Seltsame Dinge geschehen in Sodreg und Umgebung. Das grosse Schweigen geht um und nimmt Geräusch für Geräusch mit sich fort. Kirchenglocken bleiben stumm, wenn man sie läutet, ratternde Mühlen drehen sich plötzlich ohne jeden Ton von sich zu geben und Schafe recken ihre Hälse vergeblich in die Höhe. Kein Laut kommt aus ihren Mäulern und ihr Meckern bleibt stumm. Die Welt beginnt in Stille zu verfallen und niemand hat eine Erklärung für diese gespenstischen Vorgänge. Ausgerechnet Hans, der faulste und einfältigste Bursche der ganzen Gegend, will der Sache auf den Grund gehen. Ahnungslos bricht er auf ins Ungewisse und findet sich schnell in einem Abenteuer wieder, dass ihn zu Orten jenseits seiner Vorstellungskraft führt. Brütend heisse Dschungel, Höhlen voll reissender Bestien und Bäume, die bis in den Himmel reichen und von tausenden Menschen bewohnt werden. Um zu bestehen, muss er über sich hinauswachsen, sein altes Ich hinter sich lassen und den Gefahren entgegentreten, die auf Schritt und Tritt auf ihn warten. Und über allem schwebt der Geist eines uralten Wesens mit schier unbegrenzten Kräften.
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Oglog ist ein Fantasyroman…
Bella-Maya am 03.02.2024
Bewertungsnummer: 2838133
Bewertet: eBook (ePUB)
Oglog ist ein Fantasyroman von Exol Sand. Hans ist ein junger Mann der vor allem durch seine Faulheit auffällt. Sein geerbtes Elternhaus verlässt er nur um im benachbarten Wirtshaus die notwendigen Mahlzeiten zu sich zu nehmen. Ansonsten schläft er sich, ganz entspannt durch die täglichen Geräusche des Dorfes, durch den Tag. Bis plötzlich Tag für Tag ein Geräusch nach dem anderen einfach verschwindet. Im Wirtshaus hört Hans erstmals vom Oglog und das dieser für all das verantwortlich ist. Ganz gegen seine Gewohnheiten macht Hans sich auf die Suche nach dem geheimnisvollen Wesen. Ich fand den Schreibstil flüssig und gut lesbar. Die Beschreibungen sind sehr ausführlich und ausdrucksstark, so dass man sich sehr gut in die verschiedenen Welten und ihre Bewohner hineinversetzen konnte. Begann die Geschichte etwas plätschernd, nahm sie im weiteren Verlauf jedoch ordentlich an Fahrt auf und hielt die Spannung bis zum Schluss. Oglog ist ein origineller Fantasyroman mit einer Menge fantasievoller Figuren und Welten. Auch das keiner der Protagonisten ernsthaft zu Schaden kam (es müssen nicht immer liebgewonnene Charaktere „geopfert" werden ;))war mal eine durchaus wohltuende Alternative. Ich fühlte mich jedenfalls gut unterhalten und würde mich freuen mehr von Exol Sand zu lesen.
Der faule Hans liebt nichts…
hapedah am 04.01.2024
Bewertungsnummer: 2835380
Bewertet: eBook (ePUB)
Der faule Hans liebt nichts mehr, als den Tag zu verschlafen. Seit dem Tod seiner Mutter versorgt ihn die gutmütige Wirtin des benachbarten Gasthauses mit Essen, selbst dorthin geht der Faulpelz im Schlafrock, da ihm Anziehen zu viel Mühe bereiten würde. Als eines Tages in seinem Heimatort Sodreg mehr und mehr Geräusche einfach spurlos verschwinden, ist es für Hans mit der seligen Ruhe vorbei, haben doch die verschiedenen Klänge seinen Schlaf angenehm untermalt. Der alte Schäfer erzählt dem Burschen vom bösen Oglog, der immer wieder in die Welt der Menschen kommt und deren Geräusche stiehlt. Kurz entschlossen macht sich Hans, immer noch im Schlafrock, auf den Weg um den Oglog zu suchen und die Klänge seiner Heimat zurück zu holen. "Oglog" von Exol Sand ist ein Roman, bei dem ich den Eindruck hatte, dass er sich nicht richtig entscheiden konnte, ob er ein Kindermärchen oder eine erwachsene Fantasygeschichte sein möchte. Zu Anfang lernen wir den Protagonisten Hans kennen, dessen grenzenlose Faulheit im ganzen Dorf bekannt ist - schon diese Beschreibung erinnert mich an die Märchen meiner Kindheit, in denen die Figuren meistens durch eine einzige Eigenschaft charakterisiert wurden. Über den gesamten Handlungsverlauf konnte ich Hans nicht wirklich besser kennen lernen, sein ganzes Wesen blieb für mich oberflächlich dargestellt, auch seine Gefühlswelt fand ich eher rudimentär erfasst. Ab und zu hatte er Hunger, Durst, Angst oder auch mal eine Idee, insgesamt hätte ich mir für ihn deutlich mehr Tiefgang gewünscht. Die Figuren in seinem Umfeld waren für meinen Geschmack ebenfalls recht knapp vorgestellt, besonders einige der Mitstreiter, die erheblichen Anteil an der Suche nach dem Oglog hatten, blieben in meinen Augen austauschbare Papiergestalten ohne jegliche Charaktertiefe. Der Schreibstil war meiner Meinung nach stellenweise ein wenig langatmig, so dass mir die Leselust zwischendurch einige Male abhanden kam. Den Einstieg bis hin zu den ersten Abschnitten von Hans´ Reise hätte ich ganz eindeutig dem Genre Märchen zugeordnet, dabei hat mich lediglich die Seitenanzahl irritiert, da das Gesamtwerk doch zu umfangreich für ein Kinderbuch war. Erst als unser Protagonist die Begegnung mit den Räubern hinter sich gebracht hatte, wechselte die Handlung für mein Empfinden in den Bereich Fantasy. An Potential mangelt es der Geschichte durchaus nicht, der Autor ersinnt wunderbare, fremdartige Welten und eine Vielzahl verschiedener Bewohner, dennoch hielt sich die Spannung für mich in überschaubaren Grenzen. So fällt dieses Buch trotz des Ideenreichtums in die Kategorie "kann man lesen, muss man aber nicht unbedingt". Fazit: Die Mischung aus Märchen und Fantasy hätte meiner Meinung nach etwas mehr Tiefgang bei der Figurenzeichnung vertragen, die Handlung hatte für mich einige Längen. Positiv habe ich die Grundidee, den Weltenaufbau und die Vielzahl der fantastischen Wesen empfunden, die Geschichte hat auf jeden Fall eine Menge Potential.