Produktbild: Die Enkelin

Die Enkelin

Aus der Reihe detebe
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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

6245

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

25.10.2023

Verlag

Diogenes Verlag AG

Seitenzahl

368

Maße (L/B/H)

21.2/11.2/2.2 cm

Gewicht

271 g

Farbe

Elfenbein / Olive

Auflage

03. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-257-24712-1

Beschreibung

Rezension

»Bernhard Schlink gehört zu den grössten Begabungen der deutschen Gegenwartsliteratur. Er ist ein einfühlsamer, scharf beobachtender und überaus intelligenter Erzähler. Seine Prosa ist klar, präzise und von schöner Eleganz.«
»Bernhard Schlink hat einen Roman geschrieben, den man überall mit hinschleppt, falls sich noch eine winzige Möglichkeit ergibt, ihn weiterzulesen.«
»Bernhard Schlink hat mit ›Die Enkelin‹ einen sehr bewegenden Roman geschrieben.«
»Ein grosses Buch mit brillantem Schluss.«

Produktdetails

Verkaufsrang

6245

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

25.10.2023

Verlag

Diogenes Verlag AG

Seitenzahl

368

Maße (L/B/H)

21.2/11.2/2.2 cm

Gewicht

271 g

Farbe

Elfenbein / Olive

Auflage

03. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-257-24712-1

EU-Ansprechpartner

truepages UG (haftungsbeschränkt)
Westermühlstrasse 29
80469 München
DE
info@truepages.de

Herstelleradresse

Diogenes Verlag AG
Sprecherstrasse 8
8032 Zürich
CH
info@diogenes.ch

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  • Christa

    Book Circle Community

    5/5

    06.04.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Zwischen Geschichte und Gegenwart – und dem, was uns verbindet

    Die Enkelin von Bernhard Schlink ist ein ruhiger, nachdenklicher Roman über Familie, Herkunft und die Frage, wie sehr Geschichte unser Leben prägt. Im Zentrum steht Kaspar, der nach dem Tod seiner Frau beginnt, sich auf die Suche nach einer Tochter und Enkelin zu machen, von deren Existenz er lange nichts wusste. Die Geschichte verbindet drei Generationen von Frauen, deren Leben eng mit der deutschen Geschichte verknüpft ist. Dabei geht es weniger um grosse Ereignisse als um deren Auswirkungen auf einzelne Menschen – auf ihre Entscheidungen, ihre Überzeugungen und ihr Leben. Schlink erzählt diese Geschichte leise und zurückhaltend, fast vorsichtig, und lässt den Figuren Raum, sich zu entfalten. Besonders eindrücklich ist, wie das Buch zeigt, wie Ideologien wirken können – oft subtil, oft über Jahre hinweg gewachsen. Gleichzeitig macht es deutlich, dass Begegnung und Beziehung eine Kraft haben, die stärker sein kann als Überzeugungen. Veränderung geschieht hier nicht durch Konfrontation, sondern durch Nähe, durch Zuhören und durch das Ernstnehmen des Gegenübers. Die Geschichte bleibt dabei bewusst ruhig und entwickelt ihre Wirkung Schritt für Schritt. Besonders berührend ist dabei die Haltung des Grossvaters. Die Enkelin ist ein reflektiertes und fein erzähltes Buch, das sich schweren Themen mit grosser Sensibilität nähert. Ein Roman, der nachdenklich macht – nicht laut, sondern leise und nachhaltig.

  • Bewertung

    aus Liebenburg

    5/5

    07.04.2025

    Buch (Taschenbuch)

    tolle Literatur

    Das Cover finde ich sehr schön gemacht und passt auch sehr gut zu dem Inhalt. Bernhard Schlink hat hier viele wichtige Themen aufgegriffen. Es werden schwierige Situationen der Kinder in Jugendwerkshöfen erzählt als auch traurige Situationen der Waisenkinder. Auch rechtsradikales Denken wird hier thematisiert. Der Leser wird hier auf eine Reise des deutschen Lebens geschickt, die viele so nicht mehr kennen. Die Protagonisten sind sehr sympathisch und mit Bedacht feinfühlig beschrieben. Auch der Schreibstil ist toll. Der Autor findet zu allem die passenden Sätze und Wörter. Was ich auch sehr gelungen finde, das der Autor uns Lesern unsere eigenen Schlüsse ziehen lässt. Dies ist mein erstes Buch von diesem Autor und ich werde mich nach weiteren Werken von ihm umsehen. Dieses Buch lässt einen sehr nachdenklich zurück und ich kann es nur weiterempfehlen.

  • frenchquarter

    aus rostock

    4/5

    13.05.2025

    Buch (Taschenbuch)

    lebensgeschichten in zeiten unruhiger geschichte

    Der neue Roman von Bernhard Schlink hat mir gut gefallen, aber er hat auch seine Seiten, mit denen ich immer noch hadere. Es ist aber auch sehr viel Geschichte, welche er in drei Teile gegliedert hat. Wir haben die deutsch-deutsche Teilung mit Republikflucht und allem, was an sich schon kein einfaches Thema ist. Das allerdings wird relativ gestrafft in Szene gesetzt und hätte für mich noch einiger Passagen bedurft. Ich finde, dass gerade das Leben von Birgit und Kaspar zu kurz gekommen ist. Sicher finde ich es gut, wenn mit wenigen Worten viel erklärt wird. Aber gerade die innere Zerrissenheit von Birgit hätte mehr Raum bekommen können. Besser wird es nachher ab Teil 2, als sich Kaspar auf die Reise macht und seine Stieftochter samt Familie ausfindig macht. Hier prallen Welten aufeinander. Zum einen der gebildete und belesene Kaspar und auf der anderen Seite die nationalsozialistisch eingestellte Familie von Svenja, der Tochter Birgits. Das sorgt für einigen Zündstoff und teils unüberbrückbaren Gegensätze. Da sind die Stationen der Suche vorher von weitaus weniger Gegensätzen geprägt. Allerdings habe ich beim Lesen oft das Gefühl gehabt, dass der Autor nicht umhinkam, doch einige Klischees zu bedienen. Es geht schon los bei der Pflegefamilie von Svenja, den Weises und führt weiter bis zur Namensgebung von Svenjas Ehemann und dem Vater von Kaspars Enkelin. Bei Björn hat man heutzutage sofort seine Assoziationen. Der dritte Teil handelt mehr oder weniger vom Reifeprozess Sigruns. Es klingt alles plausibel und wiederum nicht immer so unbedingt. Es sind schwierige Felder, welche der Autor beackert hat. Vieles hat mir sehr gefallen, es gab einige Personen, die sehr gut dargestellt wurden. Und einige blieben etwas flach. Oder zu sehr stereotyp. Kaspar trifft auf Sigrun in einem Alter, in welchem sie anfängt, ihre Welt auf ihre Art und Weise zu entdecken und erleben. Da sind einige Konflikte, die für Zündstoff sorgen. Was ist Gut und was ist Böse. Wer hat Recht und Unrecht. Kann man Rechts sein und trotzdem den schönen Künsten zugewandt sein. Da ist so vieles, was zwischen den Zeilen zu lesen ist. Es ist nicht einfach, wenn derart verschiedene Welten aufeinandertreffen. Die innere Zerrissenheit, gerade bei Kaspar, wie er mit Sigrun umgehen soll, ist ein zentraler Punkt in dieser Geschichte. Alle anderen Figuren bleiben am Rand und haben mehr oder weniger unterstützende und erklärende Funktion. Kann man die Zukunft gestalten, wenn man seine Vergangenheit nicht kennt? Wie steht es mit Verzeihen und Verstehen. Es sind viele Fragen, die dieses Buch aufgreift. Und manchmal sind Lösungen recht banal, aber im Leben diese Lösungen anzugehen, ist nicht einfach und die Umstände sind immer andere. Da prägt die deutsch-deutsche Geschichte Lebensläufe, und das nicht immer zum Besten. Im Grunde genommen hätte dieses Buch noch um viele Seiten länger sein können. Es sind sehr komplexe Themen, die hier aufgegriffen wurden, Emotionen treffen auf Geschichte, die selten auf Gefühle Rücksicht nimmt. Und die Menschen tragen ihre Päckchen, aber ich frage mich, wieviel Geheimnisse hat man noch nach Jahrzehnten Beieinanderseins noch. Konnte Birgit mit Kaspar, ihrem Ehemann, für den sie die DDR verlassen hatte, wirklich nicht über ihre Tochter reden? Kann ein Mensch so lange mit seinem Geheimnis leben? Da erscheint ihr Freitod als fast logisch. Und ihre Alkoholsucht als unausweichlich. Es ist ein schöner Roman, aber für mich nicht immer so rund, wie ich es gerne hätte. Schlink hat sich an ein großes Thema gewagt, aber manchmal ist weniger mehr. Nichtsdestotrotz lesenswert und gute Literatur.

  • Jacqueline

    aus Bremen

    4/5

    06.01.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Ein etwas anderes Buch

    Ich habe nicht mit so einer berührenden und nachdenklichen Geschichte gerechnet, der Einstieg war etwas holperig, aber nach den ersten 150 Seiten hatte mich das Buch total gecatched. Sigrun und Kaspar sind für mich ein unglaubliches Duo, das mich nicht in Ruhe gelassen hat und von dem ich jedes weitere Abenteuer lesen wollte. Das wir in dem Buch einer rechten Gemeinde begegnen, die stark die Wünsche der NS-Zeit vertritt, war im ersten Moment überraschend, aber es hat mich noch mehr an das Buch gefesselt. Über die Ansichten und Bräuche zu erfahren war schon interessant, aber auch abschreckend. Immer wieder verrückt, dass es wirklich Menschen gibt die so denken, aber ich fand es sehr gut wie Kaspar dem entgegen gewirkt hat. Er hat die Menschen zum nachdenken gebracht und ihnen nicht einfach gesagt sie liegen falsch, wirkte zwar nicht immer, aber bei der wichtigsten Person :) Wenn ihr Lust habt auf eine Geschichte von einem Westdeutschen und einer Ostdeutschen, die viel für ihre Liebe riskiert haben und am Ende durch ihre Enkelin viele tolle Momente erleben, kann ich euch das Buch nur empfehlen. Werbung, unbezahlt.

  • Bewertung

    2/5

    29.08.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Frustrierende Lektüre

    Selten hat mich ein Buch so frustriert. Nachdem ich den ersten Teil der Erzählung als sehr spannend und schlüssig empfand, war ich irritiert von einer Hinwendung zu wirklich unglaubhaften Ereignissen und Charakterisierungen. Da der Beginn der Geschichte von Kaspar und Birgit wohl autobigrafische Züge hat ist es nachvollziehbar, dass dieser Teil des Romans auf eine greifbare und menschlich nachvollziehbare Art teils auch packend erzählt ist. Dann driftet der Autor aber ab in eine klischeebeladene, wenig schlüssige Darstellung von Birgits Angehörigen im Nachwende Osten. Das hinterlässt in mir den Eindruck, dass Schlink weder konkrete Bezüge zum (ländlichen) heutigen Ostdeutschland hat, noch einen realistischen Blick auf rechtsextreme, völkische Siedlungen, noch auf die Lebenswelt junger Menschen. Es gruselt mich beinahe vor der Vorstellung, Menschen könnten diesen Roman als realistisch gezeichnetes Portrait werten und für bare Münze nehmen. Leider waren Dialoge, Figuren und deren Entscheidungen nicht glaubhaft und haben mich deshalb zunehmend ratlos und frustriert werden lassen. Zudem wurden mehrfach schlimmste Rassismen reproduziert und faschistischem Gedankengut Raum gegeben, um die Ideologie mancher Figuren abzubilden. Während der Protagonist damit eindeutig nicht d'accord ist, wird kaum wirklich dagegen gehalten oder überhaupt als extreme Gewalt eingeordnet. Damit werden die Reproduktionen in dieser Form noch unverständlicher und schwer zu ertragen. Der Roman bekommt auf mich damit einen zentristischen Beigeschmack, schließlich wird kaum konsequent auf Rassismus und Nationalismus reagiert. Sehr irritierend. Schade, den ersten Teil des Buches habe ich wirklich gerne gelesen.

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