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Abgrund Roman

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inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

06.11.2024

Verlag

Heyne

Seitenzahl

512

Maße (L/B/H)

21.7/14.4/4.4 cm

Gewicht

648 g

Farbe

Anthrazit / Lichtgrau

Originaltitel

Precipice

Übersetzt von

Wolfgang Müller

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-453-27372-6

Beschreibung

Rezension

»…ein packender historischer Roman, im dem Harris tut, was er wie kein Zweiter kann: hinter die Kulissen der Macht zu schauen und Geltungsdrang, Einsamkeit und Entfremdung zu finden.« ("Wieland Freund, Welt am Sonntag")
»Psychologische Finesse, politische Brillanz, leuchtstarke Milieus und Personen – hier stechen alle Trümpfe.« ("Hartmut Wilmes, Kölnische Rundschau")
»Abgrund erzählt eine wahre Geschichte, die Robert Harris wunderbar zugespitzt aufgeschrieben hat ... weniger Geschichtsschinken, eher Downton Abbey.« ("Danny Marques-Marcalo, NDR Kultur, Neue Bücher")
»Harris beweist ... sein besonderes Themengespür, denn diesen komplexen Roman über Liebe, Macht, Krieg und Verantwortungslosigkeit wird man in diesen Zeiten keineswegs als einen rein historischen lesen.« ("Volker Isfort, Abendzeitung")

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Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

06.11.2024

Verlag

Heyne

Seitenzahl

512

Maße (L/B/H)

21.7/14.4/4.4 cm

Gewicht

648 g

Farbe

Anthrazit / Lichtgrau

Originaltitel

Precipice

Übersetzt von

Wolfgang Müller

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-453-27372-6

Herstelleradresse

Heyne Verlag
Neumarkter Str. 28
81673 München
DE

Email: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

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  • Bewertung

    4/5

    28.12.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der Beginn des ersten Weltkrieges- und eine englische Affäre

    Als im Sommer 1914 in London die Beratungen über die Auswirkungen der gegenseitigen Kriegsandrohungen in Europa stattfinden, hat der englische Premier ganz andere Dinge im Kopf: er ist in eine junge Adlige verliebt und schreibt ihr täglich Briefe. Diese Briefe enthalten jedoch politische Details die nicht in die Öffentlichkeit kommen dürfen. Dieser Krimi beruht auf wahren Begebenheiten und ist wie ein Kammerspiel geschrieben. Zwischen Teeparties und Bridgespielen beginnt ein Krieg der die Welt verändern wird und auch die politsche Karriere einiger Politiker. Wenn Sie britischen Humor und Geschichte lieben, dann ist dieser Band genau der Richtige für Sie.

  • Bewertung

    aus Mettmenstetten

    5/5

    28.12.2024

    eBook (ePUB)

    Der britische Primeminister zerrissen zwischen Krieg und Amour fou

    Der Downton Abbey Lifestyle, gepaart mit authentischen Einblicken in Downing Street 10 in den ernsten Zeiten des beginnenden Ersten Weltkriegs charakterisieren dieses spannende Werk. Der rote Faden der Story - der intensive Schriftverkehr zwischen dem (verheirateten) Primeminister H. H. Asquith und seiner 30 Jahre jüngeren Geliebten - wirkt bizarr, ist jedoch historisch nachgewiesen. Gleichzeitig wird die Leserschaft über die politische Zerrissenheit des britischen Kabinetts im Kriegsmodus aufgeklärt. Das sehende Reinschlittern in die weltpolitische Katastrophe ist eindrücklich geschildert. Nebenaspekt: Winston Churchill kommt in seiner Rolle im Ersten Weltkrieg ganz schlecht weg. Dass es amourös für Primeminister Asquith kein Happy End geben kann, versteht sich von selbst. Zusammengefasst: Ich habe die Lektüre sehr genossen.

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    Kathrin Bögelsack

    Orell Füssli Bern

    Buchhändler*in

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    2/5

    10.01.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Spannende Zeiten…

    … nur leider nicht allzu spannend erzählt. Robert Harris hat für «Abgrund» penibel den Schriftverkehr zwischen dem damaligen britischen Premierminister, Herbert Henry Asquith, und seiner Geliebten, Beatrice Venetia Stanley, ausgewertet und in die politischen Ereignisse vom 02. Juli 1914 bis 15. Mai 1915 eingebettet. Als allwissender Erzähler springt er zwischen den beiden bereits genannten Perspektiven und jener des jungen, vermutlich fiktiven Polizisten Paul Deemer hin und her. Zeitlich streng chronologisch beobachten wir aus nächster Nähe, wie sich die Lage nach dem Attentat auf den Thronfolger Österreich-Ungarns kontinuierlich zuspitzt und schliesslich im Ersten Weltkrieg mündet. Spannend sind dabei die politischen Innenansichten: wie stark die Politik aus Seilschaften bestand, wie wichtig der drohende Verlust von internationalem Ansehen für militärische Entscheidungen war, wie sich politische Machtspiele unmittelbar für die Soldaten auswirkten uvm. Für mich blieb die Spannung jedoch nicht kontinuierlich erhalten. Harris wollte einerseits Venetia Stanley eine Art Denkmal setzen, ihren Einfluss auf den Premier deutlich machen und mit ihr stellvertretend die Position von Frauen jener Zeit verdeutlichen. Leider sind ihre Briefe nicht mehr erhalten, Harris ist somit auf Mutmassungen angewiesen. Welchen Einfluss sie tatsächlich gehabt hat, ist nicht klar. Mit ihr erhalten wir zudem eine Art Downton Abbey-Perspektive, einen Blick in die Welt der langsam untergehenden Aristokratie. Andererseits zeichnet er die politische Lage jener Zeit nach, gespickt mit namhaften Personen, wie dem noch jungen, ungestümen und kriegsbegeisterten Winston Churchill. Und dann zeigt er uns mit Paul Deemer die Anfänge des heutigen MI5. Jedoch wollte sich das für mich nicht zu einem homogenen Ganzen mit kontinuierlichem Spannungsaufbau fügen. Woran auch die Original-Auszüge der Briefe des Premiers an Venetia Stanley mit ihren teils langen Liebesschwüren ihren Anteil hatten. Die hinterliessen, je verzweifelter sie wurden, bei mir zunehmendes Unbehagen, weil ich mir, ähnlich wie Deemer, wie ein Voyeur vorkam. Die anfängliche Bootsszene diente vermutlich einfach dazu, Deemer und Stanley miteinander in Verbindung zu bringen, steht aber für den leicht umständlichen Erzählstil des Romans. Fazit: Wer sich auch von längeren Durststrecken in einer Lektüre nicht abschrecken lässt, erfährt in «Abgrund» sicherlich Neues über den Beginn des Ersten Weltkriegs aus britischer Sicht.

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