Produktbild: Gorbach

Gorbach

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inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Ja

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

24.04.2024

Verlag

Steidl GmbH & Co. OHG

Seitenzahl

192 (Printausgabe)

Dateigröße

448 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783969993941

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Ja

Zum Lesen dieses eBooks auf Geräten der tolino Familie sowie auf sonstigen eReadern und am PC benötigen Sie eine Adobe ID. Weitere Hinweise zum Lesen von kopiergeschützten eBooks finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion Text-to-Speech können Sie sich im tolino webReader und in der aktuellen Thalia – Lesen & Hören App das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Text-to-Speech.

Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

24.04.2024

Verlag

Steidl GmbH & Co. OHG

Seitenzahl

192 (Printausgabe)

Dateigröße

448 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783969993941

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Haut voll rein!

LesenmitCarola aus Wesel am 10.03.2025

Bewertungsnummer: 2434119

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ach, „Gorbach“. Ein Roman, so einladend wie eine Bahnhofstoilette um drei Uhr morgens. Hank Zerbolesch nimmt uns mit in einen Ort, der das Lebensgefühl von „Hier war mal Hoffnung, aber dann kam die Realität“ atmet. Es stinkt nach Pis*e, Armut und zerplatzten Träumen. Wer hier noch lebt, hat entweder keinen Ausweg oder eine beängstigende Vorliebe für menschliches Elend. Zerbolesch schreibt über Gewalt, Trostlosigkeit und Suff, und zwar in einer Sprache, die so nackt ist, dass sie fast schon friert. Sein episodischer Stil erinnert an einen Wodka-Rausch – man schwankt von Szene zu Szene, verliert kurz den Faden, rappelt sich wieder auf und wundert sich, wie man hier gelandet ist. Dass die Charaktere zwischen Hoffnungslosigkeit und Aggression oszillieren, überrascht wenig: Wer den Ort nicht formt, wird von ihm geformt. Und Gorbach formt gnadenlos. Aber dann – ein Hoffnungsschimmer! Eine Lamettaweihnacht, warm und heimelig wie eine abgelaufene Wärmflasche. Ein Moment des Wohlgefühls, bevor die Realität wieder mit der Axt kommt. Hier zeigt sich die wahre Meisterschaft Zerboleschs: Er lässt den Leser kurz durchatmen, nur um ihm dann mit aller Wucht die bittere Kälte seiner Welt ins Gesicht zu schlagen. Ist „Gorbach“ ein gutes Buch? Sicherlich. Ein angenehmes? Auf keinen Fall. Es ist brutal, düster und verlangt dem Leser einiges ab – was es aber umso lesenswerter macht. Wer sich nach einer Reise ins literarische Elend sehnt, bitte einsteigen. Ticket in die Hoffnungslosigkeit ist inklusive.

Haut voll rein!

LesenmitCarola aus Wesel am 10.03.2025
Bewertungsnummer: 2434119
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ach, „Gorbach“. Ein Roman, so einladend wie eine Bahnhofstoilette um drei Uhr morgens. Hank Zerbolesch nimmt uns mit in einen Ort, der das Lebensgefühl von „Hier war mal Hoffnung, aber dann kam die Realität“ atmet. Es stinkt nach Pis*e, Armut und zerplatzten Träumen. Wer hier noch lebt, hat entweder keinen Ausweg oder eine beängstigende Vorliebe für menschliches Elend. Zerbolesch schreibt über Gewalt, Trostlosigkeit und Suff, und zwar in einer Sprache, die so nackt ist, dass sie fast schon friert. Sein episodischer Stil erinnert an einen Wodka-Rausch – man schwankt von Szene zu Szene, verliert kurz den Faden, rappelt sich wieder auf und wundert sich, wie man hier gelandet ist. Dass die Charaktere zwischen Hoffnungslosigkeit und Aggression oszillieren, überrascht wenig: Wer den Ort nicht formt, wird von ihm geformt. Und Gorbach formt gnadenlos. Aber dann – ein Hoffnungsschimmer! Eine Lamettaweihnacht, warm und heimelig wie eine abgelaufene Wärmflasche. Ein Moment des Wohlgefühls, bevor die Realität wieder mit der Axt kommt. Hier zeigt sich die wahre Meisterschaft Zerboleschs: Er lässt den Leser kurz durchatmen, nur um ihm dann mit aller Wucht die bittere Kälte seiner Welt ins Gesicht zu schlagen. Ist „Gorbach“ ein gutes Buch? Sicherlich. Ein angenehmes? Auf keinen Fall. Es ist brutal, düster und verlangt dem Leser einiges ab – was es aber umso lesenswerter macht. Wer sich nach einer Reise ins literarische Elend sehnt, bitte einsteigen. Ticket in die Hoffnungslosigkeit ist inklusive.

Unten angekommen

mimitatis_buecherkiste aus Krefeld am 12.11.2024

Bewertungsnummer: 2339677

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Hank Zerbolesch hat mit dem vorliegenden Buch eine Sammlung von ineinander greifenden Geschichten vorgelegt, die einen Querschnitt durch Menschenschicksale zieht. Hierbei konzentriert er sich auf die vom Leben nicht begünstigten Personen, beispielsweise die Einsamen, die Süchtigen und andere aus der Gesellschaft Verstoßenen. »Die Ecke hier war mal ein richtig schöner Ort gewesen. Laut, ja, auch, aber nicht laut im Sinne von Nachbarn, die um halb zwölf Uhr nachts mit der Stichsäge Laminat verlegen, sondern laut im Sinne von pulsierend. Atmend. Okay, röchelnd auch, das stimmt. Dieser Ort war schon immer anders gewesen. Ein bisschen schmutziger als der Rest. Aber angenehm schmutzig. Wie eine noch nicht ganz aufgeräumte Wohnung nach einem ausladenden Familienfest, diese Art Schmutz.« (Seite 163) Die Erzählungen ergänzen sich, manche Namen tauchen erneut auf, andere verschwinden im Kosmos der Bedeutungslosigkeit. Verzweiflung wabert durch die Seiten, Gewalt löst Angst ab, Sucht führt zur Gier, mangelnde Perspektiven gehen Hand in Hand mit Armut, die überall aus den Ecken kriecht. Die Sprache passt zur Gosse, geflucht wird überall. Darüber liegt ein Nebel der Hoffnungslosigkeit, hängt über den Menschen und hüllt sie ein. Da hilft es auch nicht, dass der ein oder andere schöne Moment um die Ecke schaut und mangels Platz wieder verschwindet. Das Leben ist hässlich, das Leben ist schön. Gorbach ist trotzdem oder gerade deswegen eine (Lese-) Reise wert!

Unten angekommen

mimitatis_buecherkiste aus Krefeld am 12.11.2024
Bewertungsnummer: 2339677
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Hank Zerbolesch hat mit dem vorliegenden Buch eine Sammlung von ineinander greifenden Geschichten vorgelegt, die einen Querschnitt durch Menschenschicksale zieht. Hierbei konzentriert er sich auf die vom Leben nicht begünstigten Personen, beispielsweise die Einsamen, die Süchtigen und andere aus der Gesellschaft Verstoßenen. »Die Ecke hier war mal ein richtig schöner Ort gewesen. Laut, ja, auch, aber nicht laut im Sinne von Nachbarn, die um halb zwölf Uhr nachts mit der Stichsäge Laminat verlegen, sondern laut im Sinne von pulsierend. Atmend. Okay, röchelnd auch, das stimmt. Dieser Ort war schon immer anders gewesen. Ein bisschen schmutziger als der Rest. Aber angenehm schmutzig. Wie eine noch nicht ganz aufgeräumte Wohnung nach einem ausladenden Familienfest, diese Art Schmutz.« (Seite 163) Die Erzählungen ergänzen sich, manche Namen tauchen erneut auf, andere verschwinden im Kosmos der Bedeutungslosigkeit. Verzweiflung wabert durch die Seiten, Gewalt löst Angst ab, Sucht führt zur Gier, mangelnde Perspektiven gehen Hand in Hand mit Armut, die überall aus den Ecken kriecht. Die Sprache passt zur Gosse, geflucht wird überall. Darüber liegt ein Nebel der Hoffnungslosigkeit, hängt über den Menschen und hüllt sie ein. Da hilft es auch nicht, dass der ein oder andere schöne Moment um die Ecke schaut und mangels Platz wieder verschwindet. Das Leben ist hässlich, das Leben ist schön. Gorbach ist trotzdem oder gerade deswegen eine (Lese-) Reise wert!

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