Timon von Athen Düstere Satire über einen verarmten Mäzen, falsche Freunde und Menschenhass im antiken Griechenland
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
30.11.2023
Verlag
Sharp InkSeitenzahl
192
Maße (L/B/H)
22.9/15.2/1.3 cm
Gewicht
421 g
Auflage
1. Auflage
Übersetzt von
Christoph Martin Wieland
Sprache
Deutsch
ISBN
978-80-283-4258-6
Timon von Athen entfaltet die Geschichte eines athenischen Edelmanns, dessen verschwenderische Freigebigkeit in den Bankrott führt und dessen vermeintliche Freunde sich als Nutzniesser einer korrupten Gesellschaft erweisen. Aus der Enttäuschung erwächst Timons radikale Menschenverachtung. Das Stück verbindet tragische Fallhöhe mit beissender Satire, philosophischer Invektive und einer auffallend spröden, fragmentarischen Dramaturgie. Im Kontext von Shakespeares späten Problemstücken steht es an der Grenze zwischen Moralstudie, Stadtkomödie und dunkler Tragödie. William Shakespeare, der bedeutendste Dramatiker des elisabethanisch-jakobäischen Theaters, schrieb in einer Epoche intensiver sozialer Mobilität, höfischer Patronage und wachsender Geldwirtschaft. Diese Erfahrungen prägen das Stück deutlich: Freundschaft, Kredit, Dankbarkeit und Status erscheinen als ökonomisch verformte Beziehungen. Die mögliche Mitwirkung Thomas Middletons erklärt zudem manche satirische Schärfe und die schonungslose Darstellung urbaner Habgier. Dieses Werk empfiehlt sich Lesern, die Shakespeare jenseits der kanonischen Liebes- und Machttragödien entdecken möchten. Timon von Athen ist kein bequemes Drama, doch gerade seine Härte macht es modern: Es fragt, was Grosszügigkeit wert ist, wenn eine Gesellschaft nur den Nutzen kennt, und wie Einsamkeit aus moralischer Klarheit entstehen kann.
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