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Aus unseren Feuern Roman

5

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inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

16.02.2022

Verlag

Kanon Verlag Berlin

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

21.9/14.4/3.2 cm

Gewicht

559 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-9856801-5-3

Beschreibung

Rezension

»Dieses Buch hat mich umgehauen! Domenico Müllensiefen erzählt von einer sozialen Klasse, die selten vorkommt in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur. Ohne zu beschönigen oder zu denunzieren, knallhart realistisch und oft befreiend witzig, mit einer poetischen Sprache und Wahnsinnsdialogen.« Christian Baron

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

16.02.2022

Verlag

Kanon Verlag Berlin

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

21.9/14.4/3.2 cm

Gewicht

559 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-9856801-5-3

Herstelleradresse

Kanon Verlag Berlin GmbH
Belziger Str. 35
10823 Berlin
Deutschland
Email: info@kanon-verlag.de
Url: www.kanon-verlag.de
Telephone: +49 30 40045990

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  • Bewertung

    aus Bad Dürrenberg

    5/5

    03.08.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ergreifend, berührend, bestes Buch 2023

    Jugendliche nach der Wende mit ihren Leidenschaften, Krisen, und einer Freundschaft, die unter die Haut geht.... Witzig trotz allem und zeitnah... Sehr zu empfehlen, bleibt in Erinnerung klare Lese Empfehlung... Hoffentlich bald mehr von ihm. Erinnert an Clemens Meyer,, als wir träumten, genauso genial

  • Bewertung

    5/5

    24.07.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Verlorene Heimat

    Heiko, Thomas und Karsten sind Teenager im Leipzig nach der Wende. In einer Zeit, in der die versprochenen blühenden Landschaften ausbleiben und viele vom Osten in den Westen ziehen, sind sie auf der Suche nach ihrem Platz im Leben. Heiko, der Erzähler in diesem Buch wird eine Lehre als Elektriker machen, Thomas wird im Schlachtbetrieb des Vaters einsteigen und Karsten wird Sprengmeister in einem Abrissunternehmen. Wir landen in diesem Buch nicht bei den Gewinnern des Mauerfalls, man fühlt sich viel mehr der Heimat enteignet. Die Frustration der Väter und die unterdrückte Wut über die fehlenden Möglichkeiten der Jungen werden nicht selten in Alkohol ertränkt. Dazwischen veranstalten die Jungs Sprengungen. Karsten betätigt sich als Bombenbauer. Als er nach Amerika geht, versteckt Thomas die letzte Höllenmaschìne von Karsten, um wenigstens seinem Freund den Ausbruch aus der kleinen Welt in Leipzig zu ermöglichen. Jahre später, Heiko arbeitet inzwischen in einem Bestattungsunternehmen, trifft er auf Thomas. Der Schlachtbetrieb dessen Vaters ging inzwischen Konkurs, der einstige Kumpel liegt tot im weissen Clio, den Heiko ihm überlassen hatte. Und Heiko schwant, auch die Bombe muss noch irgendwo sein. Denn der Kontakt war am Schluss nur noch beschränkt, der frustrierte Schukollege war in die Welt der Verschwörungstheorien der Reichsbürger abgedriftet. Nicht auszuschließen, dass Thomas die Bombe noch vor seinem Tod deponiert hatte. In diesem Roman wird nichts weichgespült. Wir sind dabei im Schlachtbetrieb, bei der Bestattung und als Elektriker auf der Baustelle. Der Autor kennt diese Milieus, war selber darin tätig und beschreibt das ohne Scheuklappen. Und diese Solidarität der einfachen Leute, die da geblieben sind im Osten und ihre ohnmächtige Wut auf die da oben und die drüben, Müllensiefen gibt diesen Leuten und ihren Befindlichkeiten eine Stimme von beeindruckender Wucht. Das Buch mutet der Leserschafť einiges zu, auf höchstem sprachlichen Niveau führt er uns durch jene Welten der Gescheiterten, Geschundenen und Enttäuschten, und gibt zu verstehen, das Leben ist nicht nur schön, aber für die wenigen schönen Augenblicke lohnt es sich, alles durchzustehen.

  • Lesendes Federvieh

    aus München

    5/5

    27.03.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Cooler Arbeiter- und Nachwenderoman, filmreif erzählt!

    Einfach so gut! Genau diese drei Worte fielen mir spontan beim Lesen dieses großartigen, erfrischend locker und lässig geschriebenen Debütromans ein. Es ist die Geschichte über die drei Freunde Heiko, Thomas und Karsten, die eigentlich nie eine richtige Chance hatten in ihrem jungen Leben. Sie stehen exemplarisch für all diejenigen, die im Osten geblieben sind und auch für alle, die versucht haben im Westen Fuß zu fassen und aufgrund ihrer ostdeutschen Herkunft nicht anerkannt und oftmals als Witzfiguren behandelt wurden. Gleichzeitig schildert Domenico Müllensiefen absolut realistisch die Situation im Osten in der Nachwendezeit. Präzise und messerscharf erzählt er von den Sorgen und Ängsten der Ostdeutschen und bringt die Überheblichkeit und Selbstverständlichkeit im Handeln der Westdeutschen auf den Punkt. Herausgekommen ist dabei eine brillante Milieustudie, die herrlich authentisch erzählt und mit filmreifen, mitten aus dem Leben gegriffenen Dialogen aufgepeppt ist. Alle Figuren sind so anschaulich geschaffen, sie wirken so herrlich „echt“ mit all ihren kleineren und größeren Macken, ihren Nöten und Spinnereien. Es springt sofort eine Funke für diese Charaktere über und das auch bei den weniger sympathischen. All diese Komponenten zusammen bilden eine coole, mitreißende, humorvolle und auch melancholische Zeitreise in die Nachwendezeit. Grandios ehrlich und erstklassig zu Papier gebracht.

  • Bewertung

    aus Peine

    4/5

    17.07.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Starke Erzählung über die Zeit nach der Wende

    2014. Heiko arbeitet als Bestatter in Leipzig. Sein Leben ist geprägt von seinem fordernden Chef und einem inneren Gefühl der Perspektivlosigkeit. Eines Tages bekommt er den Auftrag, ein Unfallopfer zu bergen und ins Bestattungsinstitut zu bringen. An der Unfallstelle muss er feststellen, dass es sich um seinen Jugendfreund Thomas handelt. Heiko fragt sich, ob es wirklich ein Unfall war, denn er weiß von einem Geheimnis, das Thomas und er geteilt haben und das auch jetzt noch gefährlich werden könnte. Ausgehend von diesem Ereignis erinnert er sich an seine Jugend, die nach der Öffnung der Mauer keineswegs die großen Chancen und Möglichkeiten bot, die sich manche vielleicht erhofft haben. Die Menschen in Heikos Umgebung fühlen sich allein gelassen, oft auch herabgesetzt und eine gewisse Hoffnungslosigkeit breitet sich aus. Solange Heiko jedoch seine Freunde Thomas und Karsten hat, gibt es immer wieder gloriose Momente. Auch wenn seine Beziehung zu Jana zum Scheitern verurteilt scheint und die Arbeit als Elektriker alles andere als erfüllend ist. Mich hat das Thema des Buchs sehr interessiert und dennoch musste ich mich ein wenig hindurchkämpfen, obwohl die Sprache sehr zugänglich ist. Die Figuren wirken greifbar, die Erzählstimme authentisch, viele Erfahrungen hat der Autor selbst gemacht. Aber die unterschwellige Hoffnungslosigkeit und auch Wut, die ich zwischen den Zeilen spürte, haben mir das Weiterlesen oft schwer gemacht. Der Titel „Aus unseren Feuern“ wirkt zunächst irreführend, er passt aber letztlich wunderbar, denn die drei Freunde, um die es geht, möchten etwas erschaffen oder zerstören. Und auch wenn das letztlich nicht wirklich gelingt, ist es doch etwas, das sie und ihre Geschichte prägt. Ein ungewöhnlicher Roman, dem es gelingt ein Lebensgefühl wunderbar einzufangen.

  • Buchstabenfestival

    aus Deutschland

    3/5

    17.03.2023

    Buch (Taschenbuch)

    Es sollte eine Milieubeschreib…

    Es sollte eine Milieubeschreibung sein, die in einer spannenden und umwälzenden Zeit spielte. Mehrere Charaktere, die sich durch die "neue" Zeit kämpfen mussten. Verlieren oder gewinnen. Zurecht kommen oder stranden. Ein Blick in die ostdeutsche Gesellschaft, wie sie mit der Wende-Euphorie umgegangen sind. Oder gab es diese Euphorie eigentlich nur in den Medien? Was passierte mit den Menschen, die umdenken und sich neu aufstellen mussten? Was geschah mit den jungen Menschen und deren Träumen? Der Autor packte diese Fragen in eine Geschichte über drei junge Männer, die mit sich und der politischen und gesellschaftlichen Situation hadern. Es gab sehr viele dunkle, trostlose Szenen, die den Lesenden in eine bedrückende Stimmung bringen kann. Die Hoffnungslosigkeit, der Frust, die Ängste und die geringe Perspektive sorgten für eine stetig düstere Stimmung. Der Autor beschreibt die Freundschaft, den Tod und die Arbeit von Heiko (dem Bestatter) sehr detailliert, recht derb und ohne Rücksicht auf political correctness. So, wie die jungen Männer zu dieser Zeit sprachen und fühlten. Ab und an blitzte etwas Humor in den Dialogen auf, aber der war eher bittersüß. Immer wieder hoffte man auf den erlösenden Moment, der etwas mehr Licht in die Geschichte bringt, aber gefunden habe ich diesen nicht. Im Gegenteil, die Geschichte wurde leider immer zäher und anstrengender zu lesen. Ich habe mich durch die Zeilen gekämpft und gehofft, dass mich die Charaktere doch noch irgendwie packen können. Da ich selbst zu dieser Zeit im Osten gelebt habe, konnte ich einige Punkte gut nachvollziehen, aber so richtig konnte mich die Geschichte nicht einfangen und mitreißen. Schade.

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