Der Untertan Roman
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Produktdetails
Format
ePUB
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Ja
Text-to-Speech
Ja
Erscheinungsdatum
01.01.2021
Verlag
BoD - Books on DemandSeitenzahl
586 (Printausgabe)
Dateigröße
631 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783752604337
"Der Untertan" von Heinrich Mann (1871-1950) ist ein Klassiker der deutschsprachigen Literatur. Aber kein verstaubter Klassiker: Die Geschichte vom Fabrikantensohn Diederich Hessling - der gerne nach unten tritt und nach oben buckelt - ist zugleich politisch hochaktuell und amüsant, beschreibt sie doch den Grundtypus des Deutschen mit unerbittlicher Scharfsinnigkeit.
Heinrich Mann begann 1906 mit dem Konzept seines Romans und stellte das Buch 1914 fertig - zwei Monate vor Beginn des Ersten Weltkriegs. Wegen seiner politischen Brisanz konnte das Buch erst nach dem Krieg 1918 erscheinen und wurde sofort ein gigantischer Erfolg.
Kurt Tucholsky schrieb in seiner begeisterten Besprechung des Romans:
"Dieses Buch Heinrich Manns, heute, gottseidank, in aller Hände, ist das Herbarium des deutschen Mannes. Hier ist er ganz: in seiner Sucht, zu befehlen und zu gehorchen, in seiner Roheit und in seiner Religiosität, in seiner Erfolganbeterei und in seiner namenlosen Zivilfeigheit. [...] Ein Stück Lebensgeschichte eines Deutschen wird aufgerollt: Diederich Hessling, Sohn eines kleinen Papierfabrikanten, wächst auf, studiert und geht zu den Korpsstudenten, dient und geht zu den Drückebergern, macht seinen Doktor, übernimmt die väterliche Fabrik, heiratet reich und zeugt Kinder. Aber das ist nicht nur Diederich Hessling oder ein Typ. Das ist der Kaiser, wie er leibte und lebte. Das ist die Inkarnation des deutschen Machtgedankens, das ist einer der kleinen Könige, wie sie zu Hunderten und Tausenden in Deutschland lebten und leben, getreu dem kaiserlichen Vorbild, ganze Herrscherchen und ganze Untertanen. [...] Sklavisches Unterordnungsgefühl und sklavisches Herrschaftsgelüst - und vor allem zeigt Heinrich Mann, wonach eben das Buch seinen Namen führt: die Unfreiheit des Deutschen."
Wer sich über das "deutsche Wesen" amüsieren oder den gegenwärtigen Rechtsruck verstehen will, dem sei dieser Klassiker ans Herz gelegt.
Das vorliegende Buch wurde sorgfältig editiert und enthält Heinrich Manns Roman "Der Untertan" im ungekürzten Original-Wortlaut der deutschen Erstveröffentlichung von 1918.
Heinrich Mann begann 1906 mit dem Konzept seines Romans und stellte das Buch 1914 fertig - zwei Monate vor Beginn des Ersten Weltkriegs. Wegen seiner politischen Brisanz konnte das Buch erst nach dem Krieg 1918 erscheinen und wurde sofort ein gigantischer Erfolg.
Kurt Tucholsky schrieb in seiner begeisterten Besprechung des Romans:
"Dieses Buch Heinrich Manns, heute, gottseidank, in aller Hände, ist das Herbarium des deutschen Mannes. Hier ist er ganz: in seiner Sucht, zu befehlen und zu gehorchen, in seiner Roheit und in seiner Religiosität, in seiner Erfolganbeterei und in seiner namenlosen Zivilfeigheit. [...] Ein Stück Lebensgeschichte eines Deutschen wird aufgerollt: Diederich Hessling, Sohn eines kleinen Papierfabrikanten, wächst auf, studiert und geht zu den Korpsstudenten, dient und geht zu den Drückebergern, macht seinen Doktor, übernimmt die väterliche Fabrik, heiratet reich und zeugt Kinder. Aber das ist nicht nur Diederich Hessling oder ein Typ. Das ist der Kaiser, wie er leibte und lebte. Das ist die Inkarnation des deutschen Machtgedankens, das ist einer der kleinen Könige, wie sie zu Hunderten und Tausenden in Deutschland lebten und leben, getreu dem kaiserlichen Vorbild, ganze Herrscherchen und ganze Untertanen. [...] Sklavisches Unterordnungsgefühl und sklavisches Herrschaftsgelüst - und vor allem zeigt Heinrich Mann, wonach eben das Buch seinen Namen führt: die Unfreiheit des Deutschen."
Wer sich über das "deutsche Wesen" amüsieren oder den gegenwärtigen Rechtsruck verstehen will, dem sei dieser Klassiker ans Herz gelegt.
Das vorliegende Buch wurde sorgfältig editiert und enthält Heinrich Manns Roman "Der Untertan" im ungekürzten Original-Wortlaut der deutschen Erstveröffentlichung von 1918.