Die Universität zu Köln im Nationalsozialismus Wege einer städtischen Hochschulgründung zwischen später Weimarer Republik und früher Bundesrepublik
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Produktdetails
Format
Kopierschutz
Nein
Family Sharing
Ja
Text-to-Speech
Nein
Erscheinungsdatum
28.08.2024
Verlag
Wallstein VerlagSeitenzahl
508 (Printausgabe)
Dateigröße
7659 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783835387560
Die Universität zu Köln nahm im deutschen Hochschulsystem eine Sonderstellung ein. Sie zählte zu den neuen Grossstadtuniversitäten, hob sich vor allem aber als von der Stadt Köln 1919 gegründete, von dieser getragene und finanzierte akademische Institution von anderen Hochschulen ab. Hans-Peter Ullmann untersucht, wie diese Besonderheiten zunächst den Weg der Universität in die nationalsozialistische Diktatur begünstigt, dann ihre Nazifizierung sowohl vorangetrieben als auch begrenzt und schliesslich den Schritt in die Demokratie erschwert haben. Es zeigt einerseits, dass die Kölner Universität als Kind des »Weimarer Systems« und im katholischen Rheinland gelegen vom NS-Staat nicht gut gelitten war, weshalb ihre Schliessung mehrfach zur Diskussion stand. Andererseits wird deutlich, dass viele Kölner Professoren und eine Mehrheit der Studierenden die Weimarer Republik abgelehnt, sich nach 1933 in unterschiedlichem Grad auf den Nationalsozialismus eingelassen sowie der Vertreibung jüdischer und politisch missliebiger Hochschulangehöriger nicht widersprochen haben. So fügte sich die Universität zu Köln in das Regime ein und trug dieses von Anfang bis Ende mit, nicht zuletzt im Zweiten Weltkrieg. Diese Kollaboration verdrängte die Hochschule in den Jahren des Wiederaufbaus und der Entnazifizierung nach 1945.
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