Da ihn alle New Yorker Universitäten abgelehnt haben, muss Toma notgedrungen im Restaurant seines Grossvaters Shiro arbeiten. Über Shiros Geschichten kann er nur den Kopf schütteln. Ihre Familie, so behauptet er, stamme von einem shintoistischen Feuergott ab und ein paar schlichte Essstäbchen in ihrem Besitz seien magische Gegenstände! Statt der Legende nachzugehen, macht Toma lieber der Stammkundin Akira schöne Augen. Als jedoch finstere Gestalten auftauchen und kurz darauf die Stäbchen gestohlen werden, beginnt Toma zu zweifeln. Gemeinsam mit Akari macht er sich an die waghalsige Verfolgung der Diebe - nicht ahnend, dass sie damit in einen jahrhundertealten Krieg hineingezogen werden ...
Kundinnen und Kunden meinen
4.1/5.0
MeenzerBuuchMeedsche
5/5
07.11.2022
eBook (ePUB)
packend von Anfang bis Ende
Da ich bereits „Hard Liquor – Der Geschmack der Nacht“ sehr mochte, wollte ich natürlich auch dieses Buch aus dem Food Universe von Marie Graßhoff, erschienen bei Lübbe lesen.
Bisher hatte ich noch kein Buch der Autorin gelesen, das mir nicht gefiel, daher freute ich mich wahnsinnig auf die Geschichte. Ich wurde auch nicht enttäuscht, denn bereits nach ein paar Seiten war ich so darin gefangen, dass es mir schwer fiel, das Buch zur Seite zu legen.
Den Schreibstil mag ich sehr. Er ist einnehmend und lebendig, und dabei gut zu lesen. Die Atmosphäre ich eher düster und bedrückend. Dabei werden die Gegebenheiten bildhaft beschrieben, so dass ich mir problemlos alles vorstellen konnte.
Die Geschichte wird aus Tomas Sicht in der Ich-Form erzählt. Ich mag seinen Charakter sehr, vermochte er es doch, seine Emotionen und Gedanken glaubhaft zu transportieren. Ich spürte seine Zerrissenheit, seine Sorgen.
Aber auch die anderen Charaktere empfinde ich als authentisch ausgearbeitet.
Besonders mochte ich den Bezug zum ersten Band. Denn obwohl das Buch alleinstehend lesbar ist, ist es doch Teil des Food Universe und dieser Spagat gelingt in meinen Augen gut.
Das Cover empfinde ich als Eyecatcher. Wenn ich nicht sowie schon neugierig auf die Geschichte gewesen wäre, hätte das Cover auf jeden Fall meine Aufmerksamkeit erweckt.
Ich mag den Mix aus Urban-Fantasy und Science Fiction auch dieses Mal sehr. Da mir ein tolles Leseerlebnis geboten wurde und ich mich bestens unterhalten fühlte, die Story gut durchdacht ist und konnte mich überzeugen, kann ich gar nicht anders, als die vollen fünf Sterne zu vergeben. Natürlich gibt es auch eine Leseempfehlung.
tkmla
5/5
10.10.2022
eBook (ePUB)
Flammende Spannung
„Spicy Noodles – Der Geschmack von Feuer“ ist der zweite Band der großartigen Food Universe Reihe von Marie Graßhoff.
Nachdem Toma auch die letzte Absage auf seine Bewerbungen an den New Yorker Universitäten erhalten hat, wirft ihn sein enttäuschter Vater aus der Wohnung. Bei seinem Großvater Shiro findet Toma kurzfristig Unterschlupf und hilft nebenbei in dessen kleinem Restaurant aus. Toma hält Shiro für leicht verschroben, denn der behauptet seit Tomas Kindheit, dass die Familie Nachfahren eines shintoistischen Feuergottes seien und im Besitz von magischen Essstäbchen. Die Legende hat Toma bisher nur Ärger mit seinen Eltern eingebrockt und so ignoriert er Shiros Erzählungen und flirtet lieber mit der hübschen Stammkundin Akari. Doch nach und nach kommen Toma die Kunden des Restaurants immer seltsamer vor, vor allem als plötzlich finstere Gestalten auftauchen.
Nach Hard Liquor geht es mit Spicy Noodles spannend weiter und die Fans der Reihe dürfen sich auf ein Wiedersehen mit einigen bekannten Charakteren freuen. Grundsätzlich kann man das Buch aber sicher auch unabhängig vom Vorgänger lesen.
Ich finde die Grundidee des Food Universe immer noch total genial und absolut faszinierend. Nach Tycho ist Toma ein weiterer völlig untypischer Held, der sich gegen finstere Typen behaupten muss. Die Story wird fast komplett aus Tomas Perspektive erzählt, denn seine Entwicklung ist Dreh- und Angelpunkt der mitreißenden Geschichte. Es gibt aber ein paar Kapitel aus der Sicht des mysteriösen Overkills, die die Spannung noch mehr steigern und interessante Fragen aufwerfen.
Vielleicht erscheint Toma manchmal wie ein Verlierer oder Schwächling, aber das ist nur der oberflächliche Eindruck. Toma is a lover not a fighter und der freundlichste und mitfühlendste Superheld, den ich je gesehen habe. Ich mochte ihn von Anfang an und habe bis zum Schluss mit ihm mitgefiebert. Er ist ein überraschender und perfekt gelungener Kontrast zur üblichen Brutalität.
Marie Graßhoff hat einen fesselnden Schreibstil und bei ihren detailreichen Schilderungen habe ich manchmal echt Hunger bekommen. Aber das ist wohl eine zu erwartende Nebenwirkung der Food Universe Reihe. Es wird auf jeden Fall scharf und feurig und niemals langweilig. Die Twists konnten mich oft überraschen und ich bin jetzt schon neugierig auf die Fortsetzung.
Mein Fazit:
Unser liebenswerter Feuergott Toma hat mein Herz entflammt und ich gebe eine klare Leseempfehlung!
Libertine Literatur
4/5
23.07.2024
eBook (ePUB)
Neuanfang im Restaurant Spicy Noodles
Toma hat es nicht leicht. In seiner Familie gibt es genau eine Möglichkeit, die ihn nicht zu einer großen Enttäuschung macht: an der Universität Jura zu studieren.
Dabei spielt es keine Rolle, ob er überhaupt Jura studieren will. Der Weg ist für ihn vorgezeichnet, an einen anderen soll er lieber gar nicht erst denken. Von einem Tag auf den anderen muss er dies aber, als er auch von der letzten Universität eine Absage erhält.
In einer anderen Familie wäre dies vielleicht kein Beinbruch gewesen. In Tomas Fall jedoch, sitzt er dadurch auf der Straße. Hochkant vom eigenen Vater rausgeworfen, ohne ein Münze des gesparten Geldes. Und das in einer Zeit, in der ein Serienmörder die Stadt unsicher macht und bereits sechzig Opfer gefordert hat.
»Overkill sieht alles. Gehörst du nicht zu seinen Anhängern, bist du sein Gegner. Und bist du sein Gegner, dann bist du sein Opfer.«
Bevor er sich versieht, wird Toma Zeuge eines Verbrechens von Overkill. Und der letzte Zeuge, der gegen Overkill ausgesagt hat, hat nicht lange überlebt, um davon zu berichten.
Dem nun obdachlosen Toma, der der einzige Zeuge eines brutalen Verbrechens geworden ist, bleibt nur eine Möglichkeit: seinen Großvater um Rat zu fragen, zu dem er seit einem Jahrzehnt keinen Kontakt mehr hatte. Ein Großvater, der ganz allein das Restaurant Spicy Noodles führt und außerdem der festen Überzeugung ist, dass sie von einem shintoistischen Feuergott abstammen.
»Doch als ich acht war, gab es einen Wohnungsbrand, und wir sind in ein anderes Viertel gezogen. Vor allem, weil Dad meinen senilen Grandpa verabscheut. Sogar noch ein bisschen mehr als mich.«
›Spicy Noodles‹ kann eigenständig gelesen werden und andere Teile aus dem Food Universe wie ›Hard Liquor‹ müssen nicht bekannt sein, um die Handlung zu verstehen. Doch die Leser:innen von ›Hard Liquor‹ dürfen sich darüber freuen, dass Captain Wodka noch nicht aus der Erinnerung der Menschen des Buches verschwunden ist – immerhin spielen die Ereignisse nur ein Jahr nach diesen.
Wer Graßhoff kennt, weiß, wie schnell ihr Schreibstil Leser:innen in den Bann ziehen kann. In ›Spicy Noodles‹ treffen zwei Welten liebevoll und spannend aufeinander. Die Welt des brutalen Serienmörders Overkill und die Welt um das urige Restaurant des Großvaters. Da macht nicht nur die Playlist zu Beginn des Buches richtig Lust auf mehr.
»Wie von allein tragen mich meine Beine hinter eine steinerne Treppe, die zu einem Hauseingang führt. Durch die Berichte zu Captain Wodka vor über einem Jahr – all die Hinweise, wie man sich zu verhalten hat, sollte man Zeuge von Gewaltverbrechen werden – bin ich darauf konditioniert, unverzüglich mein Handy aus der Tasche zu ziehen.«
›Spicy Noodles‹ ist bislang mein liebster Teil des Food Universe und ich bin schon super gespannt auf den dritten Teil ›Happy Meat‹. Toma ist ein sympathischer und frischer Protagonist, dem man gerne folgt, um die Geheimnisse von ›Spicy Noodles‹ aufzudecken und die magischen Essstäbchen zu retten.
Gavroche
4/5
29.11.2022
eBook (ePUB)
Toma
Toma ist ein junger Japaner, den es in das Restaurant seines Großvaters in New York verschlägt, wo er in Kontakt kommt mit allerlei Übersinnlichem, dabei glaubt er weder an Götter noch an Übersinnliches. Allerdings muss er sein Weltbild dann doch wohl zurecht rücken und akzeptieren, dass es da doch mehr gibt, als er zunächst zu glauben bereit war.
Doch als er den Mörder Overkill beobachtet, geraten damit er und sein Opa in Gefahr und er muss rasch dazu lernen. Rasant, witzig auf eine erfrischende Art und sehr fantasiereich. Wie auch der erste Band der Reihe konnte mich auch dieses Buch wieder überzeugen und gut unterhalten.
Bewertung
aus Striegistal
4/5
14.10.2022
eBook (ePUB)
Henkersmahlzeit
Für den Ich- Erzähler Toma läuft es aktuell nicht toll. Erst lehnen ihn alle Universitäten ab, dann schmeißt sein Vater ihn raus und er wird Zeuge eines Mordes durch einen gesuchten Serientäter, der ganz New York in Atem hält. Nur gut, dass sein Großvater ihn aufnimmt und in seinem Restaurant arbeiten lässt. Doch hier wimmelt es geradezu von Geheimnissen. Warum muss das Lokal immer geöffnet sein, wo doch nur wenige Gäste zum Essen kommen. Und was hat es mit den geheimnisvollen Essstäbchen auf sich, mit welchen Toma als Kleinkind die elterliche Wohnung in Brand gesteckt hat. Aber da ist ja noch die attraktive Akari, die für Toma bald mehr als nur eine Stammkundin ist. Doch als sein Großvater entführt wird, überschlagen sich die Ereignisse und Toma muss sich entscheiden, ob er sein vorbestimmtes Erbe antreten will. Und wird ihn diese Entscheidung eventuell umbringen? Ein Buch, dass sehr von verschiedenen Stimmungen lebt. Zum einen New York, dessen Einwohner aufgrund des Serienkillers Overkill wie gelähmt sind, zum anderen romantische Gefühle, aber auch Geheimnisse, die sich Toma nur langsam offenbaren. Die Geschichte ist spannend und bildhaft geschrieben. Der Mittelteil hätte zugunsten des Schlusses aus meiner Sicht kürzer sein können, denn hier plätschert die Handlung dahin. Dafür ist das Finale eher kurz. Aber wer spannende Geschichten, Rätsel und das Verborgene mag, wird nicht enttäuscht werden.