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Babel Or the Necessity of Violence: An Arcane History of the Oxford Translators' Revolution

5

Fr. 47.90

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

30.11.2022

Verlag

Gale, a Cengage Company

Maße (L/B/H)

21.3/15.1/4.7 cm

Gewicht

1071 g

Sprache

Englisch

EAN

9798885783644

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

30.11.2022

Verlag

Gale, a Cengage Company

Maße (L/B/H)

21.3/15.1/4.7 cm

Gewicht

1071 g

Sprache

Englisch

EAN

9798885783644

Herstelleradresse

Libri GmbH
Europaallee 1
36244 Bad Hersfeld
DE

Email: gpsr@libri.de

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Literarisches TikTok-Wunder mit Stärken und Schwächen

Shannon am 30.08.2023

Bewertungsnummer: 2010788

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Was wird dieses Buch gelobt und promotet! Dabei kommt es daher als Wälzer mit unzähligen akademischen Anekdoten und Fußnoten. Das neue "Game of Thrones", besser als "Harry Potter" hieß es. Nun hab ich die Lektüre abgeschlossen. Was ist mein Eindruck? Rebecca F. Kuang ist eine beeindruckende, intelligente Frau. Ein Buch wie dieses schreibt sich nicht einfach so. Mal abgesehen von der fantastischen Prämisse, die hinter dem Buch steckt, muss sie sich unglaublich gut mit Übersetzungen auskennen und hervorragendes Wissen über das British Empire, Kolonialismus und das akademische Leben in Oxford besitzen. Für eine dermaßen junge Frau finde ich das beeindruckend. Die Grundhandlung ist leicht erklärt. Chinesischer Waisenjunge wird von britischem Gelehrten nach Oxford gebracht und schon von klein auf als Übersetzer erzogen, denn das Empire ist auf den Bedeutungsverlust bei Übersetzungen angewiesen um die Silberbarren zu aktivieren, die den birtischen Kolonialismus am Laufen halten, bzw. erst möglich machen. Diese Art von Magie bedeutet Reichtum für den Westen und Armut, Unterdrückung und Sklaverei für die Kolonialländer. Bald schon wird das auch unserem Protagonisten Robin Swift klar, der zunehmend unter der Diskrepanz der Loyalität zum Mutterland und zum Land der schier unbegrenzten Möglichkeiten in der neuen Heimat hadert. Mit dieser Grundidee sind die Rollen klar verteilt. Der Turm der Übersetzer und seine Gelehrten, ja die westliche Welt mit ihrem Luxus, sind die Bösen. Die Kolonisierten sind die Guten. Wobei Kuang auch hier sehr geschickt differenzierte Untertöne einwebt - die Arbeiterbewegung im 18. und 19. Jahrhundert in Großbritannien, die Unterdrückung der Frauen im Viktorianischen Zeitalter. Für einen Anglisten ist dieses Buch eine wahre Fundgrube! Wir haben einen bedeutenden Abschnitt der britischen Geschichte sehr klug dargestellt und in einen Fantasy-Rahmen gesetzt und das Wunder der Übersetzung, alle Fehlerquellen, die Bedeutungsverluste zwischen den Sprachen, die Arbeit an Übersetzungen, das akademische Leben an einer englischen Eliteuni glaubhaft und realitätsnah dargestellt. Ein wahrer Traum! So hat sich Kuang bei mir die 4 Sterne verdient. Kommen wir nun zu den Schwächen. Unser Robin Swift ist ein wahrer Held und tatsächlich scheut sich die Autorin nicht ihm und seinen Freunden ordentlich zuzusetzen. Im letzten Drittel sterben die Charaktere wie die Fliegen. Von daher scheint der Vergleich mit "Harry Potter" und "Game of Thrones" tatsächlich naheliegend. Jedoch - es war mir als Leserin völlig egal. Ich konnte das Buch im Endspurt zwar nicht aus der Hand legen, weil ich auf die Lösung gespannt war, die Charaktere selbst habe es jedoch nie geschafft mich emotional zu erreichen. Ich finde das durchaus spannend, denn Kuang widmet unter anderem Letty und Victoire zwei Kapitel in denen ihre Beweggründe und Geschichten erzählt werden. Sie werden jedoch "erzählt" - auf der Gefühlsebene erreichen sie mich nicht . Während Rowling und Martin meisterlich mit den Emotionen der Leserschaft spielen, kann ich hier nicht mal aufrichtig behaupten, Robin Swift sonderlich zu mögen. Was ging da bei der Charakterbildung schief? "Babel" bleibt für mich auf intellektuellem Level und mit all der eingewobenen Geschichte des Kolonialismus, Feminismus, Gewerkschaften etc. herausragend - aber verkopft ohne Ende. Dennoch gebe ich eine Leseempfehlung und harre gespannt der Dinge, die von Frau Kuang noch kommen werden. P.S.: Wie schade, dass uns der deutsche Verlag den Untertitel über "Die Notwendigkeit der Gewalt" nicht zugemutet hat. Das Thema zieht sich durchs ganze Buch und trägt nicht unwesentlich zu den Schlusskapiteln bei.

Literarisches TikTok-Wunder mit Stärken und Schwächen

Shannon am 30.08.2023
Bewertungsnummer: 2010788
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Was wird dieses Buch gelobt und promotet! Dabei kommt es daher als Wälzer mit unzähligen akademischen Anekdoten und Fußnoten. Das neue "Game of Thrones", besser als "Harry Potter" hieß es. Nun hab ich die Lektüre abgeschlossen. Was ist mein Eindruck? Rebecca F. Kuang ist eine beeindruckende, intelligente Frau. Ein Buch wie dieses schreibt sich nicht einfach so. Mal abgesehen von der fantastischen Prämisse, die hinter dem Buch steckt, muss sie sich unglaublich gut mit Übersetzungen auskennen und hervorragendes Wissen über das British Empire, Kolonialismus und das akademische Leben in Oxford besitzen. Für eine dermaßen junge Frau finde ich das beeindruckend. Die Grundhandlung ist leicht erklärt. Chinesischer Waisenjunge wird von britischem Gelehrten nach Oxford gebracht und schon von klein auf als Übersetzer erzogen, denn das Empire ist auf den Bedeutungsverlust bei Übersetzungen angewiesen um die Silberbarren zu aktivieren, die den birtischen Kolonialismus am Laufen halten, bzw. erst möglich machen. Diese Art von Magie bedeutet Reichtum für den Westen und Armut, Unterdrückung und Sklaverei für die Kolonialländer. Bald schon wird das auch unserem Protagonisten Robin Swift klar, der zunehmend unter der Diskrepanz der Loyalität zum Mutterland und zum Land der schier unbegrenzten Möglichkeiten in der neuen Heimat hadert. Mit dieser Grundidee sind die Rollen klar verteilt. Der Turm der Übersetzer und seine Gelehrten, ja die westliche Welt mit ihrem Luxus, sind die Bösen. Die Kolonisierten sind die Guten. Wobei Kuang auch hier sehr geschickt differenzierte Untertöne einwebt - die Arbeiterbewegung im 18. und 19. Jahrhundert in Großbritannien, die Unterdrückung der Frauen im Viktorianischen Zeitalter. Für einen Anglisten ist dieses Buch eine wahre Fundgrube! Wir haben einen bedeutenden Abschnitt der britischen Geschichte sehr klug dargestellt und in einen Fantasy-Rahmen gesetzt und das Wunder der Übersetzung, alle Fehlerquellen, die Bedeutungsverluste zwischen den Sprachen, die Arbeit an Übersetzungen, das akademische Leben an einer englischen Eliteuni glaubhaft und realitätsnah dargestellt. Ein wahrer Traum! So hat sich Kuang bei mir die 4 Sterne verdient. Kommen wir nun zu den Schwächen. Unser Robin Swift ist ein wahrer Held und tatsächlich scheut sich die Autorin nicht ihm und seinen Freunden ordentlich zuzusetzen. Im letzten Drittel sterben die Charaktere wie die Fliegen. Von daher scheint der Vergleich mit "Harry Potter" und "Game of Thrones" tatsächlich naheliegend. Jedoch - es war mir als Leserin völlig egal. Ich konnte das Buch im Endspurt zwar nicht aus der Hand legen, weil ich auf die Lösung gespannt war, die Charaktere selbst habe es jedoch nie geschafft mich emotional zu erreichen. Ich finde das durchaus spannend, denn Kuang widmet unter anderem Letty und Victoire zwei Kapitel in denen ihre Beweggründe und Geschichten erzählt werden. Sie werden jedoch "erzählt" - auf der Gefühlsebene erreichen sie mich nicht . Während Rowling und Martin meisterlich mit den Emotionen der Leserschaft spielen, kann ich hier nicht mal aufrichtig behaupten, Robin Swift sonderlich zu mögen. Was ging da bei der Charakterbildung schief? "Babel" bleibt für mich auf intellektuellem Level und mit all der eingewobenen Geschichte des Kolonialismus, Feminismus, Gewerkschaften etc. herausragend - aber verkopft ohne Ende. Dennoch gebe ich eine Leseempfehlung und harre gespannt der Dinge, die von Frau Kuang noch kommen werden. P.S.: Wie schade, dass uns der deutsche Verlag den Untertitel über "Die Notwendigkeit der Gewalt" nicht zugemutet hat. Das Thema zieht sich durchs ganze Buch und trägt nicht unwesentlich zu den Schlusskapiteln bei.

sehr gut

Bewertung am 18.01.2026

Bewertungsnummer: 2984039

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Man muss es mögen, auf der Meta-Ebene zu lesen und nicht auf der reinen Story-Ebene. Man muss auch offen sein für bestimmte politische Themen (wie Kolonialisierung, strukturelle Benachteiligung etc). Ich habe es sehr genossen.

sehr gut

Bewertung am 18.01.2026
Bewertungsnummer: 2984039
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Man muss es mögen, auf der Meta-Ebene zu lesen und nicht auf der reinen Story-Ebene. Man muss auch offen sein für bestimmte politische Themen (wie Kolonialisierung, strukturelle Benachteiligung etc). Ich habe es sehr genossen.

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Babel

von R. F. Kuang

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Anja Gerspacher

Orell Füssli Zürich Europaallee

Zum Portrait

4/5

A story full of magic and dark academia vibes!

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Set in a fictional Oxford in 1828. Robin Swift, an orphaned Cantonese boy, is brought to Oxford by a mysterious professor named Professor Lovell. Robin is to be educated in the studies of transaltion, so that one day, he can attend Oxford University's prestigious Royal Institute of Translation, otherwise known as Babel. Babel is home to the greatest translaters and silver workers: the art of manifesting meanings that were lost in translation and engraving them into silver bars. These magic silver bars have made the British Empire impossibly wealthy and aids their evergrowing colonial expansion. When this expansion sets its eyes onto China, Robin must decide, on which side he want to stand; on that of the British Empire which raised him and provided him with an education, or with his homeland of China...
  • Anja Gerspacher
  • Buchhändler/-in

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4/5

A story full of magic and dark academia vibes!

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Set in a fictional Oxford in 1828. Robin Swift, an orphaned Cantonese boy, is brought to Oxford by a mysterious professor named Professor Lovell. Robin is to be educated in the studies of transaltion, so that one day, he can attend Oxford University's prestigious Royal Institute of Translation, otherwise known as Babel. Babel is home to the greatest translaters and silver workers: the art of manifesting meanings that were lost in translation and engraving them into silver bars. These magic silver bars have made the British Empire impossibly wealthy and aids their evergrowing colonial expansion. When this expansion sets its eyes onto China, Robin must decide, on which side he want to stand; on that of the British Empire which raised him and provided him with an education, or with his homeland of China...

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Maik Eckenstein-Nassian

Orell Füssli Basel

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4/5

Ein gelungener & gesellschaftskritischer Fantasy-Roman

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Silberwerken: Die Kunst, Silbergegenstände mit Magie aufzuladen, damit andere Gegenstände besser funktionieren, z. B. Fischerboote mehr Gewinn abwerfen. Und je weniger Silber, desto schneller muss der Zauber aufgefrischt werden, womit das Institut erst einmal richtig Geld verdient. Wer muss da nicht an Obsoleszenz denken? Dies ist ein gutes Beispiel, wie clever Kritik an der heutigen Gesellschaft und unserem Wirtschaftssystem in diesem Fantasy-Roman untergebracht ist. Dieser spielt in einem viktorianischen Oxford am Vorabend des Opiumkrieges - mit dem es einen ganz eigenen Verlauf geben soll. Die historische Stadt ist glaubhaft angelegt und beschrieben, wäre das Silberwerken und Babel nicht, könnte man das Buch als Histo-Roman einordnen. Der Leser folgt Robin, der nach dem Tod seiner Mutter nach England “gerettet” wurde, und dort eine Ausbildung zum Sprachwissenschaftler erhält, erst von dem undurchsichtigen Ziehvater Lovell, dann an der Universität. Dieser Teil ist teilweise anstrengend zu lesen, denn es werden in Fußnoten immer wieder Etymologien erklärt, sowie Wortspiele, welche nur im englischen Original funktionieren. Später wenden sich die Fußnoten dem Geschehen zu, was den Lesefluss immer wieder unterbricht. Wahrscheinlich gibt es Doktorarbeiten mit weniger Fußnoten. Ein wenige sollte man allerdings auch an Literaturwissen haben, sonst gibt die Fußnote über die Verwendung der Voynich-Buchstaben wenig Sinn. Im Laufe der Handlung kommen kritische Betrachtungsweisen über das Empire und den Rassismus der im ihm lebenden Menschen hinzu; später erfährt man, dass auch die Situation der englischen Arbeiter alles andere als rosig ist: Das Silberwerken hat die Maschinen so effizient gemacht, dass viele von ihnen arbeitslos wurden. Vor allem punktet das Buch mit den sehr glaubhaften zwischenmenschlichen Beziehungen: Robin zweifelt an dem Hermes-Bund, und ob er mit ihm in der Widerstand gehen soll, es gibt Rückschläge in der gegenseitigen Beziehung. Auch die Beziehung der Kommilitonen, die immer enger wächst, bis sie enge Freunde sind, wird glaubhaft geschildert.
  • Maik Eckenstein-Nassian
  • Buchhändler/-in

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4/5

Ein gelungener & gesellschaftskritischer Fantasy-Roman

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Silberwerken: Die Kunst, Silbergegenstände mit Magie aufzuladen, damit andere Gegenstände besser funktionieren, z. B. Fischerboote mehr Gewinn abwerfen. Und je weniger Silber, desto schneller muss der Zauber aufgefrischt werden, womit das Institut erst einmal richtig Geld verdient. Wer muss da nicht an Obsoleszenz denken? Dies ist ein gutes Beispiel, wie clever Kritik an der heutigen Gesellschaft und unserem Wirtschaftssystem in diesem Fantasy-Roman untergebracht ist. Dieser spielt in einem viktorianischen Oxford am Vorabend des Opiumkrieges - mit dem es einen ganz eigenen Verlauf geben soll. Die historische Stadt ist glaubhaft angelegt und beschrieben, wäre das Silberwerken und Babel nicht, könnte man das Buch als Histo-Roman einordnen. Der Leser folgt Robin, der nach dem Tod seiner Mutter nach England “gerettet” wurde, und dort eine Ausbildung zum Sprachwissenschaftler erhält, erst von dem undurchsichtigen Ziehvater Lovell, dann an der Universität. Dieser Teil ist teilweise anstrengend zu lesen, denn es werden in Fußnoten immer wieder Etymologien erklärt, sowie Wortspiele, welche nur im englischen Original funktionieren. Später wenden sich die Fußnoten dem Geschehen zu, was den Lesefluss immer wieder unterbricht. Wahrscheinlich gibt es Doktorarbeiten mit weniger Fußnoten. Ein wenige sollte man allerdings auch an Literaturwissen haben, sonst gibt die Fußnote über die Verwendung der Voynich-Buchstaben wenig Sinn. Im Laufe der Handlung kommen kritische Betrachtungsweisen über das Empire und den Rassismus der im ihm lebenden Menschen hinzu; später erfährt man, dass auch die Situation der englischen Arbeiter alles andere als rosig ist: Das Silberwerken hat die Maschinen so effizient gemacht, dass viele von ihnen arbeitslos wurden. Vor allem punktet das Buch mit den sehr glaubhaften zwischenmenschlichen Beziehungen: Robin zweifelt an dem Hermes-Bund, und ob er mit ihm in der Widerstand gehen soll, es gibt Rückschläge in der gegenseitigen Beziehung. Auch die Beziehung der Kommilitonen, die immer enger wächst, bis sie enge Freunde sind, wird glaubhaft geschildert.

Meinung aus der Buchhandlung

Babel

von R. F. Kuang

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