Das europäische Ich Von der Illusion einer Identität und den multiplen Ichs der Literatur. Geschichte und Geschichten.
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Ja
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
31.08.2020
Verlag
Herder eBooksSeitenzahl
232 (Printausgabe)
Dateigröße
1469 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783534402991
Seit 800 Jahren zweifeln europäische Dichter an der Identität des Ichs: Schon Wolframs "Parzival" ist als "Mensch ohne Eigenschaften" auf der Suche nach dem Selbst und sein Ziel eine Illusion. Durch Zufälle und seine Beziehungen ständig verändert hat das Ich von da an niemals eine lineare Geschichte, sondern wird in Geschichten erzählt. Die Kirche hingegen fördert und überwacht seine Identität als Einheit von Leib und Seele. Erst nach 1900 zweifelt auch die Wissenschaft und entdeckt im christlichen und cartesischen Dualismus ein kreatives "Zwischen". Dichter schreiben dann Hypertexte, während Bürger wieder einmal von nostalgischen Utopien träumen, die heute Sicherheit, Leitkultur, Nation und Heimat heissen. Bleibt am Ende, mit den Worten Hilde Domins, "nur eine Rose als Stütze"? Ulrich Merkel erforscht in diesem Band interdisziplinär eine Geschichte des europäischen Ichs, im Vergleich mit den Geschichten der Literatur.
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