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Eigentum

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

23982

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

19.03.2025

Verlag

Penguin

Seitenzahl

160

Maße (L/B/H)

18.7/12.7/2.3 cm

Gewicht

190 g

Farbe

Camel

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-328-11156-6

Beschreibung

Rezension

»Ein ganz großes Memorial für ein nicht vergebens gelebtes Leben, aber auch eine große sprachartistische Leistung.« ("Best of Druckfrisch, Denis Scheck")
»Ein Sprachspiel und intellektueller Genuss … eine zärtliche Liebeserklärung … ein wunderbares Buch.« ("Der Spiegel, Stefan Kuzmany")
»Eine helle intellektuelle Freude… Diese Übersetzung von der Immobilie… in das wahre Eigentum von Wolf Haas, das ist schon sensationell gut gelöst.« ("SWR lesenswert, Denis Scheck")
»Wolf Haas ist ein Formkünstler sondergleichen… Das ist alles von höchster Kunstfertigkeit getrieben und doch eine anrührende Mutter-Sohn Geschichte… Die hochartistische Sprache von Wolf Haas verbindet sich so wunderbar mit der tatsächlich auch dialektal aufgeschriebenen Sprache der Mutter – allein das ist schon ein Kunstwerk.« ("Ijoma Mangold")
»Wolf Haas hat einen so humorvollen wie tiefsinnigen Roman geschrieben: Ein präzises Sprachkunstwerk – humorvolle Mutterbeschimpfung und lakonische Lobpreisung in einem, von Trauer und Erleichterung gleichermaßen getragen und vor allem durch und durch ein echter Wolf Haas.« ("WDR3 Lesestoff, Andrea Gerk")
»Auf knapp 160 Seiten gelingt Wolf Haas das Wunder, den eigenen Sound zu bewahren und trotzdem zu trauern. Lachen und weinen gleichzeitig.« ("Kurier, Barbara Beer")

Produktdetails

Verkaufsrang

23982

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

19.03.2025

Verlag

Penguin

Seitenzahl

160

Maße (L/B/H)

18.7/12.7/2.3 cm

Gewicht

190 g

Farbe

Camel

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-328-11156-6

Herstelleradresse

Penguin TB Verlag
Neumarkter Straße 28
81673 München
DE

Email: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

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  • Bewertung

    5/5

    22.06.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Einzigartiges Buch

    Ich finde das dieses Buch ein Wahnsinn war zu lesen! Ich musste Nämlich für die Schule ein Lesetagebuch erstellen, ich habe dieses Buch gewählt weil es ganz anders war als alle anderen. Es ging um eine Trauer Geschichte die berührend ist. In meinen Fall würde ich dieses Buch nochmal nehmen um so eine Arbeit zu machen, auch wenn das Buch nicht so einfach ist um für solche Arbeiten verwendet zu werden! 10/10

  • Manfred Fürst

    aus Kirchbichl

    5/5

    10.02.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Haas ist Haas und bleibt sich treu

    „Am Ende hieß es noch, ich hätte mich über sie lustig gemacht. Man schuldet ja allen einen gewissen Respekt. Auch jenen, die es vielleicht nicht wahrnehmen, wenn man ihn nicht zeigt. Man kann auch den Verlöschenden und vor sich hin Dämmernden nicht irgendwas erzählen, nur weil es langweilig ist mit ihnen. Man darf unterlegene Menschen nicht auf die Schaufel nehmen. Man darf Schwachsinnige nicht verarschen, man darf kleine Kinder nicht verarschen, man darf Behinderte nicht verarschen. Im Prinzip darf man überhaupt niemanden verarschen, fürchte ich. Schon gar nicht seine sterbende Mutter.“ (S. 8, Haas) Wolf Haas besucht das Altersheim, in dem seine 95-jährige Mutter wohnt, die in drei Tagen sterben wird. Haas tut gar nicht so, als ginge sie ihm nicht auf die Nerven. (Unausgesprochen: Ich darf doch etwas dement sein, wenn ich meinen Sohn bitte, meinen längst verstorbenen Eltern eine Nachricht zu überbringen.) Ausgesprochen: „Meine Mami und mein Tati, wo sie jetzt sind, ich weiß nicht wie es da heißt, aber du kannst dort mit dem Handy anrufen und ihnen sagen, dass es mir gut geht.“ Das Gejammer tönt ihm noch in den Ohren: „Immer nur sparen, sparen, sparen.“ Immer nur „arbeiten, arbeiten, arbeiten“, Und im Rückblick Geschichte: Die seiner Mutter und der Familie und die Österreichs, von einer Frau, die 1923, ins Jahr der Superinflation, hineingeboren wurde. Sicher Autofiktion, aber weder geschmacklos noch sentimental. Von Seite zu Seite verschwindet der lapidare Ton, der Sohn erzählt von der Mutter, die in Zeiten jung gewesen ist, als fast jeder ein Schicksal hatte und nicht nur ein Leben mit Aufs und Abs. Krieg. Krankheit. Gewalt. Tod überall. Und die Hoffnung auf das Eigenheim, das sich nie erfüllt hat. Bis jetzt. Seit vielen Jahren steht schon ihr Name auf dem Grab, ihre eigenen Kubikmeter nun bereit, bezogen zu werden – nur ein Datum fehlt. „Mein ganzes Leben lang hat mir meine Mutter weisgemacht, dass es ihr schlecht ging. Drei Tage vor dem Tod kam sie mit der Neuigkeit daher, dass es ihr gut ging." (W. Haas) Wolf Haas, Autor beim Carl Hanser Verlag, wovon viele seiner Kollegen nur träumen.

  • Bewertung

    5/5

    01.01.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Einfach. Großartig. Heilsam.

    Ein wertvoller Einblick in eine Lebensgeschichte - Danke, Wolf Haas! In jedem Fall empfehlenswert für Lesende, die gerne tief blicken und Authentizität gut vertragen können. Am Ende seines langen Lebens so ein Denkmal gesetzt zu bekommen, wie Wolf Haas es hier für seine Mutter - und für sich selbst getan hat, ist schon etwas ganz Besonderes; dabei tiefe Einblicke in eine vergangene Zeit zu geben, die uns aber noch prägt, das ist dem Autor mit seinem Werk wunderbar gelungen. Sehr gefühlvoll und versöhnlich. Eigentlich ein kurzes Buch, bei dem ich dachte, es sei schnell gelesen, doch da es so reichhaltig und bewegend ist, nehme ich mir gerne die Zeit, die ein Buch mit solch psychologischer Tiefe für mich erfordert. Eine heilsame Wirkung ist nicht auszuschließen - viel Freude beim Lesen!

  • Bewertung

    5/5

    27.11.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Lebensgeschichte

    Ich habe bisher erst ein Haas-Buch gelesen und dieses war doch ganz anders als das hier. "Eigentum" ist kein klassischer Haas-Krimi, denn es setzt sich mit der Lebensgeschichte seiner Mutter auseinanders, ist persönlich, nahbar, ernsthaft und dennoch durch die Schreibweise nicht bedrückend, sondern mit einer gewissen Prise Humor versehen. Alles beginnt am Ende - am Sterbebett seiner Mutter, die ihr Leben lang vorallem eines kannte: sparen, sparen, sparen. Ihre Lebenseinstellung erinnert an das vieler der Nachkriegsgeneration, wo das Leben von geprägt war von Arbeiten, Sparen und Bescheidenheit. Wolf Haas gibt seiner Mutter durch sein Buch Raum und lässt sie auch persönlich zu Wort kommen. Das Buch ist (fast zu) schnell gelesen und gewährt Einblicke in eine Lebensgeschichte, die einem als Leser*in vielleicht allzu vertraut erscheint. Auf jeden Fall eine Empfehlung meinerseits!

  • Bewertung

    Book Circle Community

    5/5

    21.11.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Vergissmeinnicht

    Das ,,Eigentum’‘ von Wolf Haas ist genau das, was es verheisst: Das ,,Eigentum von Wolf Haas’' (quasi eine externe HD). Es handelt sich dabei um die Sammlung der Erinnerungen von und an seine Mutter, welche als ihr wichtigstes und unereichtes Ziel den Erwerb von Grundeigentum gesetzt hat. Während sie das nicht erreicht hat, hat sie allerdings anderes erworben: Abenteuer, Erfahrungen und aussergewöhnliche Erinnerungen. Dieses persönliche und äusserst wunderbare Buch ist aber auch die Geschichte eines Mannes, der mit der Demenz und dem Verlust seiner Mutter umgehen muss. Dies macht er auf menschliche, tragische und teilweise irgendwie auch komische Weise. Die Sprache ist wunderbar. So hatte ich in einigen Teilen des Buches das Gefühl, die Mutter selber erzählen zu hören. Dieses Buch ist Liebe, Zeitzeugnis, Verarbeitung, Erinnerung. Ich empfehle dieses Buch allen, die sich gerne mit persönlichen Geschichten auseinandersetzen.

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Kathrin Bögelsack

    Kathrin Bögelsack

    Orell Füssli Bern

    Buchhändler*in

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    5/5

    11.09.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zärtliches, humorvolles Porträt einer Mutter

    Ein vielseitig lesbares Lektürevergnügen legt Wolf Haas einmal mehr mit «Eigentum» vor. Drei Tage hat Wolf Haas’ Mutter noch zu leben und den Autor überkommt der Drang, sich alle Erinnerungen an sie von der Seele zu schreiben, um nicht den Rest seines eigenen Daseins als externe Festplatte für das mütterliche Leben zu fungieren. Während er also die Mutter im Altersheim besucht, zum fünf Kilometer entfernten Friedhof spaziert, sobald sie wieder einmal eingeschlafen ist (oder es vortäuscht), und mit mässigem Erfolg alle Gedanken an die Poetikvorlesung zu verdrängen versucht, die er sich zu halten verpflichtet hat, erzählt er das Leben seiner Mutter in sprunghaften Anekdoten nach und lässt sie immer wieder auch selbst zu Wort kommen. Obwohl Marianne Haas 1923 in Armut geboren wurde, den Zweiten Weltkrieg miterlebte, sich ihr Leben lang abrackerte für etwas Eigentum, das sie doch nie erhielt, und im Verlauf ihres Lebens immer öfter in erbitterte, immer gleich verlaufende Tiraden ausbrach gegen die Ungerechtigkeiten des Lebens, schreibt Wolf Haas mit viel Wärme und vor allem Humor. Ich habe so oft lachen müssen beim Lesen! Genial finde ich übrigens, wie er den Eindruck vermittelt, alles jetzt im Moment zu schreiben, eben schnell, alles frisch und ohne gross zu reflektieren, aber sein eigenes Tun gleichzeitig kommentierend – während ich mir ziemlich sicher bin, dass in dem Text erheblich mehr Arbeit steckt. So wirkt der Text auf uns locker, flüssig und spontan, was zum Lesevergnügen beiträgt. Er selbst als Erzähler hat die Funktion eines Chronisten inne, was ihm eine gewisse Objektivität verleiht, sodass er mit der bereits erwähnten Leichtigkeit dieses schwierige Thema vom Sterben eines Elternteils angehen kann. Dass er eigentlich zur selben Zeit besagte Poetikvorlesung vorbereiten sollte, ist dem Text sprachlich ebenfalls anzumerken. Mir ist sicher nicht alles aufgefallen, aber er spielt hier bewusst mit sprachlichen Mitteln, darunter Wiederholungen, Gegensätze, Wortspiele, erklärt sie uns mitunter auch, geht Wortbedeutungen auf den Grund, baut Referenzen ein und so vieles mehr. «Eigentum» ist das zärtliche Porträt einer Mutter, ihres Lebens und eines Stücks (österreichischer) Zeitgeschichte. Mit Humor und teils in Dialekt geschrieben. Das Werk eines fantastischen Erzählers, mit prägnanten sprachlichen Bildern, zu Recht nominiert für den Österreichischen Buchpreis 2023. Und für uns Leser*innen sprachlich herausragender Lesegenuss.

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