Produktbild: Gott wohnt im Wedding

Gott wohnt im Wedding Roman - Der neue Roman der Autorin von "Machandel"

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

56759

Erscheinungsdatum

25.03.2019

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

432 (Printausgabe)

Dateigröße

4365 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783641225360

Beschreibung

Rezension

»Ein Haus im Wandel der Zeiten, ein Jahrhunderthaus in der Utrechter Strasse – in dem die glänzende Erzählerin Scheer ihre Protagonisten in Szene setzt und über deren Lebensgeschichten romanhaft tief in die Historie eintaucht.«

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt
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Verkaufsrang

56759

Erscheinungsdatum

25.03.2019

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

432 (Printausgabe)

Dateigröße

4365 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783641225360

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  • Lesepartie

    aus Bielefeld

    5/5

    23.01.2024

    eBook (ePUB)

    Eindrucksvolle Lebensgeschichten

    Ein Mietshaus im Berliner Stadtbezirk Wedding erinnert sich an seine Erbauer und an seine Bewohner. Jahrzehnte der Geschichte, ein kommen und gehen, nur wenige sind dem Haus ein Leben lang treu geblieben wie die mittlerweile über 90jährige Gertrud. Sie ist in dieser Wohnung aufgewachsen, hat zusammen mit ihren Eltern und ihrer Großmutter hier gewohnt. In diesem Haus hat sie die schönsten, aber auch schrecklichsten Momente ihres Lebens erlebt und wenn es nach ihr geht, wird sie auch hier sterben. Das Haus ist heruntergekommen, die letzten anständigen Mieter schon längst ausgezogen. Nun sind in die teils kaum bewohnbaren Wohnungen Familien aus Osteuropa einquartiert worden. Gertrud kommt gut mit allen aus und sie helfen der alten Frau, die ihre Wohnung im oberen Stock nicht mehr verlassen kann. Eines Tages sieht Gertrud vom kleinen Balkon einen alten Mann im Innenhof sitzen. Auf der Stelle weiß sie, wer er ist. Mit ihm kommen schlagartig die Geister der Vergangenheit zurück. „Gott wohnt im Wedding“ erzählt von den Bewohnern eines Mietshauses, das nach und nach verkommt und zum Spielball von Spekulanten wird. Der Roman hat viele Geschichten zu berichten, die irgendwie alle zusammenhängen. Es geht um das Leben während des Dritten Reiches, aber auch um das Leben davor und das Leben in der heutigen Zeit. Es zeigt, dass vieles bleibt wie es immer war. Bis ins kleinste Detail sind die Hintergrundfakten recherchiert. Die Figuren sind nahbar, aufrichtig und aus dem echten Leben. Die Geschichte des Mietshauses erstreckt sich über hundert Jahre hinweg und somit erzählt der Roman auch von vielen Menschen. Ich hatte keinerlei Probleme den unterschiedlichen Handlungssträngen zu folgen. Obwohl der Roman zahlreiche Themen aufgreift, geht es in der Quintessenz nur um eins – eine Heimat zu finden. Der Autorin ist es gelungen einen kleinen Kosmos zu finden, der so viel vom Leben erzählt und daraus ein hervorragendes, lehrreiches und auch unterhaltsames Buch zu schreiben.

  • Ulrike Frey

    aus Haltern am See

    5/5

    17.06.2021

    eBook (ePUB)

    Ein altes Haus hat viel erlebt

    Das Cover ist weiß, quer über dem Buchrücken sieht man einen Straßenzug. Mittig in blauen Lettern liest man den Namen der Autorin REGINA SCHEER, darunter den Titel "GOTT LEBT IM WEDDING" in schwarz. Das um 1890 in Berlin-Wedding erbaute Mietshaus weiß, dass es mit ihm zu Ende geht. Es soll abgerissen werden. Das Haus resümiert (in der Ich-Form), was es über all die Jahre erlebt hat. Leo Lehmann, ein Jude, der während des 2. Weltkrieges in diesem Haus bei Gertrud Romberg als "U-Boot" untergeschlüpft und später nach Israel ausgewandert war, steht 75 Jahre darauf vor dem Haus. Er hat Angelegenheiten zu regeln, die mit dem Erbe seiner 1998 verstorbenen Ehefrau zusammenhängen. Begleitet wird er von seiner Enkelin Nira. Gertrud Romberg lebt noch immer im Haus, doch er weiß nicht, ob er sie sehen will. Er nimmt an, dass sie ihn und seinen Freund seinerzeit verraten hat. Im Haus haben neben Gertrud auch Russinnen vorübergehend gewohnt und vor allem Szinti und Roma. Die Geschichte der Roma, insbesondere der Familie Fidler und ihrer Nachkommen wird sehr ausführlich im Roman "Gott wohnt im Wedding" behandelt. Überhaupt ist dies der erste Roman, den ich persönlich kenne, der einmal ganz besonders auf die Probleme der Sinti und Roma eingeht. Ständig auf der Flucht, keiner will sie haben, seien wir doch ehrlich! Da ist die studierte Laila, die ihre Abstammung gar anfangs im Wedding verbirgt, doch später, als sie anderen Sinti hilft, dann doch dazu steht. Ein ganz toller Roman, in dem Generationen ums Überleben kämpfen. Wir begleiten zwei Familien durch diese schweren Zeiten in über 100 Jahren. Der Roman ist sehr unterhaltsam, auch wenn er Längen aufweist. Doch er macht auch neugierig, so dass man das Buch nicht so schnell aus der Hand legt. Die Autorin Regina Scheer hat die Protagonisten sehr lebensnah geschildert, man kann sich alles gut vorstellen. Sie malt mit ihren Worten, es ist toll, wenn jemand mit der deutschen Sprache die deutsche Geschichte so bildhaft schildern kann. Das Buch erscheint im Verlag Penguin.

  • Bewertung

    5/5

    19.04.2020

    eBook (ePUB)

    Das Haus

    Dieser Titel ist der zweite Roman von Regina Scheer und er hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte ist etwas Besonderes und hat mich gefesselt und fasziniert, obwohl die vielen auftretenden Personen und ihre verschiedenen Schicksale den Lesefluss etwas erschweren. Im Mittelpunkt steht ein altes Haus im Wedding, einem ärmlichen Stadtteil von Berlin, das schon zwei Weltkriege überstanden hat; Und dann gibt es da den 70jährigen Leo, der aus Jerusalem anreist, um seiner Enkelin seine Heimatstadt zu zeigen; dann die alte Gertrud, die schon 1940 in dem Haus gewohnt hat und Leo noch aus dieser Zeit kennt; und dann gibt es noch viele jüngere Bewohner, die es nicht leicht haben in der heutigen Zeit. Das alte Haus hat viel erlebt und hat viel gesehen. Gerade das ist das Interessante, denn das Gebäude hat die Aufgabe, zu dokumentieren. Es geht um die Nazi-Verbrechen, um den heutigen Fremdenhass und das Miteinander. Absolute Leseempfehlung!

  • Bewertung

    5/5

    22.05.2019

    eBook (ePUB)

    Bunte Gesellschaft !!

    Im Vordergrund dieser Geschichte steht ein altes, heruntergekommenes Mietshaus im ärmsten Stadtteil Berlins : im Wedding. Und dieses Haus erzählt die Geschichte seiner Erbauer, seiner Mieter und der durchreisenden Personen, die sich dort nur kurz aufhalten .. Getragen wird diese Zeitreise von Gertrud, die schon ewig in diesem Haus lebt und dort auch schreckliche Dinge erlebte. Laila, eine junge Frau, die ihre Mitmenschen glauben lässt sie sei Polin und die den temporären Bewohnern des Hauses bei Behördengängen hilft ... Und dann gibt es noch Leo, der vor 70 Jahren nach Israel auswanderte und nun seiner Enkelin seine Wurzeln zeigen möchte .... Wir teilen für eine kurze Zeit ihr Leben, ihre Erinnerungen und ihre Hoffnungen. In ihrer einfachen, klaren und schnörkellosen Sprache schafft es Regina Scheer uns in diese Geschichte einzubinden, die Schrecken und auch Freuden zu teilen und plötzlich eine ganz neue Sicht auf dieses bunte Gesellschaft zu entwickeln. Ein beeindruckendes Buch, das ich mal wieder extra langsam gelesen habe ,um möglichst lange was davon zu haben.

  • Roman

    5/5

    17.06.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Hinter der Mauer hat jedes Haus seine Geschichte(n)

    Meine Meinung: „Da stehe ich, mit meinen über 120 Jahren, fest auf Grund und Boden, kann hier nicht weg und komme doch überall hin.“ Mich begleitete anfangs beim Lesen das Gefühl, ein fremder Gast auf einer Hausparty zu sein und es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich im Geschehen bzw. in den Geschichten der einzelnen Bewohner angekommen bin. Diese sind von Regina Scheer mit sehr glaubhaften und berührenden Viten ausgestattet und mich hat die darin erkennbare Liebe zum Detail in ihrer kommunizierten Beobachtungsgabe stark beeindruckt. So wird selbst zu dem erzählendem alten Haus, dessen weiser Klang in Stimme mir sehr gefallen hat, eine ganz persönliche/familiäre Nähe aufgebaut und auch wenn ich den Schreibstil nicht als sehr emotional, sondern eher „dokumentarisch“ bezeichnen würde, entstehen durch die dargestellten Schicksale echte Emotionen beim Lesen und ich fühlte mich oft mit dem Gedanken nach meiner eigenen Definition von „Heimat“ konfrontiert. Das Thema „Vertreibung“ bzw. „Ausgrenzung“ ist ein zentrales Element und wird von der Autorin am Beispiel der Juden und Sinti und Roma, basierend auf einer großartigen Recherche, ebenso lehrreich wie berührend dargestellt. Ihr gelingt es, die einzelnen Schicksale sehr gekonnt/stimmig miteinander zu verknüpfen und sorgt dabei zudem für neue Blickwinkel auf eine Völkergruppe, der ich sicher nicht immer vorurteilsfrei begegnet bin. Fazit: Ein sehr volles aber auch sehr erfüllendes Leseerlebnis, das zeigt, wie sehr sich der Blick hinter die Fassade(n) lohnen kann.

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