Yerba Buena by Nina LaCour reminded me of stories by Sally Rooney...
We are following Sara and Emilie through their life (and traumas) while they keep finding and losing each other, but it's never really about them as an item.
Bewertung
3/5
30.06.2023
Buch (Taschenbuch)
Überdurchschnittlich gute Liebesgeschichte - leider nicht das, was ich gesucht habe
Für viele wird dies wahrscheinlich eine angenehme Abwechslung unter den vielen eintönigen Liebesromanen sein.
In „Yerba Buena“ findet man zwei sehr gut und realistisch geschriebene Hauptcharaktere. Sie haben ihre eigenen Probleme (und Traumata), die nichts mit der jeweils anderen zu tun haben und die nicht einfach dadurch verschwinden, dass sie sich in einander verlieben. Diese Geschichte ist sehr charaktergesteuert und all das spricht eigentlich für sie. Nur leider war es überhaupt nicht das, was ich in dem Moment gesucht habe. Tatsächlich war mir nach einer erwachseneren, queeren Liebesgeschichte, aber ich hätte durchaus etwas mehr Liebesgeschichte in diesem Buch gebrauchen können.
Emilie und Sara nehmen jeder für sich so viel Raum ein, dass es 150 Seiten (die Hälfte des Buches) braucht, bis die beiden überhaupt mal ein richtiges Gespräch miteinander führen. Davor leben sie komplett getrennt voneinander ihre eigene Geschichte. Und auch wenn die langsame Entwicklung und Vorstellung ihren Charakteren sehr gut tut, so passiert dann die tatsächliche Liebesgeschichte viel zu schnell. Nachdem sie sich etwa 5 Seiten geteilt haben, sind die beiden schon ineinander verliebt.
Ich bin mir sicher sehr viele werden dieses Buch verschlingen und seinen ungewöhnlichen Tiefgang lieben, aber ich habe mich über mehr als einen Monat langsam hindurchgearbeitet. Es war leider einfach nicht das, was ich im Moment gerne gelesen hätte.