Das Ehepaar Greilach wartet auf den schon lange angekündigten Besuch des jungen Doktoranden.
Günter Greilach ist ein erfolgloser Maler, gemeinsam mit seiner Frau Natascha hat er sich in ein kleines Städtchen zurückgezogen. Dort wird viel getratscht, auch darüber, dass der junge Doktorand über das Werk von Greilach schreiben möchte.
Nun ist der junge Mann da und das Ehepaar wird enttäuscht in ihrer Erwartung eines interessanten Austausches. Das Ehepaar bemüht sich um den jungen Mann, beide auf ihre eigene Weise. Es zeigt sich, dass sie in ihrer Gedankenwelt nur um sich kreisen, dass sie unfähig sind zu kommunizieren.
Während die Greilachs um sich selbst kreisen, ist der junge Doktorand nach außen offen und engagiert sich für Geflüchtete.
Jan Peter Bremer schafft es in diesem schmalen Roman, die Selbstüberschätzung im Kunstbetrieb und die enge Sichtweise mit dem Blick nie nach Außen, sondern nur nach Innen zu sich selbst, zu entlarven.
Ein lesenswertes Buch, das die Nominierung zum Deutschen Buchpreis 2019 verdient hat.
Bewertung
4/5
12.03.2023
Buch (Taschenbuch)
Der junge Doktorand
Ein Buch wie gemacht für die Bühne ! Ein Schlagabtausch von Bösartigkeiten. Amüsant und "gruselig" zugleich. Es hat mir sehr gut gefallen, auch wenn ich den Anfang etwas banal fand.