Deutschsprachige Theater-Almanache und -Journale: Abbildungen (Personen, Stücke, Theater) / German-language Theater Almanacs and Journals: Illustratio Band 2: Abbildungen (Personen N-Z, Stücke, Theater) / Illustrations (Persons N-Z, Plays, Theaters)
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Sprache:Deutsch, Englisch
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
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Ja
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
15.03.2024
Verlag
Hollitzer WissenschaftsverlagSeitenzahl
450 (Printausgabe)
Dateigröße
6596 KB
Sprache
Deutsch, Englisch
EAN
9783990941942
In Almanachen gab es bereits am Ende des 18. Jahrhunderts gelegentlich Abbildungen - Holzschnitte und Kupferstiche unterschiedlichsten Inhalts.
Sie blieben weitgehend auf die Almanache beschränkt, da die Kosten für diese Abbildungen hoch waren und sich eine Produktion nur bei einer
höheren Auflage rentierte. In den Journalen sind sie bis zur allgemeinen Verbreitung der Fotografie und der Entwicklung entsprechender Reproduktionsverfahren gegen Ende des 19. Jahrhunderts nur vereinzelt zu finden. Neben der Etablierung dieser technischen Innovationen vollzog sich zu dieser Zeit eine entscheidende Wende bei der Herausgabe dieser Drucke: Ursprünglich hatten - meist - Souffleure und Souffleusen die Finanzierung der Journale allein getragen, doch dann wurde die Möglichkeit genutzt, dass ortsansässige Geschäftsleute Werbung in den Journalen veröffentlichten. Dadurch änderte sich nicht nur deren Inhalt, sondern es wurde auch notwendig, die Drucke ansprechender zu gestalten: mit Abbildungen wurde die Attraktivität der Journale erhöht.
Die im vorliegenden Doppelband erschlossenen Abbildungen von Mitgliedern einer Gesellschaft vermitteln wichtige Einblicke in den Umgang mit
dem Medium Bild resp. Portrait im Rahmen des Marketings. Einerseits fehlen viele bis heute berühmte Personen, andererseits sind sehr viele inzwischen längst vergessene Personen durch Abbildungen dokumentiert. Generell gibt es nicht sonderlich viele Abbildungen pro Person. Bei einer genaueren Betrachtung, an welchem Theater die Darsteller und Darstellerinnen engagiert waren, erkennt man, wie mobil die am Theater Beschäftigten waren. In anderen Fällen, z. B. bei Direktoren oder Direktorinnen, werden auch längere Tätigkeiten an einem Theater durch Abbildungen dokumentiert.
Einen Sonderfall stellen die Veröffentlichungen der Bayreuther Festspiele dar. Diese wurden vor der Saison zusammengestellt und dem wohlhabenden Publikum als Souvenir verkauft. Sowohl Umfang als auch Auflagenzahl dieser Publikationen war deutlich grösser als diejenigen von durchschnittlichen Theater-Journalen. Daraus erklärt sich die grosse Zahl der darin abgedruckten Abbildungen.
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