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Und alle so still Roman | Auf der Shortlist für den BücherFrauen-Literaturpreis 2025

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

1156

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

11.11.2025

Verlag

Rowohlt Taschenbuch

Seitenzahl

368

Maße (L/B/H)

18.9/12.4/2.9 cm

Gewicht

306 g

Farbe

Beere / Cool Grey

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-499-00923-5

Beschreibung

Rezension

Ein hoffnungsvolles Plädoyer, in dem die Menschlichkeit das höchste Ziel darstellt. ("NDR Kultur")
Zart und furios ("Emotion")
Mareike Fallwickl gelingt es anschaulich und einfühlsam, die Notlagen ihrer Protagonisten zu beschreiben und auf haarsträubende gesellschaftliche Missstände in Bildung und Pflege hinzuweisen. ("WDR 3 "Kultur am Mittag"")
Die österreichische Autorin Mareike Fallwickl legt mit „Und alle so still“ ein aufwühlendes Buch vor, ein radikales, eines, in dem der Ekel eine große Rolle spielt. – Und, noch dazu, ein feministisches Pamphlet ("BR Bayern 2")
Mareike Fallwickl hat einen Roman über die Kraft der Solidarität und des Gemeinsinns geschrieben. Eine Gesellschaftsutopie die die Augen öffnet, anrührt und Hoffnung macht. ("WDR 5 "Bücher"")
Ein aufwühlendes Buch. ("SRF "Literaturclub"")
Lesen! ("Brigitte")

Produktdetails

Verkaufsrang

1156

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

11.11.2025

Verlag

Rowohlt Taschenbuch

Seitenzahl

368

Maße (L/B/H)

18.9/12.4/2.9 cm

Gewicht

306 g

Farbe

Beere / Cool Grey

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-499-00923-5

Herstelleradresse

Rowohlt Taschenbuch
Kirchenallee 19
20099 Hamburg
DE

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  • Bewertung

    5/5

    21.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Unfassbar kreativ und realitätsnah

    Es war schwer, dieses Buch zu lesen, weil es so viele Emotionen weckt. Man fühlt so sehr mit den Personen im Buch, man fiebert mit und weil man sonst (ich zumindest) einen positiven Ausgang erwartet, das Buch aber die ganze Zeit sehr realitätsnah mögliche Konsequenzen beschreibt geht es noch mehr unter die Haut. Ich bin beeindruckt und frage mich, wie ein Mensch sich so etwas überlegen kann - eine fiktive Geschichte so gut in die Realität einbinden kann. Ich hätte mir ein klareres Ende oder einen 2. Teil gewünscht, weil der Interpretationsspielraum emotional sehr schwer zu verarbeiten für mich war.

  • Nathialie

    5/5

    20.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Fantastisches Buch!!!

    Es ist eins der besten Bücher, die ich in den letzten Jahren gelesen habe!!! Das Buchcover Catcht einen schon total, aber auch die ersten Seiten können sich sehen lassen! Die Charaktere und die Story zieht einen sofort in einen Sog, sodass man einfach weiterlesen will und weiterlesen MUSS! Wir lesen von drei ProtagonistInnen - was ich besonders toll finde - eine Person ist ein cis-Mann. Es ist schön einen feministischen Roman zu lesen, der viele verschiedene Blickwinkel und Aspekte zeigt, aber das kann Mareike Fallwickl ja eh sehr gut und hat das ja auch schon in diversen anderen Büchern erwiesen. Ich liebe ihren Schreibstil einfach eh - das Vermischen von persönlichen Erfahrungen der Charaktere (welche ich selbst oft sehr gut nachfühlen kann) und teilweise sehr abstrakte Erzählstränge, die oft dystopisch wirken. Das macht einfach ganz viele Welten auf. Große Leseempfehlung

  • soulcritique

    5/5

    13.10.2025

    Hörbuch-Download

    zauberhafte Dekoartikel mit Upcycling und Naturmaterialien

    Beeindrucken schildert die Mareike Fallwickl, was wäre, wenn die Frauen aufhören Care-Arbeit zu leisten. Gelesen wurde das Buch von Marie-Isabel Walke, Astrid Kohrs und Henning Nöhren. Jeder der Leser übernahm einen der drei Hauptfiguren. Elin ist Anfang zwanzig und flüchtet gerne in Sex, zu Beginn des Buches wurde ihr Gewalt angetan. Oder ist doch keine Gewalt, wenn man zu Sex eingewilligt hat und der Partner einfach das Kondom wegwirft? Es sind Fragen über Schuld und Lebenssinn und die Sprecherin schafft es stark, ihren Werdegang zu verfolgen und zu vertiefen. Denn Elin wird zu ihrer Großmutter gerufen, sie macht einen stillen Prozess und legt sich vor ein Krankenhaus einfach hin. Das Warum, ist erschreckend und wird im Buch eindringlich erzählt. Im Grunde geht es um die toxische Männlichkeit, dieses Selbstverständnis, dass wir Frauen Kochen, Putzen, Kinder erziehen, minderwertige Jobs ausführen und am Ende noch die Eltern pflegen. Es ist die Selbstverständlichkeit, dass es Männer gibt, die unsere Identität nicht anders erkennen und sehen wollen. Und diese Selbstverständlichkeit finde ich sehr bedrückend. Ruth, ist eine Krankenschwester, in ihren Blickwinkel wird ohne Scham und Schönreden, das Pflegen, die Überarbeitung der Pflegekräfte bis zur völligen Erschöpfung und darüber hinaus beschrieben. Im Laufe des Buches kommt es zu einer ersten Anbandlung einer Liebesbeziehung, welche tragisch endet. In ihren Passagen wird auch thematisiert, wenn man alleinerziehende Mutter eines behinderten Kindes ist. Es ist traurig und leider so realistisch, denn ‘Ironie an’ wie kann man den nur, ein behindertes Kind auf die Welt setzen ‘Ironie aus’... Auch sie entwickelt sich im Laufe des Buches weiter und wird ein wichtiger Part der Sisterhood. Und dann wäre da noch der Gegenpart oder in meinem Auge, der Change Breaker, denn nicht nur Frauen machen Care-Arbeit, auch Männer. In Fall des Buches ist es Nuri. Er kommt aus einer prekären Situation und versucht über Wasser zu bleiben und auch er wird mit den Füßen getreten. Er muss Arbeiten erledigen, die sind unter aller Würde, er hat mehrere Jobs gleichzeitig, bekommt nicht das Geld, dass ihn zusteht und macht die niederen Jobs. Er zeigt auf, was passiert, wenn die Frauen von heute auf morgen nicht mehr ihren Teil der Arbeit erledigen, und er bringt es doch auch auf den Punkt. Müssen wir Männer immer so sein, wie die Gesellschaft uns haben will? Ein sehr bedrückender Roman, der durch die Sprecher an Tiefe bekam und ich oft nachdenklich am System das Zweifeln beginn. Vor allem finde ich hier die Thematik Sisterhood großartig herausgearbeitet.

  • Bewertung

    5/5

    11.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    ein Meisterwerk

    Dieses Buch hat mich auf so vielen Ebenen berührt! Dieses Buch spricht einem aus dem Herzen und bewegt unendlich viel. Am Ende bleibt man ratlos mit der Realität zurück! Ich kann es nur jedem ans Herzen legen! Eine Bereicherung!

  • Wilde_buchjagd

    5/5

    11.06.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    HIGHLIGHT, DURCH UND DURCH!

    Es passiert wie aus dem Nichts, doch ist dieser Protest vielmehr eine kumulative Reaktion auf die immerwährenden Missstände und Ungerechtigkeiten, denen Frauen, insbesondere in der Care-Arbeit, seit Ewigkeiten widerfahren. Es beginnt mit ein paar Frauen, die sich ohne Vorwarnung kollektiv auf den Boden legen. Ihnen fehlt nichts, so die männlichen Journalisten, die darüber berichten, doch müssen Wunden nicht immer nur oberflächlich sein. Aus einigen werden viele und schon bald kommt es zum gesellschaftlichen Kollaps mit ungeahnten Folgen - wobei, wenn wir mal ehrlich sind, sind diese Folgen nicht ungeahnt, sondern eine patriarchale Reaktion auf Menschen, die ihrer ungewertschätzten und "nebensächlichen" Arbeit und den gesellschaftlichen Erwartungen nicht mehr gerecht werden. Und wieso sollten sie auch: wer wird gerne schlechter behandelt, ausgenutzt und einfach als gegeben angesehen? Niemand. Doch genau dies geschieht Tag täglich, gerade Frauen, die jetzt genug haben. Mareike Fallwickl lässt die weibliche Wut überkochen in Form eines stillen Protest, denn das einzige was diese Frauen machen ist, ihre Arbeit niederzulegen, um zu zeigen, dass sie eben doch wichtig sind. Was passiert, wenn die Bettpfannen nicht mehr gewechselt werden? Das Abendessen nicht mehr auf den Tisch kommt? Die Kinder nicht mehr betreut werden? Was macht man(n) dann? Fallwickl zieht dieses sehr realistische Szenario absolut genial, zeitgemäß und großartig recherchiert auf, in dem sie den Text mit Hintergrundinformationen durchsetzt und die Handlung auf drei Protagonist:innen aufteilt: Ruth, Elin und Nuri, die alle miteinander verbunden sind. Mit dieser Auswahl hat Fallwickl genau ins Schwarze getroffen, da sie mit Ruth die "ältere" Generation beleuchtet, mit Elin eine junge Frau gefunden hat, die gebeutelt vom Leben ist und immerzu "benutzt" wurde, und Nuri, der sein eigenes Päckchen zu schleppen hat. Mit dem Hinzuziehen einer männlichen Perspektive in diesem feministischen Paukenschlag wird eine Sichtweise auf Männer geschaffen, bei der die Hoffnung nicht erlischt. Es gibt sie nämlich doch. Männer, die auch eine Veränderung wollen und keine Unterscheidung zwischen den Geschlechtern machen. Gerade durch das Zusammenspiel von Ruth, Elin und Nuri wird die Kritik des Szenarios noch vielfältiger und bestärkt sich nahezu exponentiell selbst. . Und dazu noch diese unglaublich klugen Sätze, Emotionenfontänen, die mir häufig die Tränen in die Augen geschossen haben, und grausamen Fakten, die die Ungerechtigkeit untermauern und es schaffen, dass Es weh tut. Wütend macht. Aufwühlt. So genial, so klug. . Und dann bleiben diese Gedanken zurück. Wieso ändert sich nichts? Hat nicht jedeR die Möglichkeit in seinem Alltag eine Veränderung zu bewirken? Sie muss nicht systemverändernd sein, sondern kann sich schon in der Wertschätzung zeigen, am Arbeitsplatz, im Alltag, in der Beziehung. Gleichberechtigung sollte das Normalste auf der Welt sein, patriarchale Strukturen aufgelöst, da sie der Gesellschaft keinen Nutzen bringen... . HIGHLIGHT, DURCH UND DURCH!

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    Kathrin Bögelsack

    Orell Füssli Bern

    Buchhändler*in

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    5/5

    27.04.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Beeindruckendes Buch über (weibliche) Solidarität und ein Aufruf

    Was würde passieren, wenn Frauen die ganzen un- und schlecht bezahlten Jobs nicht mehr ausüben würden? Wenn sie sich einfach wortlos hinlegen und nichts mehr machen würden? Wie würde die Welt reagieren? Mareike Fallwickl spinnt genau diese Gedanken in ihrem Roman «Und alle so still» weiter. Wir begleiten Krankenschwester Ruth, Influencerin Elin und Nuri, der sich mit zahlreichen Jobs über Wasser zu halten versucht, durch eine Woche, in der die Welt aus den Fugen gerät. Was dabei zuerst auffällt, sind die Perspektivwechsel. Fallwickl beginnt in der Ich-Perspektive aus Sicht einer Pistole zu erzählen, bevor sie sich als allwissende Erzählerin ihren drei Protagonist*innen zuwendet. Es gibt aber noch zwei weitere Ich-Perspektiven: die Gebärmutter und die Berichterstattung. Hinzu kommt Fallwickls fantastisches Sprachgefühl. Hier wird verknappt, aneinandergereiht, mit Rhythmus gearbeitet und allein über die Satzstruktur macht sie die grenzenlose Erschöpfung und Wut spürbar. Grandios auch, wie sie sprachlich Elins innere Zersplitterung deutlich macht mit den eingeschobenen Bruchstücken von Hasskommentaren aus dem Netz. Gleichzeitig zeigt sie, dass alle unter dem herrschenden System leiden, nicht nur Frauen. Dass wir nur etwas ändern können, wenn alle mithelfen. Wenn auch Männer Care-Arbeiten übernehmen, daheim oder beruflich. Wenn die Gewalt, der Frauen ausgesetzt sind, anerkannt und ihr endlich effektiv Einhalt geboten wird. Wenn schutzbedürftige Menschen nicht mehr wirtschaftlich ausgebeutet werden über Mini-Jobs, die teils unter horrenden Bedingungen stattfinden. Das wirkt über weite Strecken bedrückend und gleichzeitig rüttelt sie damit auf, setzt Energie frei. Es ist eine Geschichte, die tatsächlich noch heute so beginnen könnte. Trotzdem wirkt es wie eine Zukunftsvision. Ob es nur eine Vision bleibt oder ob wir tatsächlich etwas ändern, das liegt nun an uns.

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