Beim Spielen an einem Dorfteich finden Kinder ein Schmuckstück aus der Wikingerzeit. Das Artefakt hatte sich zuletzt in Obhut einer Archäologiestudentin befunden, die kurz darauf vermisst gemeldet wurde. Kommissarin Pia Korittki und ihre Kollegen vom Lübecker K1 rollen den Cold Case wieder auf: Der furchtbare Verdacht bestätigt sich, als die Leiche der jungen Frau in einem Grab im Wald gefunden wird. Nun stehen die Dorfbewohner und die Mitarbeiter der Ausgrabung unter Mordverdacht. Dann verschwindet auch noch Pias Kollege Broders ...
Kundinnen und Kunden meinen
4.7/5.0
Bewertung
aus Dortmund
5/5
18.06.2025
eBook (ePUB)
Spannend in toller Atmosphäre
Schon der 20. Band mit Pia Korittki! Und wie die 19 vorher, hat mir auch dieser sehr gefallen.
Eva Almstädt kann einfach wunderbar schreiben und die Atmosphäre an der Küste einfangen.
Außerdem mag ich die ausgewogene Balance zwischen Kriminalfall und Privatleben der Ermittler.
Dieser Fall war wieder ziemlich spannend, ich wusste bis fast zum Ende nicht, wer Täter war.
Ich kann diesen soliden Krimi nur empfehlen!
Bewertung
5/5
23.04.2025
eBook (ePUB)
Ostseedämmerung
Inhalt siehe Klappentext.
Ich kenne schon einige von Eva Almstädts Ostseekrimis um Pia Korittki, ich mag den Schreibstil, die Lokationen an der Ostsee und die Ermittler Pia und Broders - und Marten und Felix natürlich auch. Mascha und Hinnerk gegenüber bin und bleibe ich skeptisch - schließlich gibt es hier ein persönliches Geheimnis im Hause Korittki, das endlich mal gelüftet werden müsste. Diesen Band, Pias 20. Fall, habe ich mir ganz bewusst für den Urlaub an der Schlei aufgehoben, sozusagen in Tatortnähe. Zwar habe ich in Kappeln keine Ausgrabungen gesehen, dafür aber ganz viel von der Stadt und sowohl Schleswig als auch Haithabu habe ich besucht.
Obwohl ich noch nicht alle 19 Vorgängerbände kenne, sondern nur etwa eine Handvoll, war ich sofort im Geschehen, bei der Ermittlerarbeit in Lübeck und vor Ort, ebenso an Martens neuer Heimat, wo Pia händeringend versucht, Freund, Kind und Beruf unter einen Hut zu bringen. Das Buch mit seinen 416 Seiten liest sich flüssig, und obwohl es nicht nur eine Tote gibt, ist das Buch nicht blutrünstig. Pia ist manchmal zu sehr Kommissarin, sie spielt auf Risiko, vergisst dabei sich selbst und ihre Familie, doch ihren Job macht sie meiner Meinung nach gut, und ein Ausbremsen durch Rist ist manchmal einfach nötig. Broders finde ich mit seiner Art sehr liebenswert, er und Pia ergänzen sich gut, nicht nur als Kollegen, sondern auch als Freunde. In diesem Krimi gefällt mir die Ausschweifung zu den Wikingern bzw. deren damaligen Lebens- und Handelsgebiet, ihre (Wert-)Gegenstände und Miras Buch ist sowieso klasse. Die Menschen im Ort Hövelau scheinen eine eingeschworene Gemeinschaft zu sein, Fremde werden es hier schwer haben oder Leute, die einfach nicht zu ihnen passen. Trotzdem ist jemand durchgerutscht und keiner hat es gemerkt. Ich möchte nicht zu viel verraten, am besten selbst leben, einen kurzen Ausflug zu den Ausgrabungen machen, dem Gutshof einen Besuch abstatten und lesen, wie Habgier, Neid, eigene Unzufriedenheit so schnell Leben zerstören kann, ohne selbst an die Konsequenzen zu denken. Und wie schnell man sich in den engsten Kreisen täuschen kann. Mir hat die (Urlaubs-)Lektüre von „Ostseedämmerung“ gut gefallen, ich empfehle das Buch gerne weiter und vergebe 5 Sterne.
Gertie G.
aus Wien
5/5
07.04.2025
eBook (ePUB)
Fesselnd bis zur letzten Seite
In ihrem 20. Fall sollen Pia Korittki und ihr Team dem Verschwinden von Mia Schneider, einer Studentin der Archäologie, nachgehen, deren Akte den Vermissten zugerechnet wird. Nun aber haben zwei Kinder ein Artefakt aus Wikingerzeiten gefunden, das zuletzt in Mias Besitz war. Nach wie vor ist nicht klar, ob Mia sich abgesetzt hat oder einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist.
Korittki und Broders befragen die Nachbarn in Hövelau, dem letzten Wohnsitz der Vermissten, und schon tauchen die ersten Ungereimtheiten auf. Wenig später wird es zur Gewissheit: Mia Schneider ist ermordet und in einem Waldstück vergraben worden.
Nur, wer ist der Täter? Der Ehemann, der darauf drängt, Mia für tot erklären zu lassen, um seine neue schwangere Freundin heiraten zu können? Oder der Grabungsleiter, der augenscheinlich etwas zu verbergen hat? Oder das Faktotum des herrschaftlichen Anwesens, in dessen Kate Mia zuletzt gewohnt hat?
Das Verschwinden von Mia ist nun ein Mord, den es aufzuklären gilt. Und die junge Frau wird nicht die einzige Tote bleiben ...
Meine Meinung:
Eva Amstädt ist für ihre komplexen Krimis rund um Pia Korittki bekannt. So müssen Korittki und ihr Team unterschiedlichen Hinweisen und Spuren, die häufig in einer Sackgasse münden, nachgehen. Die Story ist schlüssig erzählt. Die oft mühsame Polizeiarbeit und das Privatleben der Ermittler sind gut ausbalanciert.
Die Charaktere des Lübecker K1 haben sich über die Jahre sehr gut entwickelt. Teamwork wird groß geschrieben. Hin und wieder gibt es einen Alleingang der Ermittler, der nicht immer glimpflich abgeht. Diesmal trifft es Broders. Die unterschiedlichen Handlungsstränge werden letztlich sehr gut verknüpft. Interessant ist das Setting in dem kleinen Ort Hövelau, wo die Bewohner alles über ihre Nachbarn zu wissen glauben. Manchmal sieht man nur, was man schon kennt, oder zu kennen glaubt. Der Standesdünkel hat sofort einen Verdächtigen, während der wahre Täter lange unerkannt bleibt.
Fazit:
Gerne gebe ich dieser gelungenen Fortsetzung 5 Sterne und eine Leseempfehlung.
Bewertung
aus Hagen
4/5
05.04.2025
eBook (ePUB)
Pias zwanzigster Fall
Ostseedämmerung ist Band 20 der bekannten Krimi Reihe von Eva Almstädt. Das Buch hat 416 Seiten. Das Cover zeigt ein Dorf an der Ostsee. Das ruhige Gewässer hütet ein Geheimnis. Man ist als Leser sofort neugierig, was sich hinter diesem Fall verbirgt. Die Farbtöne sind eher dunklen Schattierungen angepasst. Die Kapitel haben eine angenehme Länge. Der Schreibstil ist, wie von Eva Almstädt gewohnt, leicht, locker, flüssig, mit viel Spannung. Die Beschreibungen sind bildhaft gut dargestellt. Die Charaktere sind teils bekannt, teils neu, sie wirken echt und authentisch auf den Leser. Die Kommissarin und ihre private Lebensgeschichte erlebt der Leser emotional und voller Neugier mit, wie sich das Leben bei Pia so abspielt. In diesem Fall kann der Leser auch wieder miträtseln und überlegen beim Lesen, wer der Täter sein könnte und, warum die gewählten Personen sterben müssen.
Zur Geschichte selbst: Beim Spielen an einem Dorfteich finden Kinder ein Schmuckstück aus der Wikingerzeit. Für die Beiden hat es auf den ersten Blick keinen grossen Wert. Es hat sich vorher im Besitz der Archäologiestudentin Mira befunden, die kurz darauf, nachdem die Kinder das Schmuckstück gefunden haben, als vermisst gemeldet wurde. Kommissarin Pia und das Team vom Lübecker K1 rollen den Cold Case wieder auf. Die Leiche von Mira wird im Wald in einem Grab gefunden. Es stehen einige Personen unter Mordverdacht. Es sind nicht nur die Dorfbewohner, sondern auch die Mitarbeiter der Ausgrabung. Also hat Polizei viel zu tun, alle, die unter Verdacht stehen, müssen einzeln befragt werden. Und die Zeit läuft. Wer ist der Mörder? Als wenn das noch nicht alles wäre, verschwindet auch noch Pias Kollege Heinz. Pia ist jetzt mehr gefragt, denn je. Eine private Herausforderung macht ihr zusätzlich zu schaffen. Wie soll man die Arbeit und das Private unter einen Hut bringen und allen gerecht werden? Ein Spagat, den Pia da machen darf. Im Inneren hofft sie nur eins, dass der Heinz lebend gefunden wird.
Die Spannung hält durchgehend an, man liest am besten am Stück, weil man neugierig ist, was als nächstes passiert. Das Ende ist gut ausgearbeitet, wie man das schon von der Autorin kennt. Spannend und dramatisch bis zum Schluss. Man wird nicht enttäuscht als Leser, weshalb ich 4 Sterne vergebe und eine Weiterempfehlung für die Jubiläumsausgabe ausspreche, für alle Pia Fans, aber auch für alle, die es werden möchten.
Magnolia
4/5
28.03.2025
eBook (ePUB)
Spannender Ostsee-Krimi
Der Teich, der zum Gut Hövelau gehört, ist für Trine und Vito ihr Abenteuerspielplatz. Trine meint, auf eine Glasscherbe getreten zu sein. Bei näherer Betrachtung sieht die etwa zwei mal drei cm große, bronzefarbene Scheibe mit vier Löcher und goldenen Verzierungen dann doch nach einem alten Schmuckstück aus. Wie sich bald herausstellt, wurde dieses Artefakt zuletzt bei Mira Schneider gesehen, einer Archäologiestudentin, die in einer renovierten Kate auf dem Grundstück von Hubertus von Steben gewohnt hat, bis sie vor eineinhalb Jahren spurlos verschwunden ist. Diesen Vermisstenfall bekommt Pia Korittki auf den Tisch. Nach Miras Verschwinden hatten andere Kollegen ihre Spur verfolgt, die jedoch im Sande verlaufen ist. Und nun wird dieser Fall wieder aufgerollt, Pia ermittelt in ihrem nunmehr zwanzigsten Fall.
Nicht jeden dieser zwanzig Bände habe ich gelesen, irgendwann bin ich eingestiegen und nun verfolge ich gespannt Pia Korittkis weitere Ermittlungen. Sie ist Kriminalhauptkommissarin im K1 der Bezirkskriminalinspektion Lübeck, ihr Freund Marten Unruh arbeitet beim LKA Kiel, ihr Sohn Felix verbringt so manches Wochenende bei Pias Ex-Freund Hinnerk. Auch wenn es von außen betrachtet nicht so aussieht, so hat sie ihr Privatleben ganz gut im Griff, wenngleich sie schon an Felix denkt, wenn sie einer gefährlichen Situation ausgesetzt ist.
Der Vermisstenfall Mira Schneider führt Pia zu deren nächstem Umfeld, zu ihren Eltern, zu ihrem Noch-Ehemann. Miras letzter Wohnsitz mitsamt den Bewohnern von Gut Hövelau wird unter die Lupe genommen, dabei scheint mir so mancher verdächtig. Ebenso sind es so einige der Dorfbewohner, die bei näherer Betrachtung dem Anschein nach doch einiges zu verbergen haben.
Zunächst gilt es, den vielen Personen nachzuspüren, denn meinem ersten Verdacht folgen so einige nach. Mias Leiche wird gefunden, die Dorfbewohner und neue Zeugen werden befragt. Die Ermittlungen weiten sich aus, es gibt immer wieder überraschende neue Erkenntnisse und auch meine Verdächtigen werden zahlreicher. Hatte ich anfangs eine klare Linie zu einer gewissen Person, so ging mir der Durchblick mehr und mehr verloren. Eva Almstädt versteht es bestens, falsche und durchaus glaubhafte Fährten zu legen, bis sich dann doch eine heiße Spur herauskristallisiert. Bis dahin dauert es allerdings, um gegen Ende nochmal so richtig dramatisch zu werden.
Mich hat die „Ostseedämmerung“ gut unterhalten, mein Spürsinn war gefordert, zwischendurch gab es einige Längen, die Ermittlung kam nicht recht vorwärts. Und doch hätte ich das Buch nicht weglegen wollen und letztendlich hatte Pia die richtigen im Verdacht. Die Handlung war logisch aufgebaut, die Charaktere waren allesamt überzeugend, der Schreibstil mitreißend, es war ein wiederum spannender Ostsee-Krimi und nun bin ich auf Pias nächsten Fall gespannt, auch wenn es bis dahin noch etwas dauern mag.