Der Pontifikat des Medici-Papstes Leo X. (1513-1521) war von weltpolitischer Bedeutung und stellt auch kulturell einen Höhepunkt der Renaissance dar. Dieser zwar kunsthistorisch intensiv, historisch aber kaum erforschte Pontifikat war wesentlich von den Frankreich-Bindungen des Medici und seiner Familie geprägt. Dabei wurden politische, wirtschaftliche, kulturelle und personale Interessen beider Seiten untrennbar miteinander verflochten. Dieses Faktum wird in dem vorliegenden Tagungsband erstmals interdisziplinär von Historikern, Kunsthistorikern und Musikhistorikern untersucht. Der Reiz und Ertrag des Bandes liegt darin, dass viele der früher meist isoliert betrachteten Phänomene - wenn sie überhaupt ins Blickfeld der Forschung gerieten - nun in einem umfassenden Kontext erscheinen und damit in neuen Zusammenhängen interpretiert und erklärt werden können.
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