Nach langer Zeit ist Elias der erste Mann, den Clara wirklich näher kennenlernen will. Und Elias stellt erstaunt fest, dass er sich bei Clara nicht ständig an einen anderen Ort wünscht. Sie geniessen die ersten gemeinsamen Wochen in vollen Zügen. Stück um Stück erfahren sie mehr voneinander. Alles scheint zu passen, auch die vorherigen Leben. Dennoch macht der Altersunterschied der älteren Clara Angst. Elias wiederum weiss nicht so recht, wie man im Leben zu etwas steht, denn als Schauspieler versteht er es, sich immer wieder aus der Wirklichkeit ins Spiel zu retten. Als Clara ein Jobangebot in einer anderen Stadt annimmt, kommt es zum ersten Konflikt, denn sie will auf keinen Fall eine Fernbeziehung führen. Elias kann sich nicht sofort entscheiden, mit ihr zu gehen. Voller Wut trennt sie sich kurzerhand von ihm. Eine voreilige Entscheidung, wie sie bald feststellt, denn als Elias Ex-Freundin sich mit Nachrichten von ihm meldet, gerät ihr ganzes Leben ins Wanken
Ewald Arenz ist erneut ein wunderbares Buch gelungen. Feinfühlig erzählt er in Die Liebe an miesen Tagen von grossen, wilden Gefühlen. ANDREA GERK, NDR KULTUR
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4.2/5.0
138 Bewertungen
5 Sterne
4 Sterne
3 Sterne
2 Sterne
1 Sterne
Hat mir gefallen
IM.K. aus NÖ am 04.11.2025
Bewertungsnummer: 2645084
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Der Roman ist leicht und verständlich geschrieben. Eine leichte Suchtgefahr kam bei mir auf, da ich unbedingt das Ende erfahren wollte ,-). Der Titel sagt ja schon einiges aus, ich habe den Kauf nicht bereut.
Ein Meisterwerk voller Gefühl
Bewertung aus Dalberg am 05.07.2025
Bewertungsnummer: 2531959
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Als begeisterter Leser von Ewald Arenz war ich gespannt auf seinen Roman Die Liebe an miesen Tagen. Der Autor, bekannt für seine einfühlsamen Erzählungen, hat erneut eine Geschichte geschaffen, die tief berührt. Arenz gelingt es meisterhaft, die leisen Töne des Lebens einzufangen und in Worte zu fassen. Sein Schreibstil ist einfühlsam, präzise und dennoch poetisch – eine Kombination, die mich in jedem seiner Bücher aufs Neue fasziniert.
In diesem Roman erzählt Arenz die Geschichte von Clara und Elias, zwei Menschen in der Lebensmitte, die sich in einem Wochenendhaus begegnen. Clara, eine Fotografin, kümmert sich um ihre demente Mutter, während Elias als Schauspieler lebt und mit den Herausforderungen des Älterwerdens ringt. Ihre Beziehung entwickelt sich langsam, getragen von gegenseitigem Respekt und einer tiefen emotionalen Verbindung.
Was mich besonders beeindruckt hat, ist die Authentizität der Charaktere. Arenz gelingt es, ihre inneren Konflikte und Wünsche so darzustellen, dass sie für mich als Leserin nachvollziehbar und berührend waren. Die Dialoge zwischen Clara und Elias sind lebendig und oft von einem feinen Humor durchzogen, der die Schwere der Themen auflockert.
Ein weiterer Höhepunkt des Romans sind die Nebenfiguren. Claras demente Mutter, ihr Bruder Jan und Elias’ Tochter – sie alle tragen zur Tiefe der Geschichte bei und zeigen, wie das Leben in all seinen Facetten erzählt werden kann.
Für mich ist Die Liebe an miesen Tagen ein weiteres gelungenes Werk von Ewald Arenz, das zeigt, warum ich seine Bücher so schätze. Es ist ein Roman über Liebe, Verlust und die kleinen Momente des Glücks – und das alles erzählt mit der gewohnten Feinfühligkeit des Autors.
Meinung aus der Buchhandlung
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...deren negative Kritiken mich überraschten. Gut, ich habe ohne Erwartungen losgelesen und der stete Wechsel in den Köpfen und Gefühlen von Clara und Elias hat mir sehr gut gefallen und das Buch sehr kurzweilig gemacht. Beziehungsthemen die viele in der Lebensmitte beschäftigen sind gekonnt eingeflochten aber auch ganz allgemeine, wie Altersunterschied, Fernbeziehung, kranke Eltern oder Partner. Wie der Titel sagt, ist nicht alles rosig und ich habe mit Clara mitgehofft, dass sie beruflich wieder Fuss fasst, dass Elias in der Liebe nicht schauspielert, dass sie ihre ausgebüxte Mutter findet und vieles mehr, so blieb das Buch bis zum Ende spannend.
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Elias und Clara glauben beide nicht so recht an die eine grosse Liebe. Doch dann besichtigt er ihr Ferienhaus auf dem Land, legt einen unfreiwilligen Kniefall an ihrer Veranda vor ihr hin und es ist um beide geschehen. Aber so leicht läuft es im Leben nicht, oder? Und so wartet auch auf die Liebe von Clara und Elias die ein oder andere Bewährungsprobe.
Es sind die Figuren, und weniger die Liebesgeschichte, die mir an Ewald Arenz’ neuem Roman «Die Liebe an miesen Tagen» so gut gefielen. Elias ist Schauspieler und als solcher gewohnt, mit seinem Körper und seiner Stimme zu arbeiten. Was das für sein Körpergefühl bedeutet, wie er dadurch aber auch andere Menschen wahrnimmt, das beschreibt Arenz’ auf eine Weise, die mich faszinierte und auch ein wenig neidisch machte. Gleiches gilt für Clara, die Fotografin ist und als solche auch über ein fundiertes Wissen der Physik verfügt. Sie hat natürlich ebenfalls einen ganz eigenen Blick auf die Welt, auf die Ausschnitte, die vor ihre Augen/vor ihre Linse treten und wie sie diese ins rechte Licht rücken kann. Insbesondere Clara hat ein Faible für das Wetter, für die Schönheit von Schneetreiben, Regenschauern und kalter, klarer Luft auf der Haut.
Am Anfang wechselt Arenz mit den Kapiteln die jeweilige Perspektive, später, als die beiden ein Paar sind, vermischen sich ihre Eindrücke und spiegeln sich oft in den Gedanken des/der jeweils anderen. Als allwissender Erzähler dirigiert Arenz für uns die Geschichte, ohne jedoch Ereignisse vorwegzunehmen. Er bleibt ganz bei seinen beiden Hauptfiguren.
Absolut liebenswert sind übrigens Nebenfiguren wie Claras Bruder, Jan, die demente Mutter der beiden und Elias Tochter, Jule. Die Verhältnisse der Figuren untereinander sind einfach herzerwärmend geschildert.
Bei manchen Umgebungsschilderungen bin ich später etwas abgeschweift, bei anderen hat der Autor mich wieder abgeholt (s. Wetter). Ich nehme an, das ist eine Geschmackssache. Aber er hat ein Händchen für schöne Formulierungen. Die Liebesgeschichte war mir ab dem ersten Tiefpunkt etwas zu konstruiert, aber auch das ist Geschmackssache, würde ich sagen.
Ein Buch, das mir vor allem wegen der Figuren und ihrer nicht romantischen Beziehungen zueinander gefallen hat und das mir wegen Elias und Clara einen anderen Blick auf meine eigene Umgebung und mein Körpergefühl ermöglicht. Und diese Aspekte fand ich äusserst gelungen.