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Produktbild: Die Ladenhüterin

Die Ladenhüterin Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Gesprochen von

Bettina Storm

Spieldauer

3 Stunden und 13 Minuten

Erscheinungsdatum

18.02.2020

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

CD

Anzahl

1

Verlag

Aufbau Audio

Originaltitel

Konbini Ningen

Übersetzt von

Ursula Gräfe

Sprache

Deutsch

EAN

9783961051946

Beschreibung

Rezension

»Die Schauspielerin Bettina Storm liest den Roman im Ton einer genau artikulierten Bestandsaufnahme (…). Das kommt dem schnörkellosen, durch und durch entschlackten Plot entgegen - die Faszinationskraft der Geschichte verdankt sich schließlich ihrer Geradlinigkeit.«

Produktdetails

Gesprochen von

Bettina Storm

Spieldauer

3 Stunden und 13 Minuten

Erscheinungsdatum

18.02.2020

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

CD

Anzahl

1

Verlag

Aufbau Audio

Originaltitel

Konbini Ningen

Übersetzt von

Ursula Gräfe

Sprache

Deutsch

EAN

9783961051946

Herstelleradresse

Aufbau Verlage GmbH & Co. KG
Prinzenstr. 85
10969 Berlin
DE
produktsicherheit@aufbau-verlage.de

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  • Mikka Liest

    aus Zwischen den Seiten

    5/5

    29.09.2023

    Hörbuch (CD)

    »Irasshaimase konnichi wa!«…

    »Irasshaimase konnichi wa!« Keiko ist Mitte dreißig, Single, und arbeitet schon ihr halbes Leben als Aushilfe in einem 24-Stunden-Supermarkt, einem 'Konbini'. Wie es von dessen Verhaltensregeln verlangt wird, perfektioniert sie mit Hingabe das inhaltlich korrekte Kundengespräch, den korrekten Gesichtsausdruck, den korrekten Tonfall in der Stimme. Sie ist stolz, wenn es ihr gelingt, das Tagesangebote mehr als 200 Mal zu verkaufen. Sie isst, um dem Laden dienen zu können. Sie pflegt sich, um dem Laden dienen zu können. Sie schläft ausreichend, um dem Laden dienen zu können. Routine ist für sie fast so wichtig, wie die Luft zum Atmen. Sie versteht andere Menschen nicht, ahmt ihr Verhalten lediglich nach; gesellschaftliche Anforderungen sind eine Fremdsprache, die sie nicht spricht. Der Konbini ist ein Mikrokosmos, der Keiko Sicherheit und Erfüllung bietet. Sie verlangt nicht viel vom Leben, tut auch niemandem weh damit, doch ihre Zufriedenheit wird als Affront wahrgenommen. Sie erfüllt nicht die gesellschaftlichen Erwartungen: Mitte dreißig, aber noch Single? Mitte dreißig, aber noch keine Kinder? Mitte dreißig, aber auf der Karriereleiter noch ganz unten? 出る釘は打たれる Altes japanisches Sprichwort: »Der herausstehende Nagel wird eingeschlagen« In ihrem Bestreben, sich als anerkanntes Mitglied der Gesellschaft zu etablieren, gerät Keiko auf Abwege, die sie letztlich nur noch weiter von der Norm entfernen. Sie wagt etwas Neues, doch Sayaka Murata schildert dies nicht als Befreiung. In nüchternen, unaufgeregten Worten zeichnet sie ein beklemmendes, wenn auch überzeichnetes Bild von den Zwängen, die Frauen von der Gesellschaft auferlegt werden. Umfeld und Seelenleben der Protagonistin werden ebenfalls mit nur wenigen, indes prägnanten Strichen umrissen. Die Sparsamkeit des Schreibstils ist in meinen Augen jedoch kein Manko, sondern eine Kunst: Die Geschichte ist oft geradezu skurril, doch im Kern durch und durch vorstellbar; sie ist lediglich auf die knappsten Grundzüge der Problematik konzentriert. Dies ist ein Roman, den man auch zwischen den Zeilen lesen muss – und ein Roman, den ich sehr gerne gelesen habe.

  • Bewertung

    Book Circle Community

    5/5

    31.01.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Eine erfrischend andere Sicht auf Anpassung und Individualität

    „Die Ladenhüterin“ von Sayaka Murata hat mich von der ersten Seite an fasziniert. Die Geschichte von Keiko, die seit 18 Jahren mit Leidenschaft in einem kleinen Convenience Store arbeitet, ist ebenso ungewöhnlich wie berührend. Murata gelingt es, uns mit feinem Humor und viel Sensibilität zum Nachdenken zu bringen – über unsere eigenen Vorstellungen davon, was „normal“ ist, und wie gesellschaftliche Erwartungen unser Leben prägen. Ich fand besonders inspirierend, wie Keiko ihren ganz eigenen Weg geht, auch wenn dieser nicht den klassischen Lebensentwürfen entspricht. Sie zeigt Mut, indem sie ihr Leben so gestaltet, wie es sie erfüllt – und nicht so, wie es andere von ihr erwarten. Das Buch macht deutlich, dass echtes Glück oft darin liegt, die eigene Individualität zu umarmen und sich nicht von Normen einsperren zu lassen. Die klare Sprache, die kurzen, präzisen Kapitel und die feine Beobachtungsgabe der Autorin machen das Lesen leicht und gleichzeitig tiefgründig. „Die Ladenhüterin“ ist ein wunderbares Werk für alle, die Geschichten lieben, die herausfordern, aufrühren und Mut machen, authentisch zu leben. Definitiv ein Buch, das ich weiterempfehlen werde – nicht nur an Literaturfreunde, sondern auch an Menschen, die gerade dabei sind, ihren eigenen Platz im Leben zu finden.

  • Bewertung

    Book Circle Community

    5/5

    05.12.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Warum darf ich nicht einfach so leben, wie ich bin?

    Sayaka Muratas „Die Ladenhüterin„ ist ein leises, zugleich radikales Buch. Es erzählt von Keiko Furukura, die anders ist – anders fühlt, anders denkt, anders lebt. Sie findet im Mikrokosmos eines japanischen 24-Stunden-Supermarkts ihre Zuflucht, ja fast so etwas wie ihre Lebensform. Hier lernt sie das „richtige“ Lächeln, den passenden Tonfall, die Gesten, die sie in der Außenwelt nicht versteht. Der Konbini wird ihr Resonanzraum – eine Welt, die klein genug ist, um erträglich zu sein. Doch die Gesellschaft duldet diese Art des Lebens nicht. Sie verlangt nach einer „richtigen“ Arbeit, nach Karriere, nach Partnerschaft, nach Ehe, Sex, Kindern. Und sie fragt unaufhörlich: Warum nicht? Warum bist du nicht wie wir? Selbst wer es schafft, für sich einen stillen, eigenen Weg zu finden, bleibt konfrontiert mit Erwartungen, Einmischungen, „gut gemeinten“ Ratschlägen – und oft mit Ausnutzung. Der Roman stellt die zentrale Frage: Wer definiert eigentlich die Norm? Und warum soll das Leben nur dann gültig sein, wenn es in die vorgesehenen Raster passt? Murata schreibt absurd, komisch, dabei präzise und klar. Hinter dem Witz liegt eine tiefe Traurigkeit – und eine erschreckende Wahrheit: dass die Gesellschaft jeden, der nicht in ihr Schema passt, gnadenlos korrigieren will. Besonders stark finde ich, wie universell die Geschichte wirkt. Zwar spielt sie in Japan, einem Land mit besonders starren gesellschaftlichen Erwartungen. Doch auch in unserer westlichen Welt sind wir nicht davor gefeit. Der Druck, sich einzufügen, zu „funktionieren“, ist auch hier allgegenwärtig. Die Ladenhüterin ist ein herzliches und zugleich trauriges Büchlein, das lange nachhallt. Es hat mir außerordentlich gefallen – und Lust gemacht, mehr von Sayaka Murata zu lesen. Weitere Rezensionen auf Deutsch findest du auf meinem Goodreads- und LovelyBooks-Profil,

  • Bewertung

    5/5

    27.10.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Ein magisches Buch über das Ankommen im eigenen Leben

    ✨ Herzensempfehlung! Die Ladenhüterin ist eine wunderbare Entdeckung. Dieses Buch hat mich auf eine ganz leichte, fast schwerelose Art tief bewegt. Es fühlt sich an wie ein stilles Lächeln, das man erst versteht, wenn man es selbst erlebt. Sayaka Murata erzählt mit einer zarten Klarheit von der Hauptfigur und ihrer einzigartigen Art, im Leben anzukommen. Die Geschichte ist keine laute Konfrontation, sondern eine fein nuancierte Beobachtung darüber, wie man seinen ganz persönlichen Flow und Platz findet – selbst, wenn dieser Platz außerhalb der üblichen Erwartungen liegt. Die Art, wie die Autorin die tiefsten Fragen der Existenz und des Glücks in einen so alltäglichen Rahmen bettet, ist meisterhaft. Es ist diese unaufgeregte Tiefe, die sofort meinen Nerv getroffen hat. Ich bin verliebt und glücklich, dieses Buch gelesen zu haben. Es ist eine wunderschöne Erinnerung daran, dass das eigene innere Glück viel wichtiger ist als die Schablonen, die uns die Welt vorgibt. Ein wunderschönes Buch, das man atemlos und mit einem warmen Gefühl im Bauch beendet.

  • Bewertung

    5/5

    31.05.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Mal etwas ganz anderes...

    "Anders sein" ist auf allen Orten der Welt nicht gern gesehen. In "Die Ladenhüterin" befässt sich Sayaka Murata genau damit, wie es ist anders zu sein. Die Protagonistin wirkt auf Aussenstehende sonderbar und befremdlich, doch wenn man ihren Gedanken so folgt, dann findet man sich selbst doch irgendwie in ihr wieder. Ein sehr außergewöhnliches Buch, was einen mit diesem eigenen Charme des japanischen Schreibstils in den Bann zieht. Die Seiten fliegen nur so dahin und der Roman hat sich zwar schnell gelesen, doch er bleibt einem umso länger noch im Kopf. Für mich ein ganz besonderes Buch, welches absolut lesenswert ist!

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Bewertungen (37)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Petra Graber

    Petra Graber

    Orell Füssli Wirz Aarau

    Buchhändler*in

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    5/5

    15.07.2022

    Buch (Taschenbuch)

    Ein kurzer Roman für kurzweilige Stunden

    Was ist normal? Über die komplexen Ansprüche des japanischen Alltags erzählt Sayaka Murata in ihrem ersten Roman aus Sicht von Keiko Furukara; Mittdreissigerin, Supermarkt-Aushilfe, unverheiratat. Das muss geändert werden! Bücher aus Japan, bzw. Asien allgemein, sind brandaktuell und die Erkundung dieser andersartigen Kultur macht Lust auf mehr. Die Sprache ist leichtfüssig und der kurze Blick in Keikos absurdes Leben gleichzeitig amüsant und beklemmend. Ich empfehle es jedem und jeder, die sich manchmal etwas "anders" fühlen.
  • Zum Bewerterprofil von Geraldine Chantal Daphne Dettwiler

    Geraldine Chantal Daphne Dettwiler

    Orell Füssli Basel

    Buchhändler*in

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    5/5

    04.10.2020

    Buch (Taschenbuch)

    Grossartig!

    Nach beenden dieser Lektüre, gehe ich wohl nie wieder in einen Laden, ohne dabei an dieses Buch zu denken. Es war grossartig und hat unglaublich viel Spass gemacht zu lesen. Obwohl Inhaltlich nicht wahnsinnig viel passiert, passiert eben doch sehr viel. Wie das meistens so ist mit Büchern von japanischen Autoren. Dieses Buch zeigt auf sehr eindrückliche Art und Weise, wie fest die Vorurteile in Japan doch verankert sind. Besonders für Frauen. Wie man nur in die Gesellschaft passt, wenn man «normal» ist. Die Hauptperson, Keiko, nimmt uns mit in ihren Alltag als Angestellte in einem 24Stunden Konbini. Zwischen den Zeilen passiert so viel und ich konnte das Büchlein nicht zur Seite legen. Grossartig! Mit unerwarteten Wendungen. Zum Schmunzeln und Nachdenken. Unbedingt lesen!

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Bewertungen (2)

  • Produktbild: Die Ladenhüterin