familiäre Tragödie auf dem Anwesen sorgt dafür, dass der Graf seine Tochter Henriette bittet, sich um Ricarda das Mädchen des Gärtners zu kümmern, die rechtzeitig zur Stelle war, um Antonia seine Enkelin zu retten, während ihre Schwester dabei zu Tode kam.
Sie nimmt das aufgeweckte Mädchen mit nach Berlin und schickt sie auf eine gute Schule. Ricarda tut sich anfänglich schwer, sich als armes Mädchen in einer völlig anderen Gesellschaft zurechtzufinden. Alles war nicht einfach und bedarf großer Anstrengungen.
Auch der Umzug vom ruhigen eher beschaulichen Brandenburger Land in die pulsierende Stadt Berlin beansprucht eine längere Eingewöhnung. Der in Berlin viel deutlicher sichtbare Unterschied zwischen Arm und Reich schockt sie sehr. Die erbärmlichen Lebensbedingungen der Bevölkerung treiben sie immer mehr an, helfen zu wollen.
Da aber Komtess Henriette als eine der ersten Ärztinnen eine Praxis führt, gewinnt sie Einblicke in eine Welt, die sie sich nicht vorstellen konnte. Ihr neues Leben führt sie über viele Wege und Stolpersteine, die es gilt, selbst nachzulesen, um nicht zu viel zu Spoilern.
Meine Meinung
Dieses Buch gehört zu den Büchern in 2018, die ich als besonders lesenswert einstufen möchte. Von der ersten Seite an beginnt das Lesevergnügen, das die Leser auf eine lange Zeitreise ins Kaiserreich und nach Berlin mitnimmt.
Die bedeutenden gesellschaftlichen Zwänge, die unglaublichen Gegensätze zwischen Arm und Reich, die Welt der Medizin, die zu dieser Zeit in ihren Anfängen steckt und die unterversorgte Bevölkerung, sind ein emotionaler Stoff, der mich auf diese Reise mitgenommen hat.
Im Mittelpunkt steht die 13-jährige Gärtnertochter Ricarda, die als Mündel der Komtesse Henriette von Freystetten in die Großstadt Berlin darf und fortan um ihre Zukunft kämpft und sich gleichzeitig für arme Menschen einsetzt. Wir begleiten sie, auf ihrem Lebensweg von der überzeugenden Helferin, bis zum Ziel eine Ärztin in dieser schwierigen Zeit werden zu wollen. Sie ist ein Mädchen und später eine junge Frau, die man ins Herz schließen und bewundern muss.
Alle Protagonisten sind ihren Charakteren entsprechend glaubwürdig. Die Historie und Zeitgeschichte wurde mit sehr viel Feingefühl in die Erzählung eingearbeitet. Das Autoren-Team schreibt in einer leicht verständlichen und lebhaften Sprache, die ein flüssiges Lesen garantiert. Die Schauplätze sind präzise und lebendig geschildert, sodass ich mich sehr gut in die Straßen, Plätze und Wege hineinbegeben konnte.
Die Geschichte wird über weite Strecken aus der Perspektive von Ricarda erzählt. Die Wechsel zu den Perspektiven der anderen Protagonisten unterstützen den Spannungsbogen, der durch das ganze Buch hindurch hochgehalten wird. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass ich etwas zu weit außerhalb stand, um in die Geschichte hineinzuschauen. Das blockt meines Erachtens immer etwas die Emotion und Nähe zu den Figuren. Dieses Empfinden kommt aber natürlich auch durch die Sprache der damaligen Zeit zustande, die von den Autoren sehr gut eingesetzt wurde und wie wir wissen, hielten die Menschen in dieser Zeit selbst in engen Beziehungen einen erkennbaren sprachlichen und körperlichen Abstand. Es ist auch nur mein persönliches Empfinden und schmälert auf keinen Fall die Lesefreude.
Ich habe insgesamt ein Buch gelesen, das ein Füllhorn an Spannung und Zeitgeschichte ausbreitet. Ein Buch, welches die damaligen fast nicht vorhandenen Rechte der Frau vor Augen führt und intensiv schildert. Eine Geschichte, die beschreibt, wie schwierig das Leben in dieser Zeit war und wie die medizinischen Gegebenheiten das Leben und den Tod im Griff hatten. Ein wunderbares Buch, das mich sehr beeindruckt hat und auch große Vorfreude auf den zweiten Band auslöst.
Das Buch erhält von mir eine Leseempfehlung.
Friedericke von „Friederickes Bücherblog“
Lerchie
5/5
29.05.2018
eBook (ePUB 3)
Ein spannendes Buch
Ricarda spielte mit dem Hund, ihre Schwester Antonia und die Grafentochter Floorentine hingegen liefen auf dem Eis, bis es plötzlich unter Florentine brach…. Und Antonia wurde von ihr bei ihrer Rettungsaktion hineingezogen…
Ricarda war noch viel zu weit entfernt als dies geschah, und so konnte sie nur eines der Mädchen retten…
Auch Ricardas Vater, der der Gärtner des Schlosses war, konnte dem Mädchen nicht mehr helfen…
Henriette, Floras Tante, nahm Ricarda mit nach Berlin…
Henriette war eine der ersten Ärztinnen in Berlin. Sie hatte in Zürich studiert und in Berlin eine Praxis… Hier durfte Ricarda manchmal helfen…
Henriette war nicht die einzige Ärztin in Berlin…
Als Ricarda eine Patientin zu Hause besuchte, begegnete sie deren Bruder….
Und dann gab es da noch einen kleinen Zwischenfall, der Ricarda und Henriette etwas entfremdete…
Warum brach das Eis an dieser Stelle? Wieso wurde Antonia von ihr hineingezogen? Wie schaffte es Ricarda eines der Mädchen zu retten? Und wen rettete sie? Antonia oder Florentine? Wieso nahm Henriette, Floras Tante, Ricarda mit nach Berlin? Warum hatte Henriette in Zürích studiert? Durfte sie in Berlin überhaupt praktizieren? Inwiefern durfte Ricarda helfen? Wer war noch als Ärztin in Berlin? Hatte sich Ricarda in den Bruder der Patientin verliebt? Was würde daraus werden? Was geschah, dass sich Ricarda und Henriette entfremdeten? Alle diese Fragen – und noch viel mehr – beantwortet dieses Buch.
Meine Meinung
Es ist das erste Buch, das ich von dieser Autorin, bzw. diesem Autoren-Ehepaar gelesen habe. Der Klappentext hatte mich neugierig gemacht und es hat mich auch nicht enttäuscht. Obwohl ich mich gemeinhin nicht nur auf einen Klappentext verlasse. Es ließ sich leicht und auch flüssig lesen. Ricarda tat mir sehr leid, auch wenn sie dadurch in die große Stadt kam und besser lernen konnte. Sie konnte dadurch etwas aus sich machen, und ist nach einem Ereignis zu der Erkenntnis gekommen, dass sie Ärztin werden will. Wie sie das geschafft, hat, wie sie sich durchgesetzt hat, ist sehr anschaulich beschrieben. Natürlich musste sie ebenfalls in Zürich studieren, denn ein Medizinstudium was damals für Frauen in Deutschland nicht möglich. Am schlimmsten fand ich das, was fast am Ende des Buches noch passierte, es hätte sie beinahe ruiniert. Ob tatsächlich alles gut wird, können wir im nächsten Band lesen. Ricarda hatte ja eigentlich auf Siegfried, den Bruder der erwähnten Patientin und mir ihr, Ricarda, verlobt, gewartet. Doch der war immer wieder in den deutschen Kolonien unterwegs, und auch manchmal nicht erreichbar. Das Buch bot für einen solchen Roman ein genügend Maß an Spannung, die sich auch bis zum Ende hielt. Es hat mich sehr gut unterhalten, mich gefesselt, so dass ich es fast nicht aus der Hand legen konnte. Von mir bekommt es eine Lese-/Kaufempfehlung sowie volle Bewertungszahl.