Beschreibung
Produktdetails
Einband
Gebundene Ausgabe
Altersempfehlung
ab 6 Jahr(e)
Erscheinungsdatum
09.02.2022
Verlag
Beltz Verlagsgruppe GmbH & Co. KGSeitenzahl
38
Maße (L/B/H)
28.2/21.8/1 cm
Gewicht
352 g
Farbe
Seidengrau
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-407-75632-9
Zwei Brüder finden ein fremdes Mädchen am Strand und nehmen sie mit nach Hause. Marina ist zunächst stumm wie ein Fisch, dann sprudelt es aus ihr heraus: Sie behauptet, eine Meerprinzessin zu sein, erzählt von Schlössern unter Wasser, Autos mit Flossen und unglaublichen Korallenriffs mit Achterbahn. Die beiden Jungen streiten, ob sie Marina glauben sollen oder ob alles nur ihrer blühenden Fantasie entspringt. Da wird es Marina zu bunt. Ein faszinierendes Bilderbuch des preisgekrönten Illustrators Nikolaus Heidelbach, das ungeahnte Tiefen und ein grosses Geheimnis hat.
Kundinnen und Kunden meinen
Ein Buch, über das man spricht...
Bewertung aus Willich am 20.02.2022
Bewertungsnummer: 1660851
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Der namenlose Ich-Erzähler und sein Bruder finden ein dunkelhäutiges Mädchen am Strand. Regungslos sitzt sie gedankenverloren dort, trägt ein Kleid, nur eine Sandale und eine dicke Daunenweste, die vielmehr nach einer Rettungsweste aussieht. Ihr emotionsloser Gesichtsausdruck verheißt nichts Gutes.
Die beiden Kinder nehmen das Mädchen mit nach Hause, wo sie sofort herzlich aufgenommen wird und sich zunächst einmal erholen darf.
Sie geben ihr den Namen Marina. In der ersten Zeit spricht sie noch nicht, isst aber liebend gerne Fischgerichte.
Die Brüder geben sich jede erdenkliche Mühe um ihr das Ankommen im neuen Leben zu erleichtern. So nehmen sie Marina mit zum Spielplatz und machen leider direkt eine schlimme Erfahrung.
„Als ich mit ihr auf dem Spielplatz war, sagte ein Vater zu mir: „Zu lang im Ofen deine Freundin. […] Das hat Marina verstanden. Sie biss dem Mann in den Oberschenkel. Da mussten wir schnell abhauen.“
Eines Tages beginnt Marina mit dem Sprechen und berichtet von ihren Eltern, einem Königspaar, dass tief im Meer lebt.
Plötzlich verändern sich die Illustrationen: sie zeigen sich rahmenlos und viel farbiger, als bisher. Marina blüht auf und erzählt alles von ihrem Zuhause, ihrem tatsächlichen Leben unter Wasser.
Aber ist Marina wirklich ein Meer-Mädchen? Der Bruder des Ich-Erzählers hat da so seine Zweifel...
Die vordere Umschlagseite zeigt eine große Welle, die auf der hinteren Umschlagseite bereits abgeebbt ist. Am Ende bleibt Marina zurück, das Mädchen, dessen Existenz Rätsel aufgibt.
Ein Bilderbuch, das seine LeserInnen zu anschließenden Gesprächen einlädt. Sind es die Themen Flucht und Fremdenfeindlichkeit, die den roten Faden mitbestimmen? Oder ist es doch das Phantastische, was das Buch ausmacht?
Am Ende ist es immer gut, wenn über Bücher gesprochen wird. Allerdings braucht es in diesem Kontext eine elterliche Begleitung und ein angeleitetes Gespräch.