Verbraucherpolitik von unten Paradoxien, Perspektiven, Problematisierungen
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Sprache:Deutsch
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inkl. gesetzl. MwSt.Beschreibung
Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Nein
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
03.08.2020
Herausgeber
Kai-Uwe Hellmann + weitereVerlag
Springer Fachmedien WiesbadenSeitenzahl
377 (Printausgabe)
Dateigröße
4176 KB
Sprache
Deutsch
EAN
9783658297541
Verbraucherpolitik wurde in Deutschland seit ihrem Bestehen in den 1950er Jahren vorwiegend als ein Aktions- und Massnahmenbündel verstanden und betrieben, das in erster Linie staatlicherseits initiiert und institutionalisiert wurde. Oftmals auch wurden von Staats wegen entsprechende Aufträge erteilt und Fördermodelle aufgesetzt, wodurch ein Erscheinungsbild entstand, als ob man es im Grunde nur mit einer durch die Makropolitik verordneten ,Verbraucherpolitik von oben' herab zu tun hätte. Nicht, dass in diesen zurückliegenden Jahrzehnten nicht auch immer wieder Versuche unternommen worden wären, verbraucherpolitische Anstösse aus der Mitte der Zivilgesellschaft - oft in Gestalt kleiner Bürgerinitiativen - zu geben. Und gerade in den letzten Jahren sind einige neue Verbraucherorganisationen entstanden, die ungleich basisnäher operieren. Dennoch scheint sich bei den grossen, regierungsnahen ,Playern' im Feld, die schon jahrzehntelang im ,Geschäft' sind, von der regierungsinternen Verbraucherpolitik ganz zu schweigen, der Eindruck festgesetzt zu haben, Verbraucherpolitik betreffe ein Politikfeld, das im Wesentlichen durch eine Kollaboration von Staat einerseits, sämtliche Verbraucher und Verbraucherinnen gleichermassen vertretenden Verbraucherschutzorganisationen andererseits bestellt wird, während die vielen kleinen Verbraucherinitiativen, von einzelnen engagierten Verbrauchern oder Verbraucherinnen gar nicht erst angefangen, demgegenüber regelmässig ins Hintertreffen geraten. Diese Perspektive bezieht sich grösstenteils auf die Sicht auf und aus dem Zentrum der Politik heraus. Diesem institutionell vorherrschenden Eindruck, es gäbe im Prinzip nur ,Verbraucherpolitik von oben', die wirklich schlag- und durchsetzungsfähig sei, soll mit diesem Band ein Stück weit entgegengewirkt werden.
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