Produktbild: Kaltblut

Kaltblut Roman - »Diese dicht geschriebene Geschichte ist voller Spannung und hat literarische Klasse.« Tagesspiegel

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

29283

Erscheinungsdatum

12.03.2025

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

224 (Printausgabe)

Dateigröße

1732 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783641325381

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ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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29283

Erscheinungsdatum

12.03.2025

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Penguin Random House

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224 (Printausgabe)

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1732 KB

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Deutsch

EAN

9783641325381

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  • MarcoL

    aus Füssen

    5/5

    01.04.2025

    eBook (ePUB)

    Archaischer Roman aus der…

    Archaischer Roman aus der unwirtlichen Bergwelt rund um Schuld. Glasklar erzählt. Große Leseempfehlung. Stubber war schon immer ein Außenseiter. Wortkarg wie die Berge, in denen er lebte und gerne umherstreifte. Mit anderen Menschen wollte er kaum etwas zu tun haben, dabei zog es ihn sogar mal in die Stadt zum Studieren, aber das war nichts für ihn. Zurück im Bergdorf übernahm er das Gewerk seines Vaters als Sprengmeister. Doch mehr als Gelegenheitsjobs gab es selten. Die Gesellschaft nach getaner Arbeit vermied er, zu sehr war ihm das lose Geschwätz verpönt. S. 26: „Ihre Gespräche über Staat, Weiber, die heutige Jugend, und die Welt überhaupt waren ihm zuwider gewesen. Laufe einen Regenbogen, hatte er einst in einem Jugendbuch gelesen, um rückständige Menschen.“ Doch einmal, ja einmal da traf er dabei seine große Liebe: Alaska nannte er sie wegen ihrer Augen. Sie waren wie eins, bis sie bei der Geburt seines Sohns verstarb. Ein Schlüsselmoment für Stubber. Er wollte mit seinem Kind, welches ihm Alaska nahm, nichts zu tun haben. Luka, so wie der Bub von seiner Ziehmutter, der bigotten Zugehfrau des Pfarrers, genannt wurde, trage die Schuld am Alaskas Tod. Stubber zog sich noch mehr zurück – die Jahre gingen ins Land, und dann starben bei einer folgenschweren Explosion einer Berghütte elf Männer. Darunter Stubbers einziger Mensch, der ihm in dieser Zeit etwas bedeutete: sein Gehilfe Sepp. Sepp war geistig behindert, und neben dessen Eltern kümmerte sich nur Stubber um ihn. Sepp, der immer fröhlich war, immer ein Lächeln parat hatte. Sepp, der nun nicht mehr war, zerfetzt vom Dynamit. Die ersten Spuren führten sofort zu Stubber. Auch für die sogenannte Dorfgemeinschaft (Betonung auf gemein) war der Fall mehr als klar. Der Einzelgänger, den eh keiner mag. Endlich findet sich ein Sündenbock. Doch nach einer Nacht in der Zelle musste Stubber freigelassen werden, er hatte ein stichfestes Alibi. Das Dorf musste sich einen neuen Schuldigen suchen, und Namen fanden sich schneller als man mit dem Finger auf jemanden zeigen konnte. Denn darin waren die Bergdörfler meisterhaft begabt. Drei Wochen nach der Explosion wurden die Leichen zur Beerdigung freigegeben. Stubber wollte sich von „seinem“ Sepp ebenfalls verabschieden, aber er wurde nicht zum Grab gelassen. So beobachtete er schweren Herzens die Beisetzungen von der Ferne. Danach, von schwerem Kummer geplagt, wollte er sich in die Berge zurückziehen. Aber er wurde verfolgt … nicht nur von seinem Gewissen … meisterhaft erzählt …und mehr wird jetzt wirklich nicht mehr verraten. Die Sprache ist ohne Ausschweifungen, klar und ohne Trübungen wie ein Bergsee. Direkt und hart, wie Stubber selbst, kommt das Erzählte daher, lässt kaum Platz für Sentimentalitäten. Man schlägt sich beim Lesen rational bedingt auf seine Seite, auch wenn er ein Kaltblut sein mag, beziehungsweise so von den Dorfbewohnern bezeichnet wird. Und man fragt sich letztendlich, wer tatsächlich kaltblütig und kaltherzig ist. Jemand, der von der Gesellschaft durch sein „Alleine-sein-wollen“ in den Wahnsinn getrieben wird, oder diejenigen, die zur Hetzgemeinschaft gehören? Eines der Grundthemen kann mit dem Wort „Schuld“ betitelt werden, und wie damit im Einzelnen und in der Gesellschaft umgegangen wird. Sehr gerne bin ich in diese archaische Bergwelt eingetaucht, mit vollen Sympathien für Außenseiter*innen und solchen, die nach außen gedrängt werden. Ganz große Leseempfehlung für diesen atmosphärischen Roman.

  • Anna

    5/5

    15.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Buch mit Substanz

    Dieses Bergdrama hat eine große Schlagkraft. Kaum damit angefangen, konnte ich mich seiner Sogkraft nicht mehr entziehen. Schuld, Trauer, Liebe, Mord - die Themen sind vielfältig und so klasse umgesetzt, dass sie nicht einmal in die Nähe von Kitsch kommen. Ich bin sehr begeistert.

  • Bewertung

    aus Heyerode

    5/5

    06.05.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Was für ein Debüt

    Was für ein Debüt !!!! Ich bin begeistert !!! Ich gestehe, mir das Buch anfangs "nur" zu Gemüte geführt zu haben, weil ich den Schauspieler Wolfgang Maria Bauer mag und gern sehe. Aber mit diesem Romandebüt hat er mich auch als Autor überzeugt. Sehr spannend erzählt, sehr detailreich, ohne langatmig zu werden und sehr lebendig und kraftvoll schreibt Bauer seine Geschichte von Strubber, der schon immer - als Einzelgänger beschrieben - haderte mit seiner Heimat. Er ließ einst sein Kind zurück dort oben - und nun hadert der Ort mit ihm ... Dann passiert das Schreckliche, bei einer Explosion - Stubber ist Sprengmeister - kommen 11 Menschen zutode. Er soll daran Schuld sein an dem Unglück. .... Was dann so alles passiert - spannend wie ein Krimi und mitreißend - erzähle ich euch nicht, lest selbst, es lohnt sich echt. Die gesamte Geschichte ist absolut atmosphärisch und vom literarischen Stil extrem gut geschrieben.

  • Bewertung

    5/5

    14.04.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    „uns biegt kein Wind“

    In einem kleinen Dorf in den Alpen ereignet sich ein Unglück, bei dem 11 Männer ihr Leben verlieren. Jeder Mensch hat seine eigene Geschichte – so auch die Zurückgebliebenen. Der Sprengmeister steht im Mittelpunkt aller. Ein seltsamer Typ, der den Kontakt zu anderen scheut und schwere Lasten mit sich herumträgt. Er soll Schuld an dem Unglück haben. Er lässt sich trotz der Vorwürfe nicht verunsichern, doch auf die Dauer scheint ihn die Angelegenheit stark zu belasten. Die Erzählung bringt einen immer wieder in die Vergangenheit zurück, um ein Bild von den Verunglückten zu zeichnen. Zudem kursieren immer wieder unterschiedliche Vorwürfe. War es nun der Bruder des Doktors oder der liebe, eingeschränkte Sepp? Oder gar doch jemand anders? Ein Roman über eine verstrickte Geschichte, die mehr Leben fordert, als anfänglich geglaubt. Über Glaubenskrisen, erste Liebe und gottlosen Tratsch…

  • Bewertung

    aus Luckenwalde

    5/5

    10.04.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Düstere Geschichte

    "Kaltblut" von Wolfgang Maria Bauer ist ein Roman, den ich stark fand und der in mir noch lange nachklingt. Der Autor versteht es, seinen Protagonisten klug zu zeichnen, man geht direkt mit ihm auf seinen schweren Wegen. Zusätzlich liegt über der ganzen Erzählung eine Düsternis, die fast greifbar wirkt. Stubber ist der Sprengmeister vor Ort, wie schon sein Vater es war. Allerdings war er Jahre verschwunden, sein Kind blieb im Ort zurück. Nun kommt es zu einer Explosion in einer Hütte auf dem Berg und er trägt die Verantwortung. Nicht nur durch seine Gedanken erfahren wir nach und nach, was geschehen sein muss, in der Hütte und in seinem Leben. Stubber hatte nämlich seine große Liebe, Alaska, gefunden und wieder verloren, sie war ein Außenseiter, so wie er selber. Die Geschichte zeichnet mit Worten Bilder, sehr treffsicher und präzise. Wenn man hinter das Geschehen blickt, zeichnet sich hier ein Bild einer ganzen Gesellschaft ab. Die Umgebung hier ist rau, die Menschen hart, jeder hat irgendwie seinen eigenen Kummer und Stubber als Außenseiter grenzt sich davon fast wohltuend ab. Ganz faszinierend fand ich auch die Beschreibung der Bergwelt, für mich war das ein rundum gelungenes Buch und ich würde sehr gerne mehr von diesem Autor lesen.

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  • Zum Bewerterprofil von Raffael B

    Raffael B

    Orell Füssli Uster

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    4/5

    20.05.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Stiller Zeuge

    Irgendetwas haben diese Bergromane an sich, das mich anzieht. Eigentlich schwärmt in meiner Familie jemand anderes für die Berge und mir war in meiner Kindheit oft über, dass wir jeden Winter an demselben Ort Skiferien machten. Trotzdem ist wohl etwas hängen geblieben.   Aber ich will jetzt nicht lange über Berge philosophieren. Die geben im vorliegenden Roman den Schauplatz vor, ziehen die Grenze, werfen ihren Schatten und warten in der Höhe mit eisiger Kälte - und der Möglichkeit eines tiefen Falls.  Ungewöhnlich auch, dass es sich zu einem nicht unerheblichen Teil um einen Krimi handelt. Nicht mein Ding. Aber auch nicht der Hauptfokus; der Fall fungiert ähnlich wie die Berge, als Rahmen, genauer: als Rahmenhandlung. Denn eigentlich geht es um die Menschen. Die Menschen in dieser kleinen, eng umrissenen Gemeinschaft – die auch mal Zwecks- oder Zwangsgemeinschaft sein kann. 11 Menschen kommen zu Beginn zu Tode. Stück für Stück lernen wir sie kennen. Die Frage nach Täterschaft und Motiv wird immer wieder neu gestellt, verhandelt, verworfen – nur für die überlebende Gemeinschaft scheint der Fall auch ohne Indizien klar zu sein.  Steht der Berg für dieses Vorurteil? Massiv, unverrückbar, seinen langen Schatten werfend, eisig und eindeutig?  Dies ist eine unangenehme Geschichte. Denn seine Figuren sind oft unangenehm. Menschlichkeit ist eine Gratwanderung; mit einem Fehltritt stürzt man ab – und manchmal ist es egal, ob man wirklich abgestürzt ist oder ob nur jemand geglaubt dies gesehen zu haben oder davon gehört hat, über zwei, drei, zwanzig Ecken. Egal, ob man sich den Fuss verstaucht hat, von einem Windstoss der Balance beraubt wurde, vorsätzlich von irgendwem geschubst wurde…   Mensch macht sich sein Bild. Und diese Bild kann veränderbar bleiben. Aber manchmal auch nicht. Oder dann nur zum Schlechten.  Der Berg legt Zeugnis ab. Doch der Berg schweigt. 

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